Präsentation

Ich hab am Samstag einen Vortrag im Helios Vogtlandklinikum gehalten über Inklusion aus meiner Sicht.
Diesen Vortrag wird ich hier als PowerPoint Präsentation ablegen und einige Anmerkungen in lockerer Folge dazu machen, weil von einigen Seiten Interesse daran bekundet worden ist.  Und da ich im Schreiben besser bin als im Reden, was schon der Behinderung geschuldet ist, ist das vielleicht besser.
Dieser  Vortrag beschreibt Inklusion als gesellschaftliches Konzept, also aus Sicht eines mehrfach schwer Behinderten Menschen, weshalb sich der erste Teil des Vortrags meiner Person widmet und dem Umstand dass man in dem Fall wenn man eine Behinderung nicht von Geburt an hat erst einmal zu dem Zustand kommen muss über etwas anderes wie sich und die Krankheit nachzudenken.
Zum Schluss wird ich auch noch auf die zu Anfang des Vortrags aufgestellte These: „Man muss nicht unbedingt laufen oder sprechen können“ mit dem Nachsatz „um am Leben teilzunehmen“, womit gesellschaftliches Leben gemeint ist, eingehen.
Bei Folie 8 beginne ich dann da Thema zu behandeln. Denn schon im ersten Jahr meiner Krankheit kam das Prinzip Inklusion schon einmal auf mich zu, nur Seitenverkehrt , besser als Separation auf mich zu, denn da war ein Vertreter eines Hilfsmittelherstellers bei mir in der Klinik, der hatte erfahren, dass ich mich vorher mit Computern beschäftigt hatte und regte an Eingabegeräte so umzubauen , dass auch ein Behinderter wie ich sie bedienen kann.
Inklusive Gesellschaft schließt aber solche Bereiche nicht aus folglich muss man ganz normale Computer so bauen dass auch ein Behinderter sie bedienen kann.
Ausnahmen gibt es natürlich.
Die Softwareentwickler sind da schon ganz schön weit, was auch sicherlich den Festlegungen des W3C Consortiums zu verdanken ist aber viele der Hardwareentwickler ignorieren hingegen hartnäckig dass ca. 15% der Bevölkerung Linkshänder sind.

„drei Jahre Mobile Akademie“

Klappern gehört zum Handwerk und das hätte man schon ganz schön weit gehört wenn’s laut gemacht hätte was am Sonnabend im Tagungsraum des Helios Vogtlandklinikums in Plauen Stattfand.

Die Abschlussveranstaltung bzw. der Zwischenstand nach drei Jahren “mobile Akademie”.

Nach eine kurzen Eröffnung durch die Claudia Semmlinger die auch durchs Programm moderierte und der Begrüßung durch Dr. Erich Rieger ging es nach Plan los mit dem Vortrag von Thomas Barthold “Mein Einsatz als Tutor und Referent in der Mobilen Akademie”.

Wie einzelne ihr Leben meistern zeigt das Beispiel Klaus Vogt: Homestory: “Aus dem Alltag eines kreativen Einhänders”: Illustriert mit Bildern aus seinem Umfeld. Etwa dem Einhändigen Trikefahrrad und mit Bildern aus dem Hauseigenen Rationalisierungsmittelbau.

Der ehemalige Pressefotograf sprach und zeigte Beispiele von digitaler Fotografie als Kommunikationshilfe “Lass Bilder sprechen “

Rundherum waren Stationen mit Projekten von Betroffenen aufgebaut, die “Blumenkübelei” von Ruth und Gerhard Schulze, Klöppelei und Handarbeiten trotz Halbseitenlähmung von Ruth Unger + Ilona Kusche, “Der rollende Bauchladen – Gruß- und Visitenkartengestaltung vom Rollstuhl aus” von Margit Liebeskind, “Memory und Co mit eigenen Fotos spielen – das Spielesystem für behinderte Menschen macht’s möglich” von Michael Gottselig, Reiselust trotz Handicap – eine Japanerin erzählt aus ihrem Land von Yoko.

Nach der Mittagspause und der vorherigen Bewegungsmittmachanregung Raus aus dem Lehnstuhl – Spaß und Bewegung für alle mit Thomas Diezel war dann ich dran: “Inklusion – aus der Sicht eines schwerst mehrfachbehinderten Menschen”, Steffen Marquardt.

Dann gab es noch einen Ausblick auf die Frage: “Wie geht es weiter mit der mobilen Akademie und die Gäste kamen zu Wort.” Und dass so erfolgreiche Projekte nicht einfach im Sand verlaufen versteht sich eigentlich von selbst.

Und dann gab es noch den Abschluss des Mikroprojekt (Versuchs) “Wir machen was draus”.

Wie war das bei mir mit der Inklusion? Es geht darum erstens gemeinsam was zu tun, zweitens Anderen das vielleicht beizubringen und nebenher ganz unbemerkt die Gesellschaft zu verändern.

Kurzabstecher ins Krankenhaus

Jetzt hab ich die Bestätigung von meiner Nervenschmerzen Theorie von letztens. Die Temperaturen gehen wirklich in den Keller und die Intensität geht nach oben.

Gestern hab ich mal einen Kurzabstecher ins Krankenhaus gemacht und muss den positiven Eindruck bestätigen.
Wie ich berichtete hab ich seit meinem vorletzten Krankenhausaufenthalt wieder einen Katheder, und wie es der Zufall will war das Ding zu. Wie nun Abhilfe schaffen und das zum Samstag und so was scheint bei mir immer am Wochenende zu passieren. Also zum Telefon gegriffen.
Die Jungs haben mich in das Krankenhaus transportiert und das Ding wurde schnell und unkompliziert gewechselt.

Was im Nachhinein die Sache etwas unangenehmer macht ist der oftmalige Harndruck ohne wirklich zu müssen.

Als ich meine Galle noch hatte…

hatte ich diesen Artikel geschrieben, der das Rauskramen verdient hat.

Nun bin ich doch im Krankenhaus gelandet. Früh 9:00 haben mich zwei Feuerwehrleute mit ihrem Krankenwagen geholt und gegen 15:00 war die letzte Aufnahme.
dazwischen drei Untersuchungen EKG, Ultraschall und dazwischen steht man irgendwo herum.
Damals in Kreischa hab ich gelernt mit diesem Zustand umzugehen, wenn man einfach nichts erwartet vergeht die Zeit am schnellsten.
Man nehme die Theorie der Paralleluniversen. Was könnte man in der verwarteten Zeit in einem Paralleluniversum machen?

Da bekommt die Relativität der Zeit eine ganz neue Bedeutung.

Wenn ich uns vier hier auf dem Zimmer angucke bin ich zwar die arme Sau im Rollstuhl, aber wenn man es genauer betrachtet geht es mir eigentlich am besten. Kein Magenkrebs greift nach mir und hinter mir steht auch kein Doktor mit ner Riesen Spritze um Ebendies in meinen Bauchraum zu rammen.
Also eigentlich Glück gehabt, doch was ist eigentlich Glück und wie kommt man da hin?

Und um Dietmar Wischmeyer und den alten Heisenberg auf einen Punkt zu bringen: “Das glück ist flüchtig, man kann nicht zugleich glücklich sein und wissen, dass man es ist. Erst in der Erinnerung werden die glücklichen Momente zu diesen, denn damals als man glücklich war wusste man es nicht und wo man es weis ist es vorbei.
Ganz eigentlich lohnt das Glück nicht den Aufwand, man muss dafür Doof oder Besoffen sein, oder sich durch sexuelle Auslösereize dem bereich des Grosshirnnichtbenutzers, oder auf sonst eine weise genähert haben, denn wenn’s da ist, rafft man´s nicht, was soll der ganze scheiß?