Archiv der Kategorie: Bilder

So´n Mist

Ich hab heute Nacht ganz interessant geträumt.

Doch ich hatte keine Brille auf…

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Veranstaltung zum Welt-Schlaganfall-Tag im BSZ „Anne Frank“

Am Freitag den 30. 10. 2015 hatten wir im BSZ „Anne Frank“ war es eine Wunderbare Veranstaltung zum Welt-Schlaganfall-Tag gewesen, deren Ursprungsidee aus einem Vortrag heraus kam zu dem die Auszubildenden zu Ende August eingeladen hatten.
Als Erstes hörten wir einen Vortrag der Schüler der Heilerziehungspflege des BSZ „Anne Frank“, mit Sketcheinlage und unter Mitwirkung des Publikums über das Thema Schlaganfall

Danach gab es einen Vortrag der Fahrschule Marscheider zum Thema „Auto fahren nach Schlaganfall“.

Die Auszubildenden hatten sich riesige Mühe mit dem Selbsthilfe/ Stationsbetrieb gegeben. Schüler  mit Mitgliedern des Vereins und mit Gästen.
Im Schulhof hatte Das Radkultur-Zentrum Vogtland e.V. einen großen Radparkour wo wer wollte Spezialfahrräder mit drei Rädern, auch ein Tandem war darunter, ausprobieren konnte.
In der Lehrküche wurden zusammen allerhand leckere, ziemlich Kalorienarme und zum Teil auch vegane, leckere Dinge zubereitet und auch verkostet. Dabei holte sich mancher auch Anregungen für die Küche zuhause weil sie schmeckten und die meisten auch ziemlich einfach nachzukochen waren.
Interessant war, dass die Schüler zusätzlich zum geplanten noch ein Zimmer hergerichtet hatten in dem man über Barrierefreiheit, auch in der Stadt Plauen diskutieren konnte. Und es wurde diskutiert.
Auch über den Umstand dass Barrierefreiheit mehr ist als abgesenkte Bürgersteige, im Kopf zuerst passieren muss und auch von Mensch zu Mensch verschieden empfunden wird.
Ziemlich viel war auch in dem Zimmer los, in dem es um Denksport ging.  Man denkt da meistens an verschieden komplizierte Computergestützte elektronische Verfahren, vergisst aber, dass man mit einfachen Kartenspielen oder Gesellschaftsspielen die grauen Zellen auch schon bewegt.
Dann war da in der Aula ein ziemlich weitläufiges Areal genutzt war um mit Naturmaterialien seine Fingerfertigkeit und Kreativität unter Beweis zu stellen, was man auch mit Handicap tun kann.
Vom Tontopf bis zu Laubblättern wurde dort alles verarbeitet, auch Kerzen waren sehr beliebt.
Kurz vor dem Tagesausklang kamen  alle in der Aula noch einmal zusammen. Da ging es noch einmal ans Bewegen.
Sitz-Zumba, oder Zumba Gold mit Frau Steiner gab es da.
Einige Muskelstränge wurden da ganz schön beansprucht was einige zum Ablegen von zusätzlichen Jacken und Pullovern animierte und bei Ungeübten bestimmt Muskelkater am nächsten Tag einbrachte.
Doch es machte sichtlich Spaß.
Mit einem gemeinsamen Abendessen zu dem es noch leckere Kürbis.- und Kartoffelsuppe, sowie alles was vorher noch nicht verkostet wurde gab und das Geschehene kurz ausgewertet wurde war der Tag dann beendet.
Die Idee diesen Tag zu gestalten ging mit einem Vortrag Ende August los und hat sich zusammen mit den Auszubildenden bis zu dem Tag entwickelt.
Der Tag hat allen was gebracht und die Auszubildenden und Lehrer haben sich eine 1+ und ein riesen Lob verdient.
Im Mai wird noch eine größere Veranstaltung unter dem Thema „Inklusion“ folgen.

Bahnhofstraße Plauen vorm Quartier 30

Da war vor dem Quartier 30 gestern Nachmittag ganz schön was los auf der Bahnhofstraße. Die Quartiermanagerin Frau Dathe hatte das Quartier 30 am „Street Art Festival“ beteiligt und drauf los organisiert was aus eigener Kraft drin war. Da sah man verschiedenen Arten der Malerei, von einem Auto bis zu einem Körper wurde alles bemalt. Dazwischen standen Leinwände und Farben denn alles war zum Mitmachen. Luftballonmodelieren, Live-Musik mit Loreen Zacher, Riesenseifenblasen und eine Holzkonstruktion, die man auf verschiedene Arten zusammenbauen konnte. Alles eben Mitmachkunst.
Dazwischen sprang der Freund Teufel rum und fotografierte. Ich fuhr lieber.
Und bestimmt hab ich was vergessen.

Kultur und Barrierefreiheit

Einmal kurz durch die Stadt gefahren und schon wachsen mir die Fragezeichen aus dem Kopf.

Wir haben als Verein Vital e.V.ein Projekt am Laufen, das heißt „Netzwerk Inklusionskultur“, der Name ist erst mal nicht entscheidend. Sondern das was der Inhalt ist. Es ist ein Projekt zum Abbau gegenständlicher und psychosozialer Barrieren. Und das scheint auch hier bitter nötig. Wer ausführliches wissen will hier geht´s zur Internetseite vom Verein.

Das Projekt hat übrigens im Inhalt viel mit Kunst und Kultur zu tun, sagt ja schon der Name. Ich dachte also: guck ich mir mal an was so am Tag in Plauen los ist, jetzt da „Street Art Festival“ und iBUg in Plauen ist findet man bestimmt einiges was man als Anregung für unsere Arbeit nutzen kann. Dass ich im Forum K die Treppe nicht raufkomme hab ich akzeptiert, mit der Barriere Komturhof kann ich auch leben, aber dass ich vorm ehemaligen Schlecker eine klassische Barriere, eine Stufe finde, die mir das Weiterkommen mit dem Rollstuhl unmöglich macht, hätte ich nicht gedacht.
Auf jeden Fall weiß ich wo es nahezu Barrierefrei wird: Am 27.8. im Quartier 30.
Vor kurzem flatterte mir eine Mail ins Postfach: „Checkliste, wie organisiere ich eine Veranstaltung barrierefrei?“ Hätt ich  aufheben sollen.
Weiter in die Stadtgalerie. Und weil wir bei Kunst sind hängen dort einige schöne  Fotografien vom „Fotoclub Vogtland“ allerdings für jemanden mit dem Blick in meiner Höhe mit einem kleinen Schönheitsfehler. Sie sind ziemlich hoch und haben blankgeputzte Scheiben davor. Also Licht (Einfallwinkel=Ausfallwinkel) spiegeln sie. Und was mit den klitzekleinen Schriftzeichen geschrieben steht kann man auch sehr schlecht entziffern. Durch leicht schräg nach unten geneigte Bilder egalisiert man diesen Blendeffekt und eine größere Schrift tut auch keinem weh. Wenn man es ganz perfekt machen will nimmt man für die Abstimmungszettel ein etwas niedrigeres Gestell oder stellt etwas daneben.
Die (meiner Meinung nach meistenteils zu unrecht) vielgescholtene Frau Doktor Kral vom Vogtlandmuseum hat ein Geheimrezept um in Sachen Barrierefreiheit nicht falsch zu liegen. Sie fragt vorher jemand der Ahnung davon hat. Von Einschränkungen betroffene Menschen.
Es gibt in der Stadt eine AG Behinderte und einen Behindertenbeirat des Kreistags, auch mehrere Vereine die sich mit dem Thema beschäftigen, vom VdK bis zur Elterninitiative Hilfe für Behinderte und ihre Familien Vogtland e.V., auch mindestens vier Rollstuhlfahrer waren mit mir in der Stadtgalerie.

Also, es gibt keine Menschen mit der Eigenschaft Behindert. Es gibt Menschen mit Einschränkungen. Doch diese Einschränkungen sind es die eine Barriere zur Behinderung machen.
Und dort kann man was tun.

Barriere exSchlecker Lesezelle Lesezelle2 Stadtgalerie

Die Selbsthilfegruppe Plauen lädt ein

Dresden

Ich war schon Öfter im Hygienemuseum doch die Ausstellung habe  ich das letzte Mal 1976 gesehen, Seitdem hat sich vieles verändert. Nun, ist auch vierzig  Jahre her.
Die Selbsthilfegruppe Plauen hat alle Selbsthilfegruppen die vom Verein Vital e.V.  betreut werden, eingeladen zu ihrem 10 Jährigen Jubiläum in’s Hygienemuseum nach Dresden zu fahren.

Dass das Hygienemuseum 1913 eingeweiht wurde um den Hygienegedanken in der Bevölkerung zu vertiefen ist ja bekannt. Doch der Rest hat sich gewaltig verändert seit dem.
Die Führung im Hygienemuseum war mehr eine Art Kurzportrait der Dauerausstellung. Wenn man alles genau ansehen will braucht man schon einen ganzen Tag, und das wird nicht reichen.
Erst  gab es einige geschichtliche Details. So erfuhren wir, dass die erste Ausstellung nach dem Krieg über Geschlechtskrankheiten gab, auch dann erfolgten die Ausstellungen entsprechend den Anforderungen der jeweiligen Zeit.
Das nächste Thema war der gläserne Mensch. Den gab es 1976 schon, jetzt geht man aber schon dazu über Computeranimationen des Systems Mensch in Bewegung zu zeigen. Die zweite Abteilung betraf Leben und Sterben.
Von der ersten Zelle bis zum Tod des Menschen vieles auch übergroß dargestellt.
Über dem nächsten Bereich, Essen und Trinken prangte eine Goldbroiler Werbung. Ernährung als Körperfunktion und Kulturleistung oder eben Kulturfehlleistung, was von Werten in der Gesellschaft und anderen Dingen abhängt.
Die nächste Abteilung Sexualität, Liebe, Sex und Lebensstile im Zeitalter der Reproduktionsmedizin, also sehr Zeitbezogen.
Der Bereich Erinnern, Denken, Lernen befasste sich mit dem was im Kopf vor sich geht. Der Kosmos im Kopf: Das Gehirn. Es gab auch kleine Versuchsanordnungen die zeigten wie leicht das Gehirn zu täuschen ist.
Nächster Bereich war der Bewegung vorbehalten. Die Kunst der Koordination.
Der letzte Bereich war Schönheit, Haut und Haar. Die Offene Grenze zwischen Mensch und Umwelt.
Das interessante ist, dass man einen Bereich nicht vollständig von den anderen trennen kann.
Nach dem Museum gab es noch eine kleine Stadtrundfahrt, an der Altstadt so nah wie möglich vorbei, an der Elbe vorbei mit ihren Schlössern auf der Gegenseite und dann über die neue Elbschlösschenbrücke.

Danach ging es dann nach Moritzburg.

Auf dem Weg dahin waren wir dann in der „Mistschänke“ gut und reichlich essen. Dann  Schloss Moritzburg  haben wir uns nur von außen angesehen. Doch der August hat schon gewusst wo er sich was hin bauen ließ, er war schließlich Geenich von Sagsn und später  auch von Bohlen. (Das muss dem mal jemand  sagen.)

Wenn wir beim bemängeln mangelnder Barrierefreiheit  sind, sind uns auch Autobahnraststätten mit fehlenden“  Bürgersteigabsenkungen  und Speisekarten mit zu verschnörkelter Schrift aufgefallen. Sonst sind wir aber zurecht gekommen.

 

 

6.Generationenfest auf dem Albertplatz in Plauen

Ein prima Programm hatten die Mitwirkenden gemeinsam zum 6.Generationenfest auf dem Albertplatz auf die Beine gestellt, darunter Schallmeienorchester, Jongleur, Gesangsduo, ein Alleinunterhalter, verschiedenene Tanzgruppen und ein DJ.

Das Wetter hatte aber niemand im Griff. Fünfunddreißig Grad waren es im Schatten und damit war es in Plauen am kältesten, in Deutschland.
Das konnte aber ein paar unerschrockene hitzeunempfindliche nicht von Kaffee, Kuchen und Unterhaltung abschrecken.
Zu warm zum Party machen, aber trotzdem war Stimmung.
Nach Information stand der Sinn nicht so.
Trotzdem waren wir vom Verein Vital e.V. mit unserem Informationsstand nicht umsonst da. Wir hatten einen Rollstuhlparcour aufgebaut, der vor allem von den Kindern genutzt wurde. Luftballons von Aktion Mensch mit Helium gefüllt und einer Karte dran stiegen in den blauen Himmel.

Das Fest stand unter dem Motto „Alt und Jung wie ein Baum“.
Wir danken allen die bei diesen Temperaturen mitgemacht haben.
Der nächste Termin steht uns am nächsten Donnerstag bevor. Da sind wir von 12 – 16 Uhr zusammen mit der Ärztegenossenschaft Vogtland beim Info-Bus der Stiftung Schlaganfall-Hilfe auf dem Klostermarkt.

Der 12, Aktivtag im Natur und Umweltzentrum Oberlauterbach

Eigentlich war an diesem 27. Juli 2=15 eine Regenwahrscheinlichkeit von über 80% angesagt. Während der Zeit in der wir in Oberlauterbach waren hatte das Wetter Erbarmen mit uns: Das Team des Natur und Umweltzentrum Oberlauterbach hat sich ordentlich in´s Zeug gelegt, dass
auch bei mäßigem Wetter unsere Veranstaltung ein Erfolg wird.
Wir beendeten mit dieser Veranstaltung zwei Projekte, Die besten Teile  der Projekte werden wir beibehalten obwohl es dafür keine Forderung mehr gibt.
Das ist nur möglich, weil  Teile der Projekte ein Eigenleben entwickelt haben und im Wesentlichen alleine laufen.
Von allen Selbsthilfegruppen waren Betroffene und auch Angehörige dabei. Ich dachte kurz an die Platzprobleme, die wir hätten wenn alle gekommen wären, dann wären über hundert Leute da.
Wir suchen auch immer ehrenamtliche Helfer, die sich bei Veranstaltungen mit einbringen, da viele Menschen mit Einschränkungen sind und erhöhten Hilfebedarf haben.

Im Anschluss teilten sich alle in zwei Gruppen auf und ein Teil Wanderten wir ein Stück durch des geschützte Flächenkulturdenkmal mit seinen Wiesen und Teichen bis ins grüne Klassenzimmer. Ein Teil der Wege ist Barrierefrei ausgebaut und sehr gut Beschildert bzw. mit Erklärungstafeln versehen. Frau Bruchholz  vom Team des NUZ Oberlauterbach war dabei uns alles sehr genau zu erklären und nahm sich dabei auch viel Zeit.
Es lohnt sich einmal die Internetseite des NUZ Oberlauterbach zu erforschen oder selbst einmal hinzufahren.

Uli Wenzel und Tochter vom Vogtländischen Knollenring e.V. nebst einigen Leuten vom Verein Vital e.V. hatten sich inzwischen um das Mittagessen gekümmert. Es gab leckere Bambes und Kartoffelroster. Während wir unterwegs waren gab es einen Kräuterworkshop bei dem auch Kräuter verkostet wurden und danach wurde Kräuterquark hergestellt. Auch hatten sie mit zwei freundliche Männer, vom NUZ Lampions gebastelt von denen dann später jeder unterwegs Gewesene selbst einen basteln konnte.
Am Ende war eigentlich ein kleiner Lampionumzuge geplant, der auf das kommende Projekt hinweist mit Vernetzungsinhalten und kulturellen.-  und inklusiven Inhalten.
Doch dann spielte das Wetter nicht mehr mit.
Es gab Kaffee und Kuchen vom örtlichen Bäcker und das Akkordeon blieb drinnen.

Viele Gespräche wurden geführt, einige hatten sich über Monate, manchmal Jahre nicht gesehen. Den Satz „wie geht’s denn?“ hätte man bestimmt oft hören können.


Auf jeden Fall war es wieder eine gelungene Veranstaltung des Verein Vital e.V. unter Mitwirkung des Vogtländischen Knollenring und des NUZ Oberlauterbach wofür ich allen, auch den Teilnehmern und unseren Mitarbeitern im Namen des Vorstands recht herzlich danken will.

Steffen Marquardt