22.8.11 Hirntransplantation?

Hier kommt einer aus der Abteilung „kleine Kuriositäten aus
dem Schlaganfall Forum.“

Da kommt doch jemand mit der Idee ein Stammhirn zu verpflanzen.

Diese Idee ist natürlich der Verzweiflung entsprungen, hat aber schon zumindest
einen wunden Punkt.

Ein Organ wird man nur entnehmen können, nachdem der Tod eines Menschen
festgestellt worden ist.

Der Tod ist der Hirntod. Ein totes Organ zu transplantieren wird keinen Wert
haben, zudem wären innerhalb einer Minute nach einem eventuellen Herztod Milliarden
von Verbindungen zu knüpfen wozu wohl niemand in der Lage wäre.

Dazu kommt noch dass das Thema wahrscheinlich an ethische Grenzen kommen würde.

17.9.10 Bis zum Durchgangssyndrom

Es kam die Frage nach dem Fühlen in dem Moment wo man umfällt.
Es wird bei jedem anders sein. Ich bekam keine Luft, vorher hatte ich schon ein Rauschen in den Ohren und dann fühlte ich nichts mehr. Ich war noch einmal ganz kurz halb da, als ich das mit dem Blutdruck mitbekam, doch ich kann mich nicht erinnern, dass ich Schmerz verspürte.
Was sich dann in den nächsten Wochen in meinem Kopf abspielte sind wahrscheinlich Widerspiegelungen meiner Vorstellungen vermischt mit erlebtem.
Als ich erwachte sah ich ein paar große Kraftwerksmessinstrumente und ein paar Bretter pressten mir den Arm zusammen. Das waren Messinstrumente um mich herum aus meiner Perspektive und zur Nacht fertig gemacht ich hatte viele Jahre in Kraftwerken gearbeitet, die Bretter waren das Blutdruckmessgerät, dass damals alle paar Minuten anzog.
Es träumte mir oft von Überwintern, offenbar wurde da zur Nacht fertig gemacht.
Einige male lebte ich in Welten von Blechspielzeug, früher hatte ich viel davon gehabt, ein anderes Mal war ich mit meiner Tante Linda, bei der ich mangels eines Kindergartens aufgewachsen bin, im Räusaer Wald. Dort waren wir auch oft.
Viel hatten meine Träume mit Musik zu tun, mein halbes Leben drehte sich ja um Musik. Dabei kann ich mich aber nicht erinnern einen konkreten Ton gehört zu haben.
Es kann auch sein ein Teil dieser Erlebnisse sind Widerspiegelungen dessen was um mich herum vor ging. Das dauerte eigentlich so lange bis ich Realitäten erkannte und wieder selbstständig atmete. Das Durchgangssyndrom hatte ich damit überstanden. Das war ungefähr nach vier bis fünf Wochen.

27.7.10

Ich  hab mal wieder bisschen was ins “liebe Tagebuch” zu schreiben, abgesehen, dass ich wieder vom Ausgeborgtsein da bin.

Gestern hat sich die Krankenkasse gemeldet und auf den Antrag einer Reha-kur nach der Ablehnung und dem Widerspruch nun die Bewilligung geschickt. Irgendwie sieht es so aus als müssen die alles erst mal ablehnen.
Sie haben sogar freigestellt ob eine orthopädische oder eine neurologische Klinik gewünscht sind.
Eine orthopädische würde bestimmt wenig sinn machen, dafür ist es zu spät. Das hätte damals geschehen müssen nachdem mir die Hüftköpfe entfernt wurden. Doch da haben wir uns für eine neurologische Klinik entschieden weil wir es nicht besser wussten.
Jetzt wird es auch eine neurologische Klinik werden. Mal sehen was vorgeschlagen wird.

MARGYs Blog » Blog Archive » 40.6.09

MARGYs Blog » Blog Archive » 40.6.09.

es geht nicht mehr so schnell mit den fortschritten wie in den ersten tagen, aber stetig vorwärts.
jetzt beginnt auch der schmerz sich zu verändern. aus dem spitzen, stechendem nervenschmerz ist ein zur körperaussenseite hin abgedämpfter schmerz geworden. nur in den am meisten spastischen bereichen, dem rechten fuss und dem hüftbeuger, sowie in der rechten hand, ist es etwas stechender.
am wochenende ist mir von mehreren seiten, alles leute, die mich ca. ein halbes jahr nicht gesehen hatten, dass meine sprache akzentuierer geworden ist.
neuraltherapie, dass sind spritzenvon procain 1% in die skelettmuskulatur der wirbelsäule, inverbindung mit physio,- ergotherapie und logopatie.die spriten bewirken eine blockade des vegetativen nervensystems.
ich versuche immer noch herauszufinden was es bedeutet, dass die neuraltherapie nicht wissenschaftlich nachgewesen ist, wo sie doch funktioniert.

wir hatten jetzt im netz eine diskussion zum thema sport. mir fällt dazu eine tatsache ein, deren bestandteile sich zwar auf mich beziehen und damit einzigartig sind, aber dieser, oder jener wird sich in einzelnen teilen wiedererkennen.
vor vier jahren beschloss ich, ich mache jetzt rumpfbeuge und in einem jahr kann ich mich dann ohne die arme zu benutzen aufsetzen.
ich kann es jetzt noch nicht, aber fast.
denn ich wusste damals einige dinge noch nicht.

  • therapieerfolge lassen sich nur erzielen, wenn man sie komplex trainiert. die bauchmuskulatur allein bringt es nicht. es gibt immer muskeln die ziehen und muskeln die gegenhalten.
  • viel bringt nicht gleich viel. therapieerfolge können nur kontinuierlich in kleinen schritten erzielt werden.
  • wenn die muskulatur, wie in meinem fall, ein jahr fast degeneriert ist brauch es viel zeit um sie wieder aufzubauen und die entstandenen verkürzungen zu überwinden.
  • die entstehenden biochemischen prozesse setzen scherzen in meinemfalle frei, nerven schmerzen die propotional mit dem kraftzuwachs steigen und nur in kleinen schritten ertragbar sind und wiederum nur komplex verarbeitet werden können, auch die psychologische komponente ist wichtig.
  • dem kraftzuwachs stehen nebenwirkungen von medikamenten im wege.

das ist bestimmt noch nicht alles was ich lernen muss.