Die Handwerksgruppe des VITAL e.V. hat eines ihrer Arbeiten gespendet

Unsere Handwerksgruppe, die sich alle zwei Wochen in der Werkstatt des Jugendzentrums „Oase“ trifft, hat eine tolle Idee umgesetzt. Sie bauten bereits einige Wochen an einem Insektenhotel. Dieses Hotel sollte einen besonders schönen Platz bekommen. Da lag es nahe, das Exemplar dem Stadtgarten zur Verfügung zu stellen. Auf diesem schönen Stückchen Erden engagieren sich auch viele geflüchtete Menschen aus Syrien, Pakistan usw. Sie werden unterstützt durch den Verein ISI – Integration statt Isolation e.V.

Gestern war es dann soweit: Frank Marquardt, Claus Schmidt und Winfried Theimer besuchten stellvertretend für die gesamte Handwerksgruppe mit uns das dortige Zuckerfest. Die Mitarbeiterinnen des Dachverband Stadtmarketing Plauen e.V. hatten es vermittelt.
Da der Ramadan zu Ende war, gab es viele leckere Sachen und alle ließen sich die Köstlichkeiten schmecken. Bei der Gelegenheit lernten wir auch Aladin aus Syrien und einige seiner Freunde kennen. Aladin spricht viel und besonders gut Deutsch.  Da war das Eis schnell gebrochen. Auf die Frage wie lang er schon in Deutschland ist, antwortete er „8 Monate“. Da war das Staunen groß und er erhielt viel Anerkennung dafür. Außerdem konnten wir erfahren dass er sich als Betreuer und Dolmetscher für andere Flüchtlinge engagiert.

Wir haben den Nachmittag sehr genossen und freuen uns dass wir zur Verschönerung des Stadtgartens etwas beitragen konnten.

Blick_13.07.20016

Unterwegs bei der Plauener Nacht der Museen

Schön war´s, gesehen haben wir lang nicht alles.
Das war zwar die Nacht der Museen, ich denke am frühen Abend zog es allerdings bei diesen Temperaturen bestimmt fast niemanden in geschlossene Räume.
Dafür gab es im Freien genug Musik und Tanz und auch vieles mehr.
Auch einige Plauener Mitglieder des Verein VITAL e.V. waren an diesem Abend unterwegs. Zusammen begannen wir den Abend im Garten der Weberhäuser. Dort spielten Peter und der Ralf. Nach einer Stunde ging es auf einer anderen Bühne weiter. In den Weberhäusern und im Weisbachschen Haus liefen Ausstellungen, die allerdings nicht barrierefrei waren. Auch dem „Unikat Verein“ empfehlen ich die Anschaffung einer mobilen Rampe um über den Mühlgraben zu kommen. Auch einige Andere weise ich auf das Investitionsprogramm „Lieblingsplätze für alle“ der sächsischen Staatsregierung, falls es 2017 wieder aufgelegt wird, hin.
In Plauen war an dem Abend ziemlich viel los, was wir dann in Kleinen Gruppen erkundeten. Aus allen Ecken schallte Musik und in Galerien, Museen und Ateliers waren Ausstellungen. Alles konnte man gar nicht in Ruhe ansehen. Also beschränkte ich, der ich mit Rollstuhl unterwegs war und mein Assistent Heinrich uns auf die Sachen im Freien quer durch die Stadt.
Im Komturhof war das Mittelalter ausgebrochen. Im Komturgebäude selbst war bestimmt auch eine Ausstellung, doch im 13, Jahrhundert dachte man nicht besonders an Barrierefreiheit Das ist wieder Denkmalschutz vs. Barrierefreiheit.
Das Malzhaus ließen wir links liegen obwohl das barrierefrei ist. Also über den Markt.
Dort hatte man einen französischen Gourmetmarkt mit vielerlei Angeboten aufgebaut. Viele Stühle und Tische und viele Menschen. Die standen auch in mehreren Reihen vor der Galerie am Altmarkt wo Musik her schallte. Ich musste meinen Assistenten schon bitten ein Bild über die Köpfe zu machen.
Wesentlich relaxter ging es da vorm „Irish Corner“ zu. Dort gab es Irische.- und Countryklänge zu hören.
Dabei beobachtete ich einen bekannten Bassisten wie er nach dem Umbau sein Instrument zusammen packte und zum nächsten Auftrittsort eilte.
Also ihm hinterher und da bekamen wir die letzten Takte Jazz mit bevor es mit leichter Unterhaltung am Straßenbahnknotenpunkt weiterging.
Zwischen dem Theater und der Musikschule war auch eine Bühne und Tische und Stühle aufgebaut, auf der Bühne gab es auch Musik.
Danach hinauf ins Quartier 30 Dort spielte Loreen Zacher zur Vernissage der Ausstellung der Bilder vom Kinderschutzbund, die dort hängen wo vor kurzem die Bilder unserer Leute hingen. Danach nach Einbruch der Dunkelheit kam Chariash der Gaukler.
Oberhalb gab es Tango zu hören und Tänzer zu bewundern.
Es war noch viel mehr los.
Ich will jetzt nicht aufzählen was alles barrierefrei ist und was nicht, nur ein Beispiel zeigt was passiert.
Ich hab aufgrund meiner Erinnerung in den Weberhäusern angerufen und um eine kleine Rampe für die Stufe am Steg über den Mühlgraben gebeten. Und die Dame war ganz erstaunt und sagte: „Da ist keine Stufe!“. Am Ende war da doch eine.
Diese Aussage war keinesfalls böser Wille. Der Laufende nimmt die Stufe nicht wahr weil es für ihn keine Barriere darstellt. Mit vereinter Kraft und einer Behelfsrampe wurde die Stufe dann überwunden.
Darum ist Kampf gegen Barrieren auch Teilhabe zu leben, also auch Kulturelle Angebote nutzen.
Je mehr die Angebote auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden, je eher begreift auch ein Privatunternehmer wie wichtig Barrierefreiheit für das Bestehen am Markt, auch für die Zukunft ist. (Man könnte zwar auch das mit Gesetzen regeln, doch ohne Einsicht in die Notwendigkeit …)
Denn Barrierefreiheit ist Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit für alle Menschen.

Steffen Marquardt

Ein Teil meines Notizbuchinhalts über Barrierefreiheit

Da ich kaum noch dazu komme hier etwas zu schreiben, denn alle Zeit geht für die Internetseiten der Freunde und des Verein VITAL e.V. drauf, hab ich mal einen Teil meines Notizbuches über Barrierefreiheit hier reingesetzt.
Zusätzliche Gedanken kann sich jeder machen.

Bei Barrierefreiheit handelt es sich um Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit für alle Menschen.

Viele Menschen assoziieren unter dem Wort Barrierefreiheit nur Treppen und andere bauliche Maßnahmen. Doch es ist viel mehr.

Es ist eine Gestaltung der baulichen Umwelt, sowie von Kommunikation, Systeme der Information, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände usw, dass sie von Menschen mit Beeinträchtigung ohne weitere Einschränkung oder fremde Hilfe genutzt und wahrgenommen werden können.

Eine wichtige Gesetzesgrundlage ist das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen

Es bezieht sich auf: (Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und

grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.

Und die Behindertenrechtskonvention (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen), die seit 2009 Gesetz in Deutschland ist.

Kommunikative Barrieren treten für Menschen mit Lernschwierigkeiten überall im alltäglichen Leben auf.

Das gilt besonders im Umgang mit der Behördensprache, aber auch für so scheinbar alltägliche Dinge wie Nachrichten, Fahrpläne, Speisekarten, Arztgespräche oder andere Informationen.

Leichte Sprache ist eine Lösung.

In Deutschland können etwa 7,5 Millionen Erwachsene keine einfachen Texte lesen oder schreiben. Damit zählten mehr als 14 Prozent der Erwerbsfähigen zu den sogenannten funktionalen Analphabeten, heißt es in einer Studie der Universität Hamburg. Diese können nur einzelne Sätze, nicht aber zusammenhängende Texte lesen und schreiben.

Aus <http://www.zeit.de/gesellschaft/2011-02/bildung-analphabetismus-studie>

Unsere Tagespresse ist ein Beispiel für zahlreiche Barrieren in der Schrift.

Prinzipien für Barrierefreiheit in Drucksachen:

Linksbündigkeit

Serifenlosigkeit

Großer Zeilenabstand

Buchstabengröße min. 12 pix.

Auf der anderen Seite sind Tageszeitungen Beispiele für gut durchstrukturierte Texte.

Der Text ist dann gut strukturiert, wenn er folgende Elemente beinhaltet:

· Überschrift

· Teaser

· Zwischenüberschriften

· Absätze

· Fettungen

· Listen

Aus <http://www.lingulab.de/content/deu/Videos/So-geben-Sie-Ihren-Texten-Struktur.htm>

Mir selbst ging es schon ein paar Mal so, dass ich Speisekarten optisch nicht lesen konnte, weil es zu verschnörkelte Schriften oder schwarz auf grau oder andere Farbkombinationen mit niedrigen Kontrasten bekommen hab.

Ich hab eine Fotoausstellung nicht gesehen bei der die Bilder in ca 1,60m höhe hingen, was nicht das schlimme war, doch vor den Bildern waren Scheiben in denen sich aus meiner Perspektive die Deckenlichter spiegelten.

Barrierefreies Internet: Damit sind nicht nur Internetseiten gemeint, zu denen komme ich noch, wie ärgerlich ist es wenn man aus einem eingescanntem PDF etwas kopieren will. Es geht nämlich nicht weil es nur eine Bilddatei ist. Aber auch das Lesegerät eines blinden Menschen kann es nicht lesen.

Ein PDF-Dokument ist dann barrierefrei, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. dazu “ Creating Accessible PDF

· Das Dokument besteht aus durchsuchbarem Text und nicht aus eingescannten Bildern.

· Formularfelder sind, sofern vorhanden, zugänglich.

· Die Struktur des Dokuments wird mit Tags abgebildet (Tagged PDF).

· Die Lesereihenfolge ist klar und eindeutig.

· Für alle grafischen Elemente, Hyperlinks und Formularfelder stehen beschreibende Texte (Alternativtexte) zur Verfügung.

· Es stehen Navigationshilfen (Lesezeichen, Links, Inhaltsverzeichnis, Überschriften) zur Verfügung.

· Die Hauptsprache des Dokuments ist angegeben.

· Die im Dokument verwendeten Schriftarten stellen genügen Informationen bereit, um die Inhalte als Text wiederzugeben.

· Die Sicherheitseinstellungen behindern nicht den Einsatz von Screenreadern.

Aus <http://www.wob11.de/wannsindpdf-dokumentebarrierefrei.html>

Für uns genügt es aber erst mal, wenn ein Dokument mittels Word (ab 2000) mittels Formatvorlagen und Spaltenlayout erstellt ist und in *.pdf ausgegeben wird und alternative Beschreibungen hinter Bildern und Grafiken und Links sind.

Barrierefreie Internetseiten:

· Skalierbarkeit der Schrift (und im Browser)

· Hohe Kontraste

· Tastaturbedienbarkeit

· Für Gehörlose Menschen ist Schriftsprache eine Fremdsprache, also möglichst Symbolsprache

· Übersetzung in leichte Sprache

Barrierefreiheit schließt sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen als auch Benutzer mit technischen (Textbrowser oder PDA) oder altersbedingten Einschränkungen (Sehschwächen) sowie Webcrawler ein, mit denen Suchmaschinen den Inhalt einer Seite erfassen.

Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Barrierefreies_Internet>

Plauener Spitzenkunst barrierefrei

Heut hab ich eine Installation von Bildern gesehen, die in ihrer Art wohl einmalig sind und nur aus Plauen kommen können. Und zwar in der Plauener Stadtgalerie. Dem Einkaufstempel mittenn in der Stadt, die auch für manche Ausstellungen bekannt ist.
Die hängt zwar schon ein paar Tage, zwischendrin war das Spitzenfest und heute bin ich mal bis hier in der Stadtgalerie oberste Etage gekommen.

Abgesehen von dem aus was und sie sind, von wem und woher diese Kunstwerke kamen ist auch woran sie befestigt waren.
Ein System unter das man mit dem Rollstuhl auch drunter fahren kann.
Dann kann man auch filigranere Strukturen erkennen und vor allem die kleinen Schilder lesen auf denen Informationen zum Werk stehen.
So wie das aussieht ist das nicht gerade billig. Doch vielleicht gibt es auch noch eine andere Lösung.
Für meine Meinung gibt’s da drei Daumen hoch: Lösung barrierefrei, gesamter Ort barrierefrei und außerdem sehen die Bilder noch gut aus.
Ich glaub sowas wöllt ich auch mal versuchen.

04.06.2016 Mitteldeutsche Regionalbahn stellt sich vor

Heute sind wir dem Ziel: „Öffentlicher Personennahverkehr für alle“ etwas näher gekommen.
Es ist auf dem Oberen Bahnhof ein Zug der Mitteldeutsche Regionalbahn vorgestellt worden der nicht nur gut aussieht, sondern es auch ist.
Es hat sich das Unternehmen Mitteldeutsche Regionalbahn vorgestellt
Dabei waren, neben Geschäftsführern und Gesellschaftern der Mitteldeutschen Regionalbahn auch der Landtagsabgeordnete Stephan Hösl, der Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Kreises Dagmar Nauruhn, auch Mitglieder des Verein VITAL e.V. aus Plauen und Reichenbach.

Der Zug ist auf das modernste ausgestattet. Eine Toilette, die man auch als Rollstuhlfahrer benutzen kann, viel Platz, so dass auch zwei E-Rollis und ein Kinderwagen in einem Eingangsbereich nebeneinander hinpassen und überall gibt es Steckdosen an denen man auch mal einen Laptop anschließen kann. Den Zugbegleiter gibt es wieder, der Auskunftei, helfende Hand und vieles Mehr sein kann und ein begrenztes Cathering gibt es.

Diese Züge verkehren auf der Strecke von Dresden bis Hof. Das Streckennetz reicht von Leipzig über Dobeln und mit den Partnern bis Magdeburg, Berlin und in den Harz.

Nachdenklich wird mein Gedankengang dann, wenn ich daran denke dass ein barrierefreies Nahverkehrskonzept nur so gut ist, wie es dicht genug ist und nutzbar für alle.  Und es ist überaus schwierig das zu Gewährleisten.
Wir sind im Vogtland eine ländliche Region. Das heißt, viele kleine Orte, die durch ein Nahverkehrsnetz verbunden werden wollen.
Es ist nicht nur dazu da, die Menschen irgendwohin zu bringen, sondern auch her.

[Und schon macht es Sinn, dass zB. ein Gert Müller überregional Werbung für ein fast barrierefreies Schaubergwerk mitten in Plauen [Wer hat das schon?] macht, denn es erhöht den Nahverkehrswert der Region.]

Der Einbau einer barrierefreien Toilette wird sich bei einer Gaststätte nicht sofort in klingende Münze umwandeln, aber sich langfristig bezahlt machen, im Hinblick auf die demografische Entwicklung der kommenden Jahre.

Wir haben seit fast 5 Jahren Erfahrungen  mit barrierearmen Wanderwegen und selten kommt es vor, dass wo ein barrierearmer Wanderweg ist, auch barrierefrei nutzbare Gastronomie ist. (Und barrierefreier Zugang  ohne barrierefreie Toilette, dann ist das ganze Objekt nicht barrierefrei Nutzbar.)

Beim 2. Zwickauer Schlaganfall-Forum bei der Fa. Alippi

Wir hatten gestern einen Informationsstand beim 2. Zwickauer Schlaganfall-Forum bei der Fa. Alippi gehabt und sehr interessante Vorträge gehört.

Für mich als Betroffenen waren die Vorträge mehr als interessant. In vielen  Stellen sah ich mich selbst wieder.
Im ersten Vortrag (Aktuelle Entwicklungen in der Schlaganfallbehandlung Dr. med. Stefan Merkelbach (Chefarzt der Klinik für Neurologie und Stroke Unit, Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau) ging es auch um Ausmaße von Schlaganfällen und Einblutungen im Stammhirn.
Und da ich eine Stammhirnblutung hatte danke ich jetzt noch den Sanitären, dem Notarzt und dem Intensivstationsteam, dass ich so schnell Hilfe bekam und die Akutversorgung vorgenommen wurde. Obwohl das Helios Vogtlandklinikum damals noch keine Stroke Unit hatte und es Sonntagvormittag war.

Im zweiten Vortrag (Post-Stroke-Depression — Wie erkennen, wie behandeln?
Dr. med. Udo Polzer (Chefarzt der Klinik für Neurologie, Gerontopsychiatrie, Schmerztherapie und Schlafmedizin, Ärztlicher Direktor, Asklepios Fachklinikum Stadtroda) ging es um Depressionen nach Schlaganfällen. Ein Resultat dieser Depressionen sind Ängste. Auch Angst davor einen neuen Schlaganfall zu bekommen. Obwohl diese Angst in den meisten Fällen unbegründet ist, weil die Akutversorgung und medikamentöse Therapie die Risiken wegnimmt (wenn man sie durch Rauchen oder Ähnliches nicht wieder zunichtemacht) das in der Regel auch so bleibt.

Der dritte Vortrag (Wenn die Logopädin mal nicht da ist Kai Hansen (Logopäde, Abteilung für Neurologie am Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich) berührte mich am meisten. Er brachte mich in die Zeit zurück, kurz nachdem ich wieder selbstständig atmen konnte und das Schlucken wieder erlernte.
Ich erinnerte mich noch an den Aufwand für das Lagern und das kleine bisschen Nahrung, an die Wichtigkeit des Nachschluckens, bis es selbstständig ging und vieles mehr und bin der Frau Müller in Kreischa dankbar dafür, dass ich jetzt 0,3l Wasser ohne abzusetzen austrinken kann.
Noch einmal zum zweiten Vortrag. Ursachen für Depressionen nach einem Schlaganfall sind ja emotionale Löcher und Minderwertigkeitsgefühle psychosoziale Symptomatiken, dass man das Wegbrechen eines Freundes und Bekanntenstamms (was völlig normal ist) nicht verkraftet und Weiteres.
Und dagegen wendet sich ein großer Teil der Arbeit unseres Vereins.
Er befasst sich damit eine Plattform zu bieten auf der Menschen mit Erworbenen Hirnschädigungen ihre Angehörigen und Freunde  sich treffen und gemeinsam handeln können.
Das betrifft ein Selbsthilfesystem mit sieben Selbsthilfegruppen im Vogtland, Bildungsveranstaltungen,  Freizeitaktivitäten von Aktivtagen bis zu Urlaubsfahrten. Hunderte Menschen machen schon pro Jahr mit und der Verein hat über 70 Mitglieder.

http://www.vital-vogtland.de

Dann gab es noch zwei andere Vorträge auf die ich jetzt nicht eingehen möchte:
WO Steht der NachtSChrank beim Schlaganfallpatienten mit Neglect / Neuropsychologischen Störungen?
Ralf Lehnguth (Ergotherapeut, Praxis für Ergotherapie Weber, Ettlingen, Dozent für neurophysiologische und neuropsychologische Behandlungsverfahren)

Gelenkproblemen vorbeugen bei Patienter mit Halbseitenlähmungen nach einem Schlaganfall
Annett Riedel (Bobath BIKA“ Praxisbegleiterin, Krankenschwester)

Verein VITALe.V. bei der MDR-Studiotour und im Panometer

Wieder mal heißt es früh aufstehen.
Vor einigen Tagen hat der Wetterbericht noch Regen angesagt. Doch heute ist Sonne. So muss das sein.
Die Busfahrt war wie im Flug vorbei. Als wir ausstiegen wurde das Panometer gerade geöffnet.
Das ist der alte Gasometer, der jetzt genutzt wird, indem dort ein Panoramabild Great Barriere Reef ausgestellt wird. Nachdem wir in dem Dokumentarfilm über den Künstler „Yadegar Asisi“ gesehen hatten, war uns auch klar, dass das keine einfache Fotografie war.
Das ist zwischen Fotografie, Malerei und Zeichenkunst in Einzelarbeit und Teamwork hergestellt. Teamwork in dem …zig Menschen, bis zu Schauspielern dabei sind mit Kamera und Zeichenblock eingefangen zu werden bzw. aktiv in die Produktion einzugreifen. Der Künstler ist dabei nicht nur Maler, Zeichner und Fotograf, auch Regisseur und Dramaturk, sowie Teamleiter und wenn nötig wie hier auch Taucher.
Danach gingen wir zum MDR. Zuerst waren wir dann beim MDR, Mittagessen.
Dann erst mal in die Studios für Nachrichten und Aktuelles. Dort sah man eigentlich nichts weiter als grüne Wände, Kameras und hunderte Scheinwerfer. Es wird die „Chroma Key“ Technik verwendet um Dekorationen am Computer mittels Grafikprogramm zusammenzuschneidern und den Menschen da hineinzustellen.
Im 13.Stockwerk des MDR-Hochhauses hatten wir außer der Maske noch einen schönen Blick über Leipzig.
Wieder unten angekommen, ein Blick in den Kleiderfundus und dann waren wir in einem Studio, dass man wahrscheinlich für den Besucherverkehr aufgebaut wurde. Dort konnte man mit dem Hintergrund von MDR-Aktuell vom Teleprompter Text ablesen.
Beim MDR ist es ein Beispiel für Barrierefreiheit obwohl es nicht für Menschen mit Behinderung gemacht ist. Doch man hat gleich so gebaut und umgebaut, dass man alle Eventualitäten einkalkuliert hat. Die Gebäude sind zum Teil ein ehemaliger Schlachthof.
Nicht in Ordnung war, dass der Blindenhund eines unserer Mitglieder draußen bleiben musste und sein Besitzer zugleich auch mit. Ein Blindenführhund ist ein Assistenzhund für Menschen mit einer Seheinschränkung und damit ein nötiges Werkzeug. Er ist für nahezu alle Eventualitäten Trainiert. außerdem war er als „Im Dienst“ an dem Weißen Geschirr erkennbar.
Im Erdgeschoss waren in einem anderen Gebäude, der „Media City Leipzig“, da durfte er dann mit, da wurde die „In aller Freundschaft“ die Sachsenklinik und solche Sendungen wie Riverboat aufgezeichnet.
Eine Fotoausstellung einer aktuellen Produktion des Musicals „Cabaret“ konnte auch bewundert werden.
Auch „Wetten Dass“ wurde hier schon produziert und auch internationale Produktionen. Hier arbeiten über 70 Firmen.
In dem einzigen nicht barrierefreien Raum konnte man sich mit den Serienstars fotografieren lassen. Die waren selbstverständlich nicht selbst anwesend, sondern wurden mittels Techniken und Dekorationsstücken zu einer wirklichkeitsnahen Situation zusammengestellt.
Dann ging es langsam nach Hause.

Als wir in Plauen wieder ankamen, wurde es Abend und ganz schön kalt trotz der Sonne die noch am Horizont stand.
Ein schöner Tag.

Optimismus ist die einzige vernünftige Alternative

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