Wenn ich mal die Sache mit
der Motivation auf ihre Wissenschaftlichkeit überprüfen will ist es erstaunlich
wie viel man rein intuitiv anwendet.
Ich hab dazu die Tabelle nach McClelland herangezogen.
Es gibt danach positive und negative Dinge die uns vorantreiben, also das
Streben zum einen und die Angst vor dem anderen. Und es sind wieder positive
und negative Handlungen die ausgelöst werden.
Das scheint vom vorherrschendem Charakter abhängig zu sein.
Da ist zum einen die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die den Beitrag zu ihr
achtet, die Sicherheit, Geborgenheit, Zuwendung und Freundschaft ausstrahlt.
Aber auf der anderen Seite die Angst vor Unbeliebtheit, vor dem Gefühl alleine
gelassen zu werden.
Das ist etwas das wir anwenden mit der Einbeziehung in Selbsthilfegruppen,
Integration in die Gesellschaft allgemein, die Einbeziehung in die Durchführung
verschiedener Projekte.
Ein weiteres Motiv ist Macht auszuüben, die Durchführung von Gruppenhandlungen
zu kontrollieren, einen bestimmten Status zu erringen sowie im Wettbewerb zu
bestehen.
dem gegenüber stehen Ängste erreichtes wieder zu verlieren, unbedeutend zu sein
und missachtet zu werden.
Eine Sache die wir auch anwenden ist gebrachte Leistung auch anzuerkennen,
Kreativität und Fantasie zu würdigen. Auf der anderen Seite steht die Angst als
Versager dazustehen.
Für mich persönlich war es zum Anfang meiner Krankheitszeit die Vorstellung
wieder etwas als DJ machen zu können was aber mit der Zeit anderen
Motivationsgründen gewichen ist.
Es ist die Aussicht eine sinnvolle Aufgabe zu haben weshalb ich mich auch mit
solchen Dingen wie Motivation beschäftige.
Mir scheint bei der ganzen Sache ist es nötig ein bisschen so etwas wie Ehrgeiz
zu entwickeln.
Wenn jemand schon aufgegeben hat, dann lockt man ihn nicht damit schlecht
hinter dem Ofen vor es sei denn er lernt anders zu denken.
Und da ist Psychologie gefragt.
Der Ehrgeiz muss solang angestachelt werden, bis Eigenschaften zu Gewohnheiten
werden.
Oder sollte man einen Chemiker ranlassen.
McClelland ist es an der Harvard Medical School gelungen nachzuweisen, dass
die Anregung dieser Motive mit der Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter
verbunden ist:
- Im Falle
des Machtmotivs sind es Epinephrin und Norepinephrin,
- im Falle
des Zugehörigkeitsmotivs ist das Dopamin,
- bei
Anregung des Leistungsmotivs werden Vasopressin und Arginin ausgeschüttet.
Motivation mal chemisch???