Archiv der Kategorie: barrierefrei

Zwickauer Schlaganfall-Forum

Wir waren  wie im Vergangenen​ Jahr beim Zwickauer Schlaganfall-Forum der Firma Alippi, um uns zu präsentieren und interessante Vorträge zu hören.
Auch dieses Jahr war es wieder ein Querschnitt an Vorträgen aus den Bereichen Rehabilitation und Teilhabe, wobei eins das andere überschneidet. Neben den Vorträgen war Zeit sich mit Leuten zu unterhalten und sich Ausstellungsstücke anzusehen.

Ein Novum noch ist die Lokalität​. Die Verkaufsschau ist​ in einer ehemaligen Schwimmhalle untergebracht. Dort wo wir unseren Ausstellungsplatz hatten war früher das Becken. Das einzige was aber noch daran erinnert wer ein Schild: „Das springen vom Beckenrand ist strengstens verboten!“

Den ersten Vortrag hat Dr. med. Steven Grieshammer (Chefarzt der Klinik für Neurorehabilitation, Heinrich Braun-Klinikum Kirchberg) zum Thema Aktuelle Entwicklungen in der Neurorehabilitation gehalten.
Er stellte diese Vorgänge anhand des Phasenmodels auch bei schweren neurologischen Schädigungen dar.
Neu waren zum Beispiel die Vorgänge im Gehirn anhand von Netzwerken darzustellen anstatt nur bestimmte Sektoren dafür verantwortlich zu machen.
Leider gehen auch beste Ergebnisse in der stationären Reha verloren wenn nicht auch gleichzeitig die Angehörigen befähigt werden wesentliche Prozeduren weiterzuführen.

Danach war gleich Annekatrin Morgner (Pflegeberaterin der AOK Plus) zum Thema Leistungen in der Pflegeversicherung nach SGB Xl ab 1. Januar 2017 dran. Dort war neu, dass es für Wohngemeinschaften extra einen Betrag von über 200€ gibt.

Während der darauffolgenden Pause konnte man bei den vielen Ausstellern von Rehamaterial auch von Ausstellungsstücken des Sanitätshauses Alippi. Unter anderem war eine Wohnung aufgebaut die für Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen ideal war. Dort war wirklich alles über Alexia sprachgesteuert und elektronisch verstellbar. Dieser Komfort hat auch sicherlich seinen Preis. Wenn ich genug Zeit gehabt hätte, hätte die Dame mir auch das Kleinste vorgeführt. Doch ich wollte auch noch mehr sehen. Dann war auch schon der nächste Vortrag dran.

Neues zum Schlaganfall. Von Dr. med. Bert Winkler (Leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie, Paracelsus Klinik Zwickau). Das Thema klingt zwar einfach, doch das Einfache beschränkte sich auf die Aussage: 2Einen Schlaganfall erkennt man daran wenn ein Defizit schlagartig auftritt“.
Dann kam er zu speziellen Therapieverfahren und warf dann mit Wirkungsstoffnahmen und Ähnlichem nur so um sich. Hier nur so viel Therapieverfahren wie die Thrombolyse haben sich, auch dank klinischer Studien, extrem weiterentwickelt und mechanische Verfahren sind dazugekommen. Dann gab es wieder eine Pause. Zeit für einen Kaffee oder ein belegtes Brötchen.

Ralf Lehnguth (Ergotherapeut, Praxis für Ergotherapie Weber, Ettlingen, Dozent für neurophysiologische und neuropsychologische Behandlungsverfahren) zum Thema Gesichtsfeldausfall und dann? Therapeutische Möglichkeiten nach Hemianopsie. Ursache ist eine Verletzung im Verlauf der Sehbahn.
Erst einmal ist die Hemianopsie von dem Neglect abzugrenzen, wobei eine Störung der Aufmerksamkeit vorliegt.
Die dargestellten Therapieverfahren sind langwierig und die Computerprogramme relativ teuer.

Der letzte Vortrag:  Was gibt es Neues? rehaVital Schlaganfall-Netz: Mehr Qualität der Hilfsmittelversorgung durch Patientenorientierung Dr. Jürgen Fröhlich (Fachbereichsleitung Versorgungskonzepte rehaVital Gesundheitsservice GmbH)

Zum Abschluss dankte Karsten Alippi, Geschäftsführer der Alippi GmbH Teilnehmern, den Sponsoren und Ausstellern und stellte schon das nächste Mal in Aussicht.

 

 

 

 

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Unterwegs bei der Plauener Nacht der Museen

Schön war´s, gesehen haben wir lang nicht alles.
Das war zwar die Nacht der Museen, ich denke am frühen Abend zog es allerdings bei diesen Temperaturen bestimmt fast niemanden in geschlossene Räume.
Dafür gab es im Freien genug Musik und Tanz und auch vieles mehr.
Auch einige Plauener Mitglieder des Verein VITAL e.V. waren an diesem Abend unterwegs. Zusammen begannen wir den Abend im Garten der Weberhäuser. Dort spielten Peter und der Ralf. Nach einer Stunde ging es auf einer anderen Bühne weiter. In den Weberhäusern und im Weisbachschen Haus liefen Ausstellungen, die allerdings nicht barrierefrei waren. Auch dem „Unikat Verein“ empfehlen ich die Anschaffung einer mobilen Rampe um über den Mühlgraben zu kommen. Auch einige Andere weise ich auf das Investitionsprogramm „Lieblingsplätze für alle“ der sächsischen Staatsregierung, falls es 2017 wieder aufgelegt wird, hin.
In Plauen war an dem Abend ziemlich viel los, was wir dann in Kleinen Gruppen erkundeten. Aus allen Ecken schallte Musik und in Galerien, Museen und Ateliers waren Ausstellungen. Alles konnte man gar nicht in Ruhe ansehen. Also beschränkte ich, der ich mit Rollstuhl unterwegs war und mein Assistent Heinrich uns auf die Sachen im Freien quer durch die Stadt.
Im Komturhof war das Mittelalter ausgebrochen. Im Komturgebäude selbst war bestimmt auch eine Ausstellung, doch im 13, Jahrhundert dachte man nicht besonders an Barrierefreiheit Das ist wieder Denkmalschutz vs. Barrierefreiheit.
Das Malzhaus ließen wir links liegen obwohl das barrierefrei ist. Also über den Markt.
Dort hatte man einen französischen Gourmetmarkt mit vielerlei Angeboten aufgebaut. Viele Stühle und Tische und viele Menschen. Die standen auch in mehreren Reihen vor der Galerie am Altmarkt wo Musik her schallte. Ich musste meinen Assistenten schon bitten ein Bild über die Köpfe zu machen.
Wesentlich relaxter ging es da vorm „Irish Corner“ zu. Dort gab es Irische.- und Countryklänge zu hören.
Dabei beobachtete ich einen bekannten Bassisten wie er nach dem Umbau sein Instrument zusammen packte und zum nächsten Auftrittsort eilte.
Also ihm hinterher und da bekamen wir die letzten Takte Jazz mit bevor es mit leichter Unterhaltung am Straßenbahnknotenpunkt weiterging.
Zwischen dem Theater und der Musikschule war auch eine Bühne und Tische und Stühle aufgebaut, auf der Bühne gab es auch Musik.
Danach hinauf ins Quartier 30 Dort spielte Loreen Zacher zur Vernissage der Ausstellung der Bilder vom Kinderschutzbund, die dort hängen wo vor kurzem die Bilder unserer Leute hingen. Danach nach Einbruch der Dunkelheit kam Chariash der Gaukler.
Oberhalb gab es Tango zu hören und Tänzer zu bewundern.
Es war noch viel mehr los.
Ich will jetzt nicht aufzählen was alles barrierefrei ist und was nicht, nur ein Beispiel zeigt was passiert.
Ich hab aufgrund meiner Erinnerung in den Weberhäusern angerufen und um eine kleine Rampe für die Stufe am Steg über den Mühlgraben gebeten. Und die Dame war ganz erstaunt und sagte: „Da ist keine Stufe!“. Am Ende war da doch eine.
Diese Aussage war keinesfalls böser Wille. Der Laufende nimmt die Stufe nicht wahr weil es für ihn keine Barriere darstellt. Mit vereinter Kraft und einer Behelfsrampe wurde die Stufe dann überwunden.
Darum ist Kampf gegen Barrieren auch Teilhabe zu leben, also auch Kulturelle Angebote nutzen.
Je mehr die Angebote auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden, je eher begreift auch ein Privatunternehmer wie wichtig Barrierefreiheit für das Bestehen am Markt, auch für die Zukunft ist. (Man könnte zwar auch das mit Gesetzen regeln, doch ohne Einsicht in die Notwendigkeit …)
Denn Barrierefreiheit ist Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit für alle Menschen.

Steffen Marquardt

Ein Teil meines Notizbuchinhalts über Barrierefreiheit

Da ich kaum noch dazu komme hier etwas zu schreiben, denn alle Zeit geht für die Internetseiten der Freunde und des Verein VITAL e.V. drauf, hab ich mal einen Teil meines Notizbuches über Barrierefreiheit hier reingesetzt.
Zusätzliche Gedanken kann sich jeder machen.

Bei Barrierefreiheit handelt es sich um Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit für alle Menschen.

Viele Menschen assoziieren unter dem Wort Barrierefreiheit nur Treppen und andere bauliche Maßnahmen. Doch es ist viel mehr.

Es ist eine Gestaltung der baulichen Umwelt, sowie von Kommunikation, Systeme der Information, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände usw, dass sie von Menschen mit Beeinträchtigung ohne weitere Einschränkung oder fremde Hilfe genutzt und wahrgenommen werden können.

Eine wichtige Gesetzesgrundlage ist das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen

Es bezieht sich auf: (Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und

grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.

Und die Behindertenrechtskonvention (Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen), die seit 2009 Gesetz in Deutschland ist.

Kommunikative Barrieren treten für Menschen mit Lernschwierigkeiten überall im alltäglichen Leben auf.

Das gilt besonders im Umgang mit der Behördensprache, aber auch für so scheinbar alltägliche Dinge wie Nachrichten, Fahrpläne, Speisekarten, Arztgespräche oder andere Informationen.

Leichte Sprache ist eine Lösung.

In Deutschland können etwa 7,5 Millionen Erwachsene keine einfachen Texte lesen oder schreiben. Damit zählten mehr als 14 Prozent der Erwerbsfähigen zu den sogenannten funktionalen Analphabeten, heißt es in einer Studie der Universität Hamburg. Diese können nur einzelne Sätze, nicht aber zusammenhängende Texte lesen und schreiben.

Aus <http://www.zeit.de/gesellschaft/2011-02/bildung-analphabetismus-studie>

Unsere Tagespresse ist ein Beispiel für zahlreiche Barrieren in der Schrift.

Prinzipien für Barrierefreiheit in Drucksachen:

Linksbündigkeit

Serifenlosigkeit

Großer Zeilenabstand

Buchstabengröße min. 12 pix.

Auf der anderen Seite sind Tageszeitungen Beispiele für gut durchstrukturierte Texte.

Der Text ist dann gut strukturiert, wenn er folgende Elemente beinhaltet:

· Überschrift

· Teaser

· Zwischenüberschriften

· Absätze

· Fettungen

· Listen

Aus <http://www.lingulab.de/content/deu/Videos/So-geben-Sie-Ihren-Texten-Struktur.htm>

Mir selbst ging es schon ein paar Mal so, dass ich Speisekarten optisch nicht lesen konnte, weil es zu verschnörkelte Schriften oder schwarz auf grau oder andere Farbkombinationen mit niedrigen Kontrasten bekommen hab.

Ich hab eine Fotoausstellung nicht gesehen bei der die Bilder in ca 1,60m höhe hingen, was nicht das schlimme war, doch vor den Bildern waren Scheiben in denen sich aus meiner Perspektive die Deckenlichter spiegelten.

Barrierefreies Internet: Damit sind nicht nur Internetseiten gemeint, zu denen komme ich noch, wie ärgerlich ist es wenn man aus einem eingescanntem PDF etwas kopieren will. Es geht nämlich nicht weil es nur eine Bilddatei ist. Aber auch das Lesegerät eines blinden Menschen kann es nicht lesen.

Ein PDF-Dokument ist dann barrierefrei, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. dazu “ Creating Accessible PDF

· Das Dokument besteht aus durchsuchbarem Text und nicht aus eingescannten Bildern.

· Formularfelder sind, sofern vorhanden, zugänglich.

· Die Struktur des Dokuments wird mit Tags abgebildet (Tagged PDF).

· Die Lesereihenfolge ist klar und eindeutig.

· Für alle grafischen Elemente, Hyperlinks und Formularfelder stehen beschreibende Texte (Alternativtexte) zur Verfügung.

· Es stehen Navigationshilfen (Lesezeichen, Links, Inhaltsverzeichnis, Überschriften) zur Verfügung.

· Die Hauptsprache des Dokuments ist angegeben.

· Die im Dokument verwendeten Schriftarten stellen genügen Informationen bereit, um die Inhalte als Text wiederzugeben.

· Die Sicherheitseinstellungen behindern nicht den Einsatz von Screenreadern.

Aus <http://www.wob11.de/wannsindpdf-dokumentebarrierefrei.html>

Für uns genügt es aber erst mal, wenn ein Dokument mittels Word (ab 2000) mittels Formatvorlagen und Spaltenlayout erstellt ist und in *.pdf ausgegeben wird und alternative Beschreibungen hinter Bildern und Grafiken und Links sind.

Barrierefreie Internetseiten:

· Skalierbarkeit der Schrift (und im Browser)

· Hohe Kontraste

· Tastaturbedienbarkeit

· Für Gehörlose Menschen ist Schriftsprache eine Fremdsprache, also möglichst Symbolsprache

· Übersetzung in leichte Sprache

Barrierefreiheit schließt sowohl Menschen mit und ohne Behinderungen als auch Benutzer mit technischen (Textbrowser oder PDA) oder altersbedingten Einschränkungen (Sehschwächen) sowie Webcrawler ein, mit denen Suchmaschinen den Inhalt einer Seite erfassen.

Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Barrierefreies_Internet>

Plauener Spitzenkunst barrierefrei

Heut hab ich eine Installation von Bildern gesehen, die in ihrer Art wohl einmalig sind und nur aus Plauen kommen können. Und zwar in der Plauener Stadtgalerie. Dem Einkaufstempel mittenn in der Stadt, die auch für manche Ausstellungen bekannt ist.
Die hängt zwar schon ein paar Tage, zwischendrin war das Spitzenfest und heute bin ich mal bis hier in der Stadtgalerie oberste Etage gekommen.

Abgesehen von dem aus was und sie sind, von wem und woher diese Kunstwerke kamen ist auch woran sie befestigt waren.
Ein System unter das man mit dem Rollstuhl auch drunter fahren kann.
Dann kann man auch filigranere Strukturen erkennen und vor allem die kleinen Schilder lesen auf denen Informationen zum Werk stehen.
So wie das aussieht ist das nicht gerade billig. Doch vielleicht gibt es auch noch eine andere Lösung.
Für meine Meinung gibt’s da drei Daumen hoch: Lösung barrierefrei, gesamter Ort barrierefrei und außerdem sehen die Bilder noch gut aus.
Ich glaub sowas wöllt ich auch mal versuchen.

04.06.2016 Mitteldeutsche Regionalbahn stellt sich vor

Heute sind wir dem Ziel: „Öffentlicher Personennahverkehr für alle“ etwas näher gekommen.
Es ist auf dem Oberen Bahnhof ein Zug der Mitteldeutsche Regionalbahn vorgestellt worden der nicht nur gut aussieht, sondern es auch ist.
Es hat sich das Unternehmen Mitteldeutsche Regionalbahn vorgestellt
Dabei waren, neben Geschäftsführern und Gesellschaftern der Mitteldeutschen Regionalbahn auch der Landtagsabgeordnete Stephan Hösl, der Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Kreises Dagmar Nauruhn, auch Mitglieder des Verein VITAL e.V. aus Plauen und Reichenbach.

Der Zug ist auf das modernste ausgestattet. Eine Toilette, die man auch als Rollstuhlfahrer benutzen kann, viel Platz, so dass auch zwei E-Rollis und ein Kinderwagen in einem Eingangsbereich nebeneinander hinpassen und überall gibt es Steckdosen an denen man auch mal einen Laptop anschließen kann. Den Zugbegleiter gibt es wieder, der Auskunftei, helfende Hand und vieles Mehr sein kann und ein begrenztes Cathering gibt es.

Diese Züge verkehren auf der Strecke von Dresden bis Hof. Das Streckennetz reicht von Leipzig über Dobeln und mit den Partnern bis Magdeburg, Berlin und in den Harz.

Nachdenklich wird mein Gedankengang dann, wenn ich daran denke dass ein barrierefreies Nahverkehrskonzept nur so gut ist, wie es dicht genug ist und nutzbar für alle.  Und es ist überaus schwierig das zu Gewährleisten.
Wir sind im Vogtland eine ländliche Region. Das heißt, viele kleine Orte, die durch ein Nahverkehrsnetz verbunden werden wollen.
Es ist nicht nur dazu da, die Menschen irgendwohin zu bringen, sondern auch her.

[Und schon macht es Sinn, dass zB. ein Gert Müller überregional Werbung für ein fast barrierefreies Schaubergwerk mitten in Plauen [Wer hat das schon?] macht, denn es erhöht den Nahverkehrswert der Region.]

Der Einbau einer barrierefreien Toilette wird sich bei einer Gaststätte nicht sofort in klingende Münze umwandeln, aber sich langfristig bezahlt machen, im Hinblick auf die demografische Entwicklung der kommenden Jahre.

Wir haben seit fast 5 Jahren Erfahrungen  mit barrierearmen Wanderwegen und selten kommt es vor, dass wo ein barrierearmer Wanderweg ist, auch barrierefrei nutzbare Gastronomie ist. (Und barrierefreier Zugang  ohne barrierefreie Toilette, dann ist das ganze Objekt nicht barrierefrei Nutzbar.)

Verein VITALe.V. bei der MDR-Studiotour und im Panometer

Wieder mal heißt es früh aufstehen.
Vor einigen Tagen hat der Wetterbericht noch Regen angesagt. Doch heute ist Sonne. So muss das sein.
Die Busfahrt war wie im Flug vorbei. Als wir ausstiegen wurde das Panometer gerade geöffnet.
Das ist der alte Gasometer, der jetzt genutzt wird, indem dort ein Panoramabild Great Barriere Reef ausgestellt wird. Nachdem wir in dem Dokumentarfilm über den Künstler „Yadegar Asisi“ gesehen hatten, war uns auch klar, dass das keine einfache Fotografie war.
Das ist zwischen Fotografie, Malerei und Zeichenkunst in Einzelarbeit und Teamwork hergestellt. Teamwork in dem …zig Menschen, bis zu Schauspielern dabei sind mit Kamera und Zeichenblock eingefangen zu werden bzw. aktiv in die Produktion einzugreifen. Der Künstler ist dabei nicht nur Maler, Zeichner und Fotograf, auch Regisseur und Dramaturk, sowie Teamleiter und wenn nötig wie hier auch Taucher.
Danach gingen wir zum MDR. Zuerst waren wir dann beim MDR, Mittagessen.
Dann erst mal in die Studios für Nachrichten und Aktuelles. Dort sah man eigentlich nichts weiter als grüne Wände, Kameras und hunderte Scheinwerfer. Es wird die „Chroma Key“ Technik verwendet um Dekorationen am Computer mittels Grafikprogramm zusammenzuschneidern und den Menschen da hineinzustellen.
Im 13.Stockwerk des MDR-Hochhauses hatten wir außer der Maske noch einen schönen Blick über Leipzig.
Wieder unten angekommen, ein Blick in den Kleiderfundus und dann waren wir in einem Studio, dass man wahrscheinlich für den Besucherverkehr aufgebaut wurde. Dort konnte man mit dem Hintergrund von MDR-Aktuell vom Teleprompter Text ablesen.
Beim MDR ist es ein Beispiel für Barrierefreiheit obwohl es nicht für Menschen mit Behinderung gemacht ist. Doch man hat gleich so gebaut und umgebaut, dass man alle Eventualitäten einkalkuliert hat. Die Gebäude sind zum Teil ein ehemaliger Schlachthof.
Nicht in Ordnung war, dass der Blindenhund eines unserer Mitglieder draußen bleiben musste und sein Besitzer zugleich auch mit. Ein Blindenführhund ist ein Assistenzhund für Menschen mit einer Seheinschränkung und damit ein nötiges Werkzeug. Er ist für nahezu alle Eventualitäten Trainiert. außerdem war er als „Im Dienst“ an dem Weißen Geschirr erkennbar.
Im Erdgeschoss waren in einem anderen Gebäude, der „Media City Leipzig“, da durfte er dann mit, da wurde die „In aller Freundschaft“ die Sachsenklinik und solche Sendungen wie Riverboat aufgezeichnet.
Eine Fotoausstellung einer aktuellen Produktion des Musicals „Cabaret“ konnte auch bewundert werden.
Auch „Wetten Dass“ wurde hier schon produziert und auch internationale Produktionen. Hier arbeiten über 70 Firmen.
In dem einzigen nicht barrierefreien Raum konnte man sich mit den Serienstars fotografieren lassen. Die waren selbstverständlich nicht selbst anwesend, sondern wurden mittels Techniken und Dekorationsstücken zu einer wirklichkeitsnahen Situation zusammengestellt.
Dann ging es langsam nach Hause.

Als wir in Plauen wieder ankamen, wurde es Abend und ganz schön kalt trotz der Sonne die noch am Horizont stand.
Ein schöner Tag.

Das Kartoffel-Strom-Projekt

So, nun komm ich auch endlich einmal dazu auch hier etwas über die Erlebnisse vom Dienstag zu schreiben. Wir haben im Verein Vital e.V. ein Projekt, das bezeichnen wir als Kartoffel-Strom-Projekt. Dort beschäftigen sich Grundschüler mit LRS Syndrom und Betroffene von uns mit Kartoffeln. Damit ist das Legen, Ernten, und Kochen und ein Zusatzpunkt, zu dem komm ich aber später, gemeint.
Heut ging es weiter, in der vierten Runde, mit dem Kartoffel-Strom-Projekt „Voneinander lernen – Miteinander lernen“ was durch die „Stadtwerke Strom Plauen“ über „DEINE Energie für DEINEN Verein“ gesponsert wird.
Dabei waren wir in einer sehr schön ausgebauten „Hufeland Schule“.
Wir durften dort die Lehrküche benutzen und mit den Grundschülern der „Astrid Lindgreen Schule“ die Kartoffeln, die im Vorjahr im Mai gelegt wurden und im Herbst geerntet zubereiten
Als Chefkoch hatten wir Ditter Stein vom Haus Vogtland in Syrau eingeladen.
Der Ditter Stein ist sowas wie der regionale Chefkoch. Er hat ein gut besuchtes Lokal auf einem Dorf in der Nähe, dass er inzwischen an seinen Sohn weitergegeben hat, hat ein paar Kochbücher geschrieben und hat auch ein Talent mit Kindern umzugehen.
Es gab einen würzigen Toast, Ungarische Kartoffelsuppe, ein Kartoffelauflauf mit Cabanosi und einen vegetarischen Kartoffelauflauf.
Der Uli Wenzel hat inzwischen mit der zweiten Gruppe einen Kartoffelkuchen gebacken.
Wie man auf den Bildern sehen kann war das eine Arbeit bei der die Schürzen recht angebracht waren.
Das war dann schon ein gewusel zwischen den Schneidebrettern. Ich gesellte mich auch dazu und versuchte mit einem Kartoffelschäler für Rechtshänder als ungeübter Linkshänder eine Kartoffel zu schälen und das mit einer linken Hand ohne Oberflächensensibilität. Gut gehen ist was anderes. Nach der Hälfte gab ich dann auf. Zum Eier schälen war ich dann zu gebrauchen.
Die Hufeland Schule ist barrierefrei ausgebaut, also konnten einige vom Verein Vital e.V. auch ohne weiteres mitmachen.
Auch Mandy Wolf von den „Stadtwerke Strom Plauen“ ließ es sich nicht nehmen dabei zu sein.
Zum Schluss wurde das zusammen zubereitete auch zusammen gegesse

Das nächste Mal ist eine Ausfahrt zu FRIWEIKA, das ist der regionale Kartoffelverarbeiter dran. Dann ist das Projekt nach einem Jahr abgeschlossen. Vieleicht können wir das wiederholen, wenn wir jemanden finden der das fördert. So hangeln wir uns von einem Projekt zum Nächsten.

Das nächste Projekt mit den Stadtwerken Strom Plauen ist auch in Vorbereitung. Wenn wir damit in die engere Auswahl kommen, wie in den letzten zwei Jahren, kann man auch hier wieder dafür Voten.