Wesensveränderungen nach Schädigung des Gehirns, nach einem Schlaganfall, einer Hirnblutung, oder Ähnlichem kann auf der einen Seite medizinische Gründe wie Reizbarkeit und emotionelle Instabilität verursachen, doch allein schon die Tatsache, dass da etwas passiert ist was den Lebensweg verändert lässt einige umdenken.
Eine weitere Möglichkeit sind Gründe des “nicht Könnens”. Ich hatte zum Beispiel ein Jahr lang keine Möglichkeit zu rauchen, nicht einmal der Gedanke daran kam mir, ich hatte andere Probleme. Im laufe diese Zeit habe ich das Verhältnis zum rauchen überdacht, auch weil mir mit der zeit aufging, dass es einer der Gründe für meinen Bluthochdruck, für Aderverkalkung ist.
Ich habe über die Jahre Beschäftigung mit dem Schlaganfallforum mitbekommen, dass es oft eine Frage der philosophischen Einstellung zum eigenen Leben ist wie man so eine Sache verarbeitet.
Für mich liegen die Gründe in einem selber. Weder ist es eine göttliche Prüfung noch gibt es so etwas wie Schicksal und Vorbestimmung. Man selber bestimmt Ort, Zeit und das eigene Verhältnis zu Anderen und Anderem.
Also muss man nicht bockig werden, seinen Unwillen auf andere abladen, sondern nur anhalten, überdenken wo man steht und wie die Verhältnisse zu allem sind und dann in eine andere Richtung gehen.
Mir selber konnte das ziemlich einfach fallen, denn ich mute fast alles neu lernen, zu atmen, zu essen, wie man sich bewegt, u.s.w.
wenn man weniger schwer geschädigt ist wird einem das schwerer fallen, am Ende ist es aber das Gleiche.
Ich will niemandem sagen: “so musst du etwas machen nur Möglichkeiten aufzeigen und Denkanstösse geben.”