Vorsicht Baustelle oder der große Weise und die Schnodder Seuche

Am Wochenende war nix besonderes bei mir angesagt, also surfte ich ein bisschen im Internet, bastelte an Internetseiten, fuhr in der Botanik herum und bekämpfte die aufziehende Schnodder Seuche, die ich mir am Donnerstag geholt hab beim Grillen in Seelbinders Harald sein Häusle beim traditionellen Himmelfahrtsgrillen mit der Selbsthilfegruppe junge Behinderte, mit jede Menge Tee den mir wiederum meine Frau Mutter aufgebrutzelt hat.
Bei einer meiner Ausfahrten in die plauner Wildnis hatte ich eine Begegnung mit einer der zur Zeit sehr häufig auftretenden Baustellen. Die treten völlig unkontrolliert und unerwartet in freier Wildbahn an den unmöglichsten stellen auf, so dass Plauen von ihnen fast völlig abgeriegelt ist. Und dann liegen sie am Wochenende so friedlich in der Gegend herum als könnten sie niemandem was tun.
Und doch warten sie nur auf Kinderwagen oder einsame Rollstuhlfahrer um sie sich durch unsinnige Absperrungen einzuverleiben, so dass du plötzlich auf der Baustelle stehst und dir denkst wie ist das wohl passiert und wie komm ich wohl wieder hier raus?
Am Tag vorher war mir schon mal so ein Wegelagerer aufgefallen, der so zwischen Fußweg und Radweg mitten vor sich hin döste und mich nicht vorbeilassen wollte.
Und dann war dann noch der weiße Kerl der mich ziemlich interessant fand und mir dann auch in einer für mich fremden Sprache etwas sagen wollte, was ich aber nicht verstand.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Selbsthilfegruppen

Mir ist irgendwie wichtig zu zeigen, dass so eine Selbsthilfegruppe nicht unbedingt das ist was man sich darunter vorstellt. Dass da nicht Angehörige und Betroffene rumsitzen und einander gegenseitig ihr Leid klagen, obwohl das auch vorkommt und was ich zu irgend einer fernen Zeit auch einmal gedacht habe.

Gestern und vorgestern Nachmittag war aber beste Gelegenheit zu zeigen dass es auch anders geht.

Vorgestern traf sich die Selbsthilfegruppe “junge Behinderte” des VdK Ortsverbandes Plauen wie jeden zweiten Mittwoch im Monat in ihrem Winterquartier, im Club der Volkssolidarität in der Karlstrasse in Plauen um zu planen.

So geht es am 14. Juli zu den Pyromasters nach Zwickau und am 8. September geht’s ins Schokoladenmuseum nach Halle.

Die Selbsthilfegruppe erworbene Hirnschädigung Plauen traf sich gestern zu einer Schiffsfahrt auf der Talsperre Pöhl. Für den 14.6.2012, das ist ein Donnerstag ist ein Grillnachmittag an der Freizeitanlage Syratal geplant.

Und dann trafen sich noch Mitglieder des Vereins Vital und vom Aphasiker-Zenrum Stollberg zu einem gemeinsamen Informatinsstand vor der Concordia Apotheke Plauen. Beim Vogtland lauf am 2. Juni sind wir auch dabei.

Das ist nur ein kleiner Überblick über einen Teil der nächsten Veranstaltungen, welche über das ganze Jahr verteilt sind.

Junge Behinderte

In unserer Odyssee durch die Räumlichkeiten dieser Stadt waren wir gestern mit der Selbsthilfegruppe junge Behinderte des VdK in der Jugendherberge “Alte Feuerwache” zu Gast. Weil wir mit so fünf Elektrorollstühlen und ein bis zwei handgetriebenen Rollstühlen auftauchen haben wir ja Probleme etwas Geeignetes zu finden.

Bei Kaffee und Kuchen ging es um ein paar Ausfahrttermine am:

•    28.4. nach Watzdorf

•    14. 6. Zu den Pyromasters nach Zwickau

•    8.9. nach Halle.

Sowie die nächste Veranstaltung des VdK im “Best Western Hotel” , den Vortrag über Diabetes am 14.3.

Einige Erfahrungen von Rollstuhlfahrern mit dem Plauener Omnibusbetrieb wurden noch ausgewertet, im Nahverkehr gute, im Fernverkehr schlechte.

Dann war noch das leidige und wohl leicht zu klärende Problem ‚Zugang Kino´ sowie einige andere Hinweise die zur AG Behinderte mitgenommen Wert schienen.

15.9.11 Homöopathie

Homöopathie 1

 

Gestern fand im Best-Western-Hotel in der Straßberger Straße ein überaus interessanter Vortrag über Homöopathie statt.
Gut besucht und von der Selbsthilfegruppe „junge Behinderte“ organisiert.
Dazu kam eine Frau Unger, Heilpraktikerin und Anwenderin klassischer Homöopathie aus dem Erzgebirgischen Lugau nach Plauen.
Mir persönlich eröffnete es eine neue Sicht auf dieses Thema.
Sie sprach in ihrem Vortrag über das Wesen und die Anwendung der Homöopathie welche im Prinzip der Entdecker, der Arzt Samuel Hagemann so beschrieb: „Jedes wirksame Arzneimittel erregt im menschlichen Körper eine Art von eigner Krankheit, eine desto eigenthümlichere, ausgezeichnetere und heftigere Krankheit, je wirksamer die Arznei ist. Man ahme der Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andre hinzukommende heilt und wende in der zu heilenden (vorzüglich chronischen) Krankheit dasjenige Arzneimittel an, welches eine andre, möglichst ähnliche, künstliche Krankheit zu erregen im Stande ist und jene wird geheilet werden; Similia similibus.“

Samuel Hahnemann, 1796

Sie beschrieb die Arbeit mit der klassischen Homöopathie .
Mit Beobachtung und Befragung, wird versucht, das gesamte Symptombild und die Art der „Verstimmung der Lebenskraft“ zu erfassen. Im Unterschied zur Anamnese in der naturwissenschaftlichen Medizin wird in der homöopathischen Anamnese der Patient auch über eine Vielzahl von Sachverhalten befragt, die aus naturwissenschaftlicher Sicht unerheblich sind. Ziel ist es, dasjenige Mittel herauszufinden, bei welchem die beim gesunden Menschen beobachteten Symptome möglichst mit denen übereinstimmen, die bei der Anamnese des Kranken erfasst wurden.
Dann kommt die Herstellung des Mittels dass der Beobachtung entspricht mit der Potenzierung, wobei Verdünnungen von bis zu 1:1000000 erreicht werden.
Eigentlich ist das auch ein weites Anwendungsfeld bei mir um von den vielen Medikamenten runterzukommen.

Nachzulesen ist vieles über dieses Thema auf dieser Internetseite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Homöopathie

Homöopathie 1

Homöopathie 2

Homöopathie 3

7.9.11

 

Diesen Text wird man auch auf meiner Hauptseite www.margy-plauen.de wiederfinden weil mir aufgefallen ist, dass ich ein paar Jahre nichts zu meinem Bericht geschrieben habe.

 

Mittlerweile haben wir 2011 , die Zeit als ich meistens im Bett lag hab ich hinter mir gelassen.
Mir geht es eigentlich ganz gut.
Mit den Umständen meiner Krankheit versuche ich mich abzufinden, allerdings versuche ich die Grenzen immer ein wenig hinauszuschieben.
Neben den Therapien, 1 x Physiotherapie, 2 x Ergotherapie, 2 x Wassertherapie muss man in meinem Zustand dafür ein bisschen was machen. Dreimal am Tag eine viertel Stunde Übungen die ich mit meinen Therapeuten abgesprochen habe, 10 km auf meinem MOTOMED, was bis jetzt ca.17000 km entspricht (und noch keinen cm von der Stelle gekommen)und nach dem Lichtausmachen gibt’s Abends noch eine halbe Stunde physiotherapeutische Übungen im liegen.
Dazu kommen noch in ca. 14 täglicher Folge Logotherapie und auch sonst geht eine viertel Stunde am Tag für Logoübungen drauf.
Mit meinem elektrischen Rollstuhl bin ich auch wesentlich mobiler.
Hier hat es mich schon nach Neundorf, mit der Elterninitiative für Behinderte nach Jößnitz oder mit dem  Verein VITAL nach Klingenthal.
Das weiteste war eine Woche mit der Elterninitiative nach Hamburg.
Man sieht, dass zu hause hocken nicht mein Ding ist. Ich mische lieber bei zwei Vereinen und zwei Selbsthilfegruppen mit.
Allerdings gibt es nicht nur positives zu berichten. Manchmal kommt es auch zu Rückschlägen wie Anfang 2010 als ich ein paar mal ins Krankengaus musste bis dann endlich meine Galle herausoperiert wurde, was nun wenigstens den Vorteil hatte, dass ich mal wieder gründlich durchgecheckt wurde.
Da kann man nichts weiter machen als den Rückschlag hinnehmen und weitermachen.
Allen selbst betroffenen kann ich nur den Rat geben aktiv zu sein, egal was man macht, Hauptsache Bewegen den Körper und den Geist.
Und den Angehörigen kann ich nur raten Geduld zu haben und den Betroffenen Zeit zu geben. Im Kleinem wie im Großen.

3.9.11 die Ausfahrt


Gestern war wieder mal einer jener Tage nach einer schnell vergangenen Woche an dem wirklich viel passiert.
Wir hatten wieder eine Ausfahrt mit der Selbsthilfegruppe junge Behinderte des VdK zusammen mit der Selbsthilfegruppe MS.
Gefahren sind wir wieder mit dem Busunternehmen „Joram“ aus Wildenfels, weil die eine Rollstuhlrampe am Bus haben und der also Behindertengerecht ist.
Also rein in den Bus und über die Autobahn, Jena, Weimar nach Bad Frankenhausen wo wir uns die 123m Panoramagemälde des Werner Tübke ansahen.
Man muss das schon gesehen haben um zu beschreiben was da zu Zeiten entstand als der König Erich hieß, dass von Zeiten vom Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit handelt das aber eigentlich die immerwährende Wiederkehr von Liebe und Hass, Geburt und Tod darstellt.
Oder man schaut sich erst einmal diese Seite an:

http://www.panorama-museum.de/

Danach ging es quer durch Bad Frankenhausen über das Kyfhäusegebirge mit einem Blick auf das Denkmal wieder auf der anderen Seite herunter.
Dabei begegneten wir bei dem Wetter auch vielen Motorradfahrern, von denen sich einer auch um einen Baum gewickelt hatte.
Durch Sangerhausen ging es dann zur Höhle „Heimkehle“.
Erst gab es dort einmal ein lecker Mittagessen.
Dann hieß es Pullover drüber denn es wird kalt, denn in der Höhle sind das ganze Jahr über nur 6 … 8 Grad.
Die Höhle ist schon 1331 entdeckt worden ab 1920 wird sie aber erst touristisch genutzt.
In den letzten Kriegsjahren des 2. Weltkrieges haben Häftlinge des KZ Dohra da unten Rüstungsteile bauen müssen, deshalb ist die Höhle 1946 auch teilweise gesprengt worden und auch teilweise seit den 50er Jahren wieder frei.
Wieder heraus aus der Kälte noch Kaffee und dann ging es in den Bus und unter erklärenden Monologen des Reiseleiters/Busfahrers über Sehenswertes und erneuerbare Energien ging es nach Hause.

Panoramamuseum

Fernsehturm aufm Kyfhäuser

Kyffhäuserdenkmal

was Draufsteht

ich untertage

Mahnmal im kleinen Dohm

der große Dohm

Höhlensee 10m tief

18.8.11

Gestern war noch ein organisatorisch anstehendes, weil notwendiges Treffen der Selbsthilfegruppe „junge Behinderte“ bei Kaffee, Kuchen und Eis beim Cafe „Börner“ an der Stadtgalerie statt.
Weil wir erstens am 3.September die Gruppe auseinanderdividieren müssen, viele sind ja noch in der „Elterninitiative“ Mitglied und die feiert am 3. September ihr 20 jähriges.
Weil ich da aber keine konkrete Aufgabe habe fahr ich mit nach Bad Frankenhausen.
Am 14.9. geht es auch schon wieder los im „Best Western Hotel“ mit einem Vortrag über Homeopathie.
Als nächste wurde ein neues Mitglied vorgestellt und die Arbeitsgruppenbezogene Nutzung von Bildern über Servergestützte Software besprochen.

15.8.11 Ereignisreiches Wochenende

 

Entweder es ist ein Wochenende gar nichts los oder die Ereignisse überschlagen sich.
Am letzten Wochenende war zweiteres der Fall.
Am Freitag ging es los mit dem Sommerfest am „Götheplatz“ mit Autoscooter, Kinderkarussell und flotter Beatmusik.
Da muss man hin und wenn es nur ist um wieder ein paar Leute zu treffen mit denen man sonst nur im Internet Kontakt hat.
Freitagabend gab es Livemusik von „Great Jokers“ mit Sven Hessel, der 1979 mit dabei war als wir unsere erste Band gründeten.

Gestern am Samstag waren wir dann mit der Selbsthilfegruppe „junge Behinderte“ in Thüringen.
In „Lehesten“ einem Schaubergwerk des Schieferbergbaus.
Um dorthin zu gelangen hatte uns die „Elterninitiative“ ihren neuen Kleinbus nebst Fahrer zur Verfügung gestellt.
Im Tagebau wurde dort über Jahrhunderte bis in die achtziger Jahre hinein Schiefer zum Dachdecken und anderem abgebaut, wovon in erster Linie ein riesengroßes wassergefülltes Loch und eine weithin sichtbare Halde zeugen.
Dort nahmen wir an einer Führung durchs Gelände und durch den Schieferbergbau teil.
Entgegen dem Wetterbericht hielt das Wetter durch und verschonte uns mit nassem Zeugs von oben.
Danach ging es dann noch zu Sven seinen Eltern nach Schönbrunn wo lecker Kesselgulasch und Anderes auf uns warteten.

Zurück in Plauen war es dann doch etwas zu spät auf den Goetheplatz zu gucken wo die Band „Nobody“ mit dem zweiten Kumpel aus meiner musikalischen Anfangszeit Wolfgang Fischer spielte.

Also am Sonntag weder hin.
Zum Frühschoppen um 11 Uhr war es noch relativ ruhig, doch gegen 15 Uhr ging es dann los.
Der Shantychor der Marinekameradschaft Plauen eröffnete und es wurde noch ein richtiger Familiennachmittag, auch im Zeichen der „volkstümlichen Musik“ oder wie ich liebevoll bemerken wollte der „Jodelhorrormonstershow“.
Bis ich gegen 18 Uhr durch dunkle Wolken, die sich dann auch ihrer Wasserlast entledigten nach Hause gescheucht wurde.

14.8.10 Planetarium Jena

Heute war ich mal in Thüringen gewesen, genau genommen in Jena, Planetariumsbesuch.

Um 9 Uhr ging es los, wieder mit dem Rollstuhltauglichen Reisebus des Busunternehmens Joram aus  Wildendels bei Zwickau. Diesmal glaub ich der Chef persönlich ist gefahren.

Der Steve von der Elterninitiative hilfe fuer Behinderte er fungierte als Reiseleiter, obwohl auch noch andere Betreuer mit waren. Da den Überblick zu behalten ist schon eine Leistung. Ein paar kleinere Missgeschicke, die eigentlich gar keine waren, b.z.w. er überhaupt nix dafür konnte, aber nicht merkte, gab es sonst hat er sich prima geschlagen.

Das eine mal hat er nach dem ersten Halt …, jetzt hätte ich mich fast verquatscht und dann haben einige zu früh beim Mittagessen hier gebrüllt. Der Steve hat sich dann dafür entschuldigt, dass einige das falsche Essen hatten.
Zuerst hatte ich eigentlich gar keine Lust, jetzt im Nachhinein muss ich sagen, dass ich es nicht bereut habe mitgefahren zu sein.

Wir sind nach Jena gekommen und erstmal ins Planetarium gegangen, b.z.w. gefahren. Dort haben wir uns erstmal die Tierkreiszeichen zur Sommersonnenwende und zur Wintersonnenwende angesehen, so wie man sie eigentlich an Deutlichkeit nicht sieht. Danach gab es einen Überblick über die internationale Raumfahrt vom ersten Sputnik bis zur internationalen Raumstation.
Danach gab es ein Mittagessen in der Gaststätte im Planetarium das wohlschmeckend und in übersichtlichen Portionen serviert wurde. Zusammenfassend muss man sagen, dass man so eine Planetariumsvorführung mal gesehen haben muss, doch wenn man sich satt essen möchte sollte man sich eine andere Kneipe suchen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

12.8.10

Vor einigen Jahren fragte ich noch was ist mit den Leuten los, dass sie wenn sie meiner ansichtig werden die Strassenseite wechseln um hundert Meter weiter zurückzukehren.
Heute hab ich gelernt damit umzugehen. Wenn ich trotzdem sehe, wie sich die meisten anstellen, denke ich manchmal: so wirst du wohl früher auch gewesen sein. Man konnte mit dem Umstand der Behinderung nicht umgehen. Ich hab es ja auch nicht von einer Minute auf die andere gelernt. Für viele bleibt da nur die Flucht.
Dem Umstand, dass von vielen Freunden nur noch zwei…drei da sind messe ich auch nicht mehr so große Bedeutung bei, nicht nur das Umfeld verändert sich auch ich hab mich in den sechseinhalb Jahren verändert. Zuerst wollte ich mit Musik gar nichts mehr zu tun haben, jetzt setzte ich Midipartituren und mache Unterhaltungsmusik bei einigen Veranstaltungen der Elterninitiative, zuerst wollte ich aus meiner Computerecke gar nicht hinaus, jetzt fahre ich in die Stadt und unternehme mit Selbsthilfegruppen und Anderen Ausfahrten, am Samstag geht es mit der Elterninitiative nach Jena. Alles verändert sich und was ich nie geglaubt habe ist, dass das behindert sein zur Normalität wird, dass nicht laufen können selbstverständlich ist.