Barrierefreiheit

Zu einem Thema das mir an Herzen liegt möchte ich einen kleinen Kommentar verfassen.

Es ist weit mehr als eine philosophische Sichtweise, dass Behinderung nur eine Eigenschaft eines Menschen ist wie eine lange Nase, Behinderung nichts statisches ist sondern eine Wechselbeziehung, zwischen Menschen mit Beeinträchgung und Umwelteinflüssen, auch Vorurteilen ist.
Barrierefreiheit wird zu einer Menschenrechtlichen Verpflichtung.
Das betrifft alle Arten von Barrieren, physische und moralische.
Daraus konnte und sollte man schießen, dass zumindest bei der Vergabe öffentlicher Gelder an die Barrierefreiheit gekoppelt werden sollte.
Aber jeder Bauherr oder Architekt sollte die Barrierefreiheit immer mit einkalkulieren. Noch dazu ist neu bauen meist billiger als nachträglich umbauen.
Dabei gilt immer, sprecht nicht über die Angelegenheiten der Menschen mit Behinderung ohne die Menschen mit Behinderung. Ich kann das sagen, bin ich doch selbst mehrfach Behindert.

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Der erste Aktivtag 2014

Als ich gegen 6 Uhr gestern am Morgen ins Internet schaute waren die Regenwolken bei Wetter.com über Leipzig, gegen 13 Uhr waren sie bis nach Kürbitz geflogen. Aber bis dahin was ich auf den Bahnhof gefahren, mit anderen nach Straßberg mit der Vogtlandbahn gefahren, von dort nach Kürbitz gefahren, wo die meisten anderen gelaufen sind.

Das waren immerhin fast fünf Kilometer.
Das war für viele eine recht stolze Leistung. Für die, die es nicht schafften hatten wir einige Rollstühle mitgebracht, durchs Dorf gelaufen, den Dorfgasthof gesucht und gefunden, uns hingesetzt und was gegessen und gerade als uns Herr Vogt etwas über die übrigens sehr interessante Geschichte von Kürbitz erzählte, welche auch auf einigen Schautafeln im Ort zu erlesen ist, fing es gewaltig an zu Gewittern.
Also haben wir es prima geschafft.

Als wir dann zum Bahnhof gingen hatte es wieder aufgehört und als wir im Zug waren wieder angefangen zu regnen.
Ich bin dann im Regen nach hause gefahren und als ich zu Hause was hörte es dann auf.
Das was mir aber auch egal, denn da hatte ich ein Dach über dem Kopf.

Auf jeden Fall was es eine schöne Tour und die Gegend sah noch besser aus als wir es getestet hatten. Wahrscheinlich auch weil wir einen etwas anderen Weg nahmen, nämlich uns Dorf Straßberg herum. Es waren wieder fast aus allen unseren Gruppen Leute dabei, einer hatte sogar Besucher aus Magdeburg mitgebracht. Zwei treue Begleiter und auch Unterstützer des Vereins Vital e.V. Nancy Dietrich und Frank Trtschka waren auch wie bisher zu fast allen Aktivtagen dabei.

Die Strecke selbst was ein Teil des Elsterradwegs und somit in Sachen Barrierefreiheit nicht zu toppen.
Asphaltiert und fast eben.
Leider gab es wieder weit und breit keine barrierefreie Gastronomie mit Behindertentoilette zu finden, so dass wir auf den Landgasthof Strobel zurückgreifen mussten, wo es mit ein bisschen Hilfe möglich war.

Trotzdem was es schön und mit Besichtigung des schön ausgebauten Dorfes und eventuell der Kirche, gebaut mitten im dreißigjährigen Krieg durch den damaligen Kanzler Urban von Feilitzsch, in der es neben katholischen und evangelischen auch jüdische Elemente zu entdecken gibt von Plauen aus einen Tages Ausflug wert.
Die Kirche ist allerdings nicht barrierefrei, daran dachte damals keiner.
Hier in Kübitz führen zwri Bahnlinirn zudsmmen, laufen dsnn zwei Kilometer nebeneinander her um dann bei Weischlitz zusammen zu gehen. Das kam weil der damalige Herr von Feilitzsch hier heinen Knotenpunkt wollzr.

Ich wird in einigen Tagen noch ein kleines Video veröffentlichen, dass außer hier noch auf unserem Youtube-Kanal zu sehen ist.
Außerdem wird die Tour auf der Seite für barrierefreie Wanderwege im Vogtland veröffentlicht.

Tag gegen Schlaganfall in Zwickau

Im Gegensatz zu Plauen ging es beim Tag gegen Schlaganfall in Zwickau um die Vermeidung von Schlaganfällen, speziell um Vorhofflimmern, um das Risiko von Tromben-Bildung durch sehr langsamen Blutfluss in der linken Herzvorkammer.

Dazu war auf dem Zwickauer Marktplatz  im Rahmen der Kampagne „Herzenssache Schlaganfall“  der Schlaganfall-Info-Bus aufgefahren in und um dem gab es Informationen zu Schlaganfall-Risikofaktoren wie erhöhtem Blutdruck (inklusive Messung und Überprüfung mitgebrachter Messgeräte), Blutzucker und Cholesterin.
Weitere Informationen erhielten Sie zu Therapiemöglichkeiten, u. a. zu Physiotherapie und Ergotherapie, einige Firmen, Vereine und Selbsthilfegruppen hatten Stände zu ihrer Präsentation aufgebaut und im Rathaus hab es eine Reihe von Fachvorträgen über das Thema.
Wir nahmen in einer kleinen Abordnung daran teil, sprachen auf dem Markt mit verschiedenen Leuten um Kontakte aufzubauen und trafen viele bekannte Gesichter zum Beispiel Thomas Barthold aus Stollberg.

Danach hörten wir uns nachdem die Oberbürgermeisterin von Zwickau eröffnet hatte die Fachvorträge  von Privatdozent Dr. med. habil. Holger H. Sigusch, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau und Dr. med. Stefan Merkelbach  Chefarzt der Klinik für Neurologie
Heinrich-Braun-Klinikum, Zwickau an.
Dazwischen gab es Bewegungstherapie im Sitzen mit Frau Drewanz aus Crimmitschau.
Die Organisatoren hatten hier ganz schön was auf die Beine gestellt. Noch dazu sah ich das erste mal de fertigen Marktplatz.
Das letzte Mal war ich hier als das das hier eine große Baustelle gewesen ist.
Und noch etwas sah ich das erste Mal, rote Sternquell-Schirme.
Sehr gewöhnungsbedürftig.

ein voller Terminkalender

Gestern hatten wir, dass heißt Herr Wenzel vom vogtländischen Knollenring und ich als Vertreter des Verein Vital e. V. Einige Vertreter der Presse eingeladen um zum Abschluss der geförderten Projektes auszuwerten was wir überhaupt miteinander zu schaffen haben und wie das zustande kam was wir während der zwei Jahre die das Projekt jetzt läuft gemacht haben.

Zwei Journalisten der angeschriebenen Redaktionen waren auch da.
Es ging um das Projekt barrierefreie Wanderwege zu suchen und zu dokumentieren.
Wir berichteten also wieso sich ein Kartoffelverein mit barrierefreien Wanderwegen beschäftigt, das kann man aber auf der Seite www.vogtland-mobil-rolli.de/ nachlesen.

Ich könnte jetzt noch erzählen was wir noch alles erzählt haben.
Welche Erfahrungen wir mit Wanderverbänden gemacht haben, wo dokumentiert ist und wo nicht und vieles mehr zum Thema barrierefreie Wanderwege.
Doch wenn ich das machen würde wäre die ganze Spannung weg und der Artikel wenn er erscheint nichts mehr wert.

Heute geht es auf den Zwickauer Marktplatz, denn da steht der Infobus der Schlaganfall-Hilfe. Und dann ist noch was in Rathaus los, doch da lass ich mich überraschen.

Selbsthilfegruppe für Schlaganfall und andere erworbene Hirnschädigungen Weischlitz

Gestern waren wir vom Verein Vital e.V. in Weischlitz gewesen.
Wir waren dort um eine neue Selbsthilfegruppe für Schlaganfall und andere erworbene Hirnschädigungen zu gründen.
Es ist die siebente im Vogtland.
Die ersten Interessenten trafen gegen 16 Uhr im Pflegeheim „Maria Magdalena“ der Diakonie ein.

Das nächste mal wird die Selbsthilfegruppe am 16.6.2014 um 16 Uhr wieder zusammenkommen.
Ansprechen wollen wir nicht nur die Weischlitzer, sondern die Menschen im gesamten Burgsteingebiet.

Auch dafür Brauchen wir Spenden für Fahrleistungen, denn die Menschen wohnen viel in kleinen Dörfern in der Umgegend.
Für onlinespenden ist www.betterplace.org/p12512 eingerichtet.

SHG Weischlitz

Ein Tag in Schmalkalden

Heute gibt es die kleine Ausfahrt zwischendurch.
Es geht nach Schmalkalden ins Viba Nugatmuseum.
Mal wieder mit den jungen Behinderten unterwegs.
Gefahren werden wir wie schon oft von der Busfirma Joram mit einem Reisebus mit Rollstuhlrampe

Der Fahrer betätigt sich als Reiseführer und erklärte uns vieles.
Bei Jena hat man die ganze Autobahn umgebaut und durch den Berg geführt.
Ich kann mich noch erinnern wie das davor aussah.

Als wir von der Autobahn runter waren fuhren wir in den Thüringer Wald.
Bei Tabarz wurden wir durch den Rennsterglauf aufgehalten.

Der erste Anlaufpunkt in Schmalkalden war die Nugatfabrik.
Dort gab es eine Führung mit Verkostung, auch eine öffentliche Pralinenproduktion haben sie und die ganze Fabrik ist in Form einer Pralinenschachtel gebaut.
Dann waren wir da drinnen gleich sehr gut Mittag Essen. Auch in die Küche konnte man reingucken, wie schon vorher die Produktion war alles hinter Glas.
Ich hab nur ein Stückchen Nugat gegessen und eine Roulade weil noch Platz war.

Dann war Stadtführung angesagt.
Die Stadtführerin war aus dem Vogtland, genau aus Pausa und machte in ihrer enthusiastischen Art fast den Eindruck als würde sie gleich mit nach Hause fahren wollen, wie der Busfahrer bemerkte.

Trotzdem erfuhren wir viel Wissenswertes über Schmalkalden und über seine Historie.
In der Kirche waren wir wo Martin Luther 1537 die Schmalkaldener Artikel veröffentlichte, wo der Schmalkaldener Bund gegründet wurde und damit die Reformation abgeschoben wurde.
An dieser Kirche ist anscheinend Jahrhunderte lang herumgebaut worden, jedenfalls gibt es jede Menge Baustile.Trotzdem dass Schmalkalden im 2. WeltKrieg bombardiert wurde stehen jede Menge Fachwerkhäuser.
Ich Nehme ja an dass Schmalkalden einen Behindertenbeirat hat, denn in Sachen Barrierefreiheit war das was ich gesehen habe vorbildlich: Ich finde dass auch kleine Städte eine Institution haben sollten die die Interessen von Menschen mit Behinderung vertritt und auch manche Dinge mit den Augen von Menschen mit Behinderung sieht.

Zum Abschluss gab es noch einen Eisbecher in einer Bäckerei mit Drive-In.
Dann ging es in den Bus und über den Rennsteigtunnel wieder nach Hause, wo wir wahrscheinlich gegen 20 Uhr ankommen werden.

Ich schreibe das zwar unterwegs, die Bilder werde ich aber erst morgen fertig haben und es dann veröffentlichen.