Neurologischen Rehabilitationszentrum Leipzig – Bennewitz

So sind wir also bei bestem Wetter unterwegs. Heut mal mit neuer Fahrerin, die Franziska ist dran. Es ist ja nicht wie bei armen Leuten mit den Fahrern bei uns, nur ich darf nicht.


so klingt ein langjähriger Aphasiker. Üben lohnt sich

Jetzt sind wir auf dem Heimweg. Vollgefuttert mit dem Zeugs, dass wir vorher zusammengebastelt haben. Wir waren dort im Neurologischen Rehabilitationszentrum Leipzig. Dort habe ich gesehen und erlebt wie das Tutorensystem mit einer Klinik funktioniert, die es als Nachsorgeeinrichtung begreift.
Ich denke dass vielen weitergeholfen wäre wenn viel mehr Ärzte, Krankenhäuser und Kliniken unsere Arbeit in Selbsthilfegruppen und Vereinen als Nachsorge am Patienten sehen würde. Denn in dem Bereich Nachsorge nach erworbenen Hirnschädigung wird in den nächsten Jahren uns immer mehr Gewicht und Arbeit zukommen. Das habe ich schon von einigen Seiten gehört doch wenige scheinen den Worten wirklich wert beizumessen.
Der Spaß kommt bei der Sache nicht zu kurz. Das sieht man auch an den Bildern.
Im NRZ Flyer des Tutorensystems liest sich das so: „Zunächst vermittelten wir den stationär betreuten Aphasikern des NRZ einen Aphasiker, der schon länger mit der Behinderung lebt und seine Erfahrungen weitergeben möchte. Er steht als fester Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite und stellt die Kontakte zwischen den Betroffenen her.“
Ich denk das ist ein guter Ansatz und wenn man bedenkt dass das seit 2006 funktioniert ist ne Frage warum das andere in irgendeiner Art nicht übernommen haben. (zumindest ist mir das nicht bekannt)
In diesem Zusammenhang sollte man eben auch die “mobile Akademie erwähnen“.
Was passiert denn wenn die Nachsorge nicht funktioniert, wenn z.B Angehörige eine Frage haben und kein Fachmann ansprechbar ist und niemand das Anliegen zumindest in die richtigen Kanäle leiten kann, wobei wir eine Hilfe sein können?
Die Leute benutzen die „Googelmaschiene“, bleiben in irgendwelchen Foren hängen und mangels Differenzierungsmöglichkeiten besteht die Gefahr dass sie Falsches als richtig nehmen.
Richtiger Rückschluss ist, dass Selbsthilfegruppen durch Vorträge von Experten in Grenzen auskunft.- und damit auch arbeitsfähig gemacht werden.
Ich denke die Initiative sollte da nicht immer von den  Selbsthilfeorganisationen ausgehen.
Nur wenn das Thema Nachsorge so ernst genommen wird wie es ist kann das Ganze funktionieren.

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Zweckoptimismus

Jetzt muss ich mir aber was von der Seele schreiben.
Immerhin ist es schlecht möglich sich auf der einen Seite hinzustellen und versuchen der Gesellschaft beizubringen was Inklusion auch in Bezug von Hirngeschädigten Behinderten wie ich es bin heißt und auf der anderen Seite nichts gegen solche Formulierungen wie “aus dem Leben gerissen” zu sagen.
Noch dazu wo das von Angehörigen ausgeht und nicht von einem Betroffenen selber.
Worte sagen immer das aus was sie laut Nachschlagewerken bedeuten und weniger wie sie gemeint sind. Und wenn ich aus dem Leben gerissen höre bedeutet das Tot. Doch in diesem Zusammenhang stimmt das ganz und gar nicht.
Es mag zwar manchmal scheinen dass jetzt alles zu Ende ist doch so ist es nicht. Auch wenn in dem Augenblick eines Schlaganfalls zum Beispiel vieles endet fängt auch vieles neu an.
Neuanfänge sind auch nicht in nur in diesem Augenblick möglich sondern zu jeder Zeit. Vielen scheint das erst Mal unmöglich, doch dass es möglich ist zwar nicht unbedingt die gleichen Vorhaben zu realisieren aber andere, auch lohnende. Wenn man nun nicht mehr in der Lage ist einen Haushalt zu führen muss eine Lösung dieses Problems gefunden werden. Meist ist dann der Partner gefragt und die Mitwirkung beschränkt sich erst mal aus Organisation doch es geht weiter, für alle Seiten und irgendwann wird ein Zustand zur Normalität.
Es gibt Leute die sagen dazu “Zweckoptimismus”, diesen Begriff finde ich nicht mal so schlecht und negativ besetzt, denn Optimismus muss einen Zweck haben, Pessimismus hat ja auch einen.
Manchmal den, dass man immer angenehm überrascht ist.

15.9.11 Homöopathie

Homöopathie 1

 

Gestern fand im Best-Western-Hotel in der Straßberger Straße ein überaus interessanter Vortrag über Homöopathie statt.
Gut besucht und von der Selbsthilfegruppe „junge Behinderte“ organisiert.
Dazu kam eine Frau Unger, Heilpraktikerin und Anwenderin klassischer Homöopathie aus dem Erzgebirgischen Lugau nach Plauen.
Mir persönlich eröffnete es eine neue Sicht auf dieses Thema.
Sie sprach in ihrem Vortrag über das Wesen und die Anwendung der Homöopathie welche im Prinzip der Entdecker, der Arzt Samuel Hagemann so beschrieb: „Jedes wirksame Arzneimittel erregt im menschlichen Körper eine Art von eigner Krankheit, eine desto eigenthümlichere, ausgezeichnetere und heftigere Krankheit, je wirksamer die Arznei ist. Man ahme der Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andre hinzukommende heilt und wende in der zu heilenden (vorzüglich chronischen) Krankheit dasjenige Arzneimittel an, welches eine andre, möglichst ähnliche, künstliche Krankheit zu erregen im Stande ist und jene wird geheilet werden; Similia similibus.“

Samuel Hahnemann, 1796

Sie beschrieb die Arbeit mit der klassischen Homöopathie .
Mit Beobachtung und Befragung, wird versucht, das gesamte Symptombild und die Art der „Verstimmung der Lebenskraft“ zu erfassen. Im Unterschied zur Anamnese in der naturwissenschaftlichen Medizin wird in der homöopathischen Anamnese der Patient auch über eine Vielzahl von Sachverhalten befragt, die aus naturwissenschaftlicher Sicht unerheblich sind. Ziel ist es, dasjenige Mittel herauszufinden, bei welchem die beim gesunden Menschen beobachteten Symptome möglichst mit denen übereinstimmen, die bei der Anamnese des Kranken erfasst wurden.
Dann kommt die Herstellung des Mittels dass der Beobachtung entspricht mit der Potenzierung, wobei Verdünnungen von bis zu 1:1000000 erreicht werden.
Eigentlich ist das auch ein weites Anwendungsfeld bei mir um von den vielen Medikamenten runterzukommen.

Nachzulesen ist vieles über dieses Thema auf dieser Internetseite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Homöopathie

Homöopathie 1

Homöopathie 2

Homöopathie 3

29.7.11 Der deutsche Schlager und andere Katastrophen.

Wie
bekannt ist bin ich zur Zeit in Verhinderungspflege in einer Wohngemeinschaft
eines Pflegedienstes. Aber das nur nebenbei.

Hier habe ich heute Früh die Gelegenheit gehabt, zwangsweise zum Frühstück eine
Flippers-CD anhören zu dürfen.

Ich hab mich die ganze Zeit gefragt: „Warum ist die gemacht worden?“ Nach
langem Überlegen hab ich keine Antwort gefunden.

Wahrscheinlich ist die Antwort auf einer der anderen drei CD der vier CD-Box verborgen.

Wer schreibt solche Texte, die mit dem Hammer zurechtgeklopft scheinen, auf
dass sie sich reimen.

Zu allem Überfluss sind noch ein paar englische Texte irgendwie eingedeutscht,
dass auch der letzte Depp mitbekommt was für Käse aus dem Herz-Schmerz-Regal
geholt worden ist.

Und ich hab zum Abschluss noch ein Zitat:

„Alles, was zu dumm ist, um gesprochen zu werden, wird
gesungen.“

Voltaire

8.7.11 Akzeptieren

Als ich letztens den Vortrag im Helios- Klinikum hielt wurde eine These von mir nachgefragt. Warum soll es so sein, dass jemand mit einer schweren Hirnschädigung es leichter hat darüber hinweg zu kommen als jemand mit einer leichten Hirnschädigung?
Wenn jemand mit einer schweren Hirnschädigung aus dem Koma erwacht, muss er sich erst einmal orientieren. Da kommt er unweigerlich zu der Frage: Wie will ich weitermachen?
Entscheidet er sich aufzugeben und liegenzubleiben geht es abwärts, entscheidet er sich aber aufzustehen und irgendwie weitezumachen sieht es anders aus.
Im Unterbewusstsein hat er das was passiert ist Akzeptiert und ist im Wesentlichen darüber hinweg.
Das genaue Hinterfragen Warum und die bewusste Verarbeitung der Geschehnisse kommt später.
Bei jemand mit einer leichten Hirnschädigung scheint mir fraglich wie er das Geschehene wertet.
Jemand mit einem sonnigen Gemüt macht sich darüber gar keine Gedanken und geht einfach zur Tagesordnung über, der hat es selbstverständlich am leichtesten, es gibt aber auch Jene, die dann jedes Problem damit in Zusammenhang bringen, bei jeder frage die Antwort haben: ich kann doch deshalb nicht, ohne sich Gedanken zur Überwindung dieses Zustandes machen und vielleicht sogar ganz froh darüber sind für alles einen Vorwand zu haben.
Auch scheint es jene zu geben (ich habe einige jeden Schlages im Internet kennengelernt) die eine gedankliche Blockade haben, warum auch immer, und sich im Unterbewussten dagegen sperren die Tatsache zu akzeptieren obwohl einiges überwindlich ist.
Es gibt auch jene, die trotz Alledem weiter machen wollen wie vorher und aus diesen Grunde Einschränkungen nicht akzeptieren können, dass ihr beruflicher Werdegang so nicht mehr möglich ist zum Beispiel, wenn die nicht unter die letzte Kategorie fallen.
Ich jedenfalls hatte es relativ leicht aufzustehen und weiterzumachen. Die genaue Analyse das Warum und Weshalb kommt später.

6.8.10 Es war einmal …

Ich schau zum Fenster raus und frag mich, geht der Sommer im August schon  den Bach hinunter? Außerdem hab ich vorhin wieder die Schulklingel gehört, was wiederum die Frage aufwirft: Ist der Sommer an diese Schulklingel gebunden?
Draußen regnet es, eine Stimmung als ob es Herbst werden will.
Ich kann mich an eine Zeit erinnern, da hatten Schulklingeln bis in den September hinein Urlaub und mindestens genau so lang war Sommer. Mit Badewetter und allem was dazu gehört. Das war aber zu einer Zeit als es noch einen richtigen Winter gab.
Oder sind das nur falsche Kausalverbindungen?

Das war auch zu einer Zeit als ich 1m20 hoch war und eine Schneewehe halb so hoch, jetzt ist es noch ein Drittel.

Es gab auch mal eine Zeit als wir einen Kaiser hatten und davor eine Zeit als das Wünschen noch was half.
Was soll’s dem noch nachzutrauern, alles fliest.

Da war wieder diese Schulklingel und draußen regnet es  und die Katze schimpft mit mir, Maunz, als wäre ich dran schuld.
Falsche Kausalverbindungen eben.

3.8.10 Da lauert der Zwiespalt.

Auf der einen Seite les ich so einen Blogbeitrag: http://www.gruenler.com/?p=166

und muss ihm absolut recht geben, zum anderen kommt man in einer Situation wie meiner nicht weiter ohne es positiv zu sehen. Das wird sich so ein schwarz – gelber Gesundheitsminister auch gedacht haben als er vor die  Mikrofone trat und lächelnd verkündete: “Es ist uns gelungen eine Gesundheitsreform anzuschieben, die jedem etwas bringt.”

http://www.tagesschau.de/inland/gesundheitsreform206.html

Mal sehen ob ich das auch noch positiv sehen kann wenn der 1.1.2011 ran ist.
Auf jeden Fall ist eine positive Lebenseinstellung wichtig für einen Behinderten. Denn was ist eigentlich jeden Tag, bleib liegen und nicht nur der Körper degeneriert, Liegenbleiben bedeutet aufgeben. also aufstehen.

Ich frage mich sowieso: Ob Horst Seehofer, Andrea Fischer, Ulla Schmidt – oder jetzt Philipp Rösler: Sie alle waren als Gesundheitsminister angetreten, um das System zu reformieren und die Kosten in Grenzen zu halten. Geschafft haben sie es nicht. Rösler musste zuletzt eine Beitragserhöhung bekannt geben, ursprünglich wollte er das Gegenteil erreichen. Müssen wir erst das System abschaffen und neu aufbauen (doch ein Neustart geht nicht), oder funktioniert das System mit Parteien nicht mehr? Bleibt die Solidarität auf der Strecke? Wieso geht mir Engels zyklische Krise des Kapitalismus nicht aus dem kopf? und in wieweit trifft Prof. Elmar Altvaters radikale Kapitalismuskritik “das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen” zu?

Ich glaube nicht nur mir wachsen die Fragezeichen aus dem Kopf.

Wie ich gestern auf Facebook ankündigte war gestern ein entspannter, sinnfreier sat-1 Fernsehabend im Bett angesagt.
und genau so kam es dann auch, pünktlich 21:12 zum Tod der ersten Staffel von “der letzte Bulle” sind die Handlungsstränge auseinander gegangen, der kriminalistische Teil, nicht sehr anspruchsvoll war für den kleinen Horst Schimanski in uns allen aufgeklärt und der für das soapverwöhnte Muttertier relevante blieb offen, damit Mama was zu Hoffen und zu Quatschen hat.
Dann noch eine Portion Dany Lavinsky, die nach dem gleichen Vorbild gestrickt war und morgen will’s wieder keiner angeguckt haben doch alle diskutieren die Handlung.
Ach wieso Tod der Staffel? Wenn die letzte Einstellung abgedreht ist spricht der Regisseur:“gestorben“

1.8.10

Zum Thema : Rentengarantie:
Mal abgesehen, dass es mich persönlich betrifft, stört mich an der ganzen Diskusion, dass es wieder die betrifft die sowieso schon wenig haben.
Wirtschaftsminister Brüderle hat ja in der Hinsicht gut lachen. Er ist ja bestimmt nicht darauf angewiesen.
Auf der anderen Seite hat man ein Thema wo man als Politiker streiten kann aber nichts tut.
Nebenher wird die “Gesundheitsreform” durchgemogelt.

Wir haben wieder mal einen Monat geschaft und da ist es wieder mal so weit, dass der unvergleichliche Herr Oberstimmquäler sein Schatzkästchen der mittelhochquergestreiften Mundart aufmacht, einen Moment andächtig innehält und mit belegter Stimme ins Mikrofon blökt:

Frau von Hagen, darf ich’s wagen sie zu fragen wie viel Kragen sie getragen als sie lagen krank am Magen,
in der Stadt Kopenhagen?

Übrigens jähren sich zum heutigen Tade drei denkwürdige Daten,

Der US-Senat verabschiedete 1917 ein Gesetz, das Herstellung, Vertrieb und Transport aller rauschverursachenden Getränke untersagte. Das will die bayrische Landesregierung jetzt mit den Rauchern nachmachen.

Am 1. August 1981 ging MTV auf sendung. Damals sah ich das positiv.

Und 1976 haben sie am 1.8.Nicki Lauda die Ohren wieder angeflickt.

25.7.10 vegetatives Nervensystem

Zusammen mit dem somatischen Nervensystem bildet das vegetative Nervensystem eine funktionelle Einheit. Es vermittelt die Vorgänge, die vom Menschen nicht direkt beeinflusst, allenfalls indirekt beeinflusst werden können.
Solche sind Herzschlag, Atmung, Stoffwechsel, Blutdruck und die Verdauung. Sie werden auch als Vitalfunktionen bezeichnet.

Die vegetativen Funktionen können normalerweise nicht durch das Bewusstsein direkt kontrolliert werden.

Aber Funktionen wie Pulsrate, Blutdruck oder Muskeltonus können allerdings indirekt beeinflusst werden.
Die Steigerung, oder Verringerung körperlicher Aktivität führt über die automatischen Regulationswege z.B. zu vermehrter, oder verringerter Muskelspannung, oder auch zu Zittern.

Mittel dazu sind autogenes Training, Yoga, oder Biofeedback.

Der Hypothalamus spielt bei der Regulation von vegetativen Funktionen eine wichtige Rolle. Diese jetzt aufzuzeigen würde aber diesen Rahmen sprengen. Ich verweise auf den Link.
In der Lage wird der Hypothalamus vom dritten Hirnventrikel begrenzt. Was sind Hirnventrikel?
Hirnventrikel
sind mit Hirnwasser gefüllte Hohlräume im Gehirn.