Obwohl es mir zur Zeit ein wenig unwohler geht als sonst, wobei nicht der Temperaturumschwung der Grund ist, sondern scheinbare Tonus Steigerungen auf der rechten Seite, was wiederum scheinbar mit gestiegener Beweglichkeit zusammenhängt, hab ich mich am Wochenende in die Plauner Innenstadt begeben weil dort wegen dem Plauner Frühling ein bisschen ganz schön was los war.
Die Meckerer werden bestimmt nicht ausbleiben, doch mir hat eigentlich gefallen was so geboten wurde.
Zwar waren die unvermeidlichen falschen Indianer mit Harmoniegegaukel was indianisch klingen soll (so wie der Europäer es sich vorzustellen hat) auch wieder da, doch Füllmaterial braucht man ja auch und ein Farbtupfer sind sie ja.
Auf den Bühnen war zumindest schon nachmittags was los.
Für mich selbst war es eine Qualitätssteigerung zu den vergangenen acht Jahren was da musikalisch geboten wurde.
Ob das Polizeiorchester des Landes Sachsen wie auch swingende und modernere Rhythmen auf der kleinen Bühne am Wöhrl oder auch mal wieder die alten Musikerkumpels von „Happy Feeling“, die wieder überraschend wandlungsfähig waren, es ging schon ganz schön ab.
Mit den ganzen Verkaufsbuden und Autohäusern muss man eben leben denn das alles muss ja von irgendwas bezahlt werden. Und da gehören die wie auch jede Menge Werbeaufsteller dazu.
Auch hab ich eine andere Meinung als viele was das immer kleiner werden des Festgeländes betrifft.
Die Einwohnerzahl und die industrielle Bedeutung der Stadt Plauen unterliegen nun mal einer Entwicklung und keines statischen Wertes. Dass diese Entwicklungskurve in regionalen und auch internationalen Maßstab nicht nur nach oben gehen kann versteht sich von selbst.
Früher fuhr man gern mal mit dem Panzer vor um vermeintliche Ansprüche anzumelden. Zum Glück ist das jetzt anders und man muss Wiedersprüche anders regeln.
Das unterliegt dann einem langsamen wiederherstellen des Gleichgewichts mittels Politik, Finanzwirtschaft und Handel, wobei sich wieder andere Höhen und Tiefen auftun. Ein einzelner Mensch wird wohl seine Meinung haben können, die ganze Sache überblicken wird wohl niemand können.
Und umso kleiner die Welt wird umso größere Kreise zieht es.
Und wir sind Teil des Ganzen.
Von einem Streit zwischen den Organisatoren des Plauner Herbstes und Frühlings und denen des Spitzenfestes war auch nichts zu spüren.
Und dann zeigte sich irgendwie noch dass das Prinzip „wie man in den Wald hinein ruft so schallt es Zurück“ auch bei Größeren Menschenansammlungen funktioniert. Wenn man sich mit einem Lächeln entschuldigt so wird einem auch mancher kleine Rempler verziehen, und dann hat man auch noch den Behindertenstatus.
Jedenfalls fühlt man sich irgendwie in die Kinderzeit versetzt wenn man in Blickhöhe eines zehnjährigen Kindes zwischen all den Erwachsenen rum gurkt und auf die Verkaufsflächen der Getränkeausgabestellen kaum raufgucken kann.
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