Archiv der Kategorie: Gefühl

Senkrecht oder Waagerecht

Zu Anfang aus der Assoziation ein Witz: Wie wurde der Kreuzworträtselkönig begraben?

Zwei Senkrecht, drei Waagerecht.

Was ich aber eigentlich sagen wollte ist das die menschliche Physiologie schon wunderlich ist.
Während ich sitzen kann, kurzzeitig mit festhalten (sonst falle ich um) auch stehen, liege ich da wie ein Plattfisch und komme nur mit Mühe in eine Krabbelposition hoch, aus der ich dann allerdings nicht vorwärts komme.
Das ist zwar fast das erste was ein Baby beherrsch aber bei mir ist wie fast immer alles anders. Ich konnte das auch einmal, doch dann brach mit der Stammhirnblutung vor nunmehr elf Jahren meine gesamte Körperspannung zusammen.
Danach noch zwei Wochen künstlicher Tiefschlaf. Bei dem ganzen vermute ich passierte folgendes.

Das Muskelsystem degeneriert in zwei Wochen fast völlig.
Man braucht im Normalzustand aber Jahre um das wieder aufzubauen.
Wenn dann noch Neurologische Probleme dazukommen wie Lähmungen dazukommen dauert es noch viel länger. Bei mir kam das in gedrängter Form und dazu kommt noch dass ich durch eine verschleppte Infektion die Hüftköpfe verlor.
Das Gehirn kann sich durch die neuronale Plastikzitat zwar in Großen Grenzen selbst reorganisieren, Hüftköpfe wachsen jedoch nicht nach. Doch das nur nebenher.

Wir waren bei den neurologischen Problemen.
Ich habe eine Tetraparese, das heißt ich überall teilweise irgendwie gelähmt. Auf der gesamten rechten Seite fast völlig sensibel, wie man es sich landläufig vorstellt, ansonsten reagiert die Muskulatur nicht so wie sie sollte. Vorzugsweise in einer Art Muskelschwache. Eine Parese ist eine nicht vollständige Lähmung, sonst würde das Paralyse heißen.
Was das verstehen noch verwirrter macht ist, dass die Lähmungen am Kopf genau auf der anderen Seite verlaufen wie am Körper oder wie in meinem Falle bunt durcheinander.
Die Muskellähmung verläuft fast völlig auf der rechten Seite und die sensible Lähmung vorzugsweise auf der linken.Wasaber den Muskelwiederaufbau entschieden beeinflusst ist der Tagesaufbau in eine senkrechte und eine Waagerechter Phase.
Das Entscheidende ist die waagerechte Position.
Während der Körper in dieser Position ist, ist er zu meisten Teilen mit schlafen beschäftigt, ist also total entspannt. So kann man beim besten Willen keine Muskulatur aufbauen. Am Tag ist man in einer annähernd aufrechten Position und bei allem was man macht muss man den Körper anspannen um nicht umzufallen. Das ist fast unbewusste Dauertherapie.
Und die Therapie durch einen Therapeuten obendrein.
Mittlerweile benötige ich die um meinen Zustand zu halten. Da geht nicht mehr viel vorwärts.
Also versuchen wir aus dem was vorhanden ist was zu machen.

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Frühling

Ich hab noch ein feines Gedicht bei Jochen Malmsheimer gehört, dass wie kein zweites diese  Stimmung dieder Tage beschreibt:

Von Johann Fürchtegot Rosenkranz

Frühling  hat sein buntes Band
heute wieder total verspannt,
dass ein drittel der Welt
ständig auf die Fresse fällt.

Was auch irgendwo in untenstehendem Video vorkommt

Hirngeschädigt und vergessen?

Da hab ich grade wieder in so einer Diskusion gelesen. Aus der Abteilung; Wenn du gesund bist hast du Freunde und Arbeitskollegen und wenn du krank bist kümmert sich kein Mensch um dich.

Es stimmt, diese Fälle gibt es, doch wie ich weiter gelesen hab ist es nicht die Regel. Noch anders ist es wenn man die Situation ein bisschen hinterfragt.
Dass Freunde und Arbeitskollegen jetzt andere Interessen haben, davon geht man aus.
Eine zweite Sache liegt in der Krankheit selbst begründet. Man wird allgemein nicht als Hirngeschädigter geboren, in den meisten Fällen jedenfalls nicht.
Schaganfallkinder Sachsen auf Facebook
Die Krankheit ist sehr vielschichtig, deshalb ist die Unwissenheit natürlich hoch, außerdem geht meistenteils eine starke Wesensveränderung einher.
Das schraubt die Hemmschwelle natürlich hoch. Viele wissen nicht wie sie damit umgehen sollen.
Und Desinteresse gibt es natürlich auch noch.
Dann ist das Wesen des Menschen daran schuld. Der Mensch ist zwar von Natur aus uneigennützig, jedoch ist den meisten ein gewisser Egoismus anerzogen. Deshalb stimmt das Sprichwort “ aus den Augen, aus dem Sinn „.
Dann spielt es bestimmt noch eine Rolle wie intensiv der eine und andere Kontakt ausgebaut und gepflegt wird und wurde. Nicht zu reden davon, dass man anderen Menschen auch Zeit und Gelegenheit geben muss um seine Haltung dazu zu finden und zu überdenken. Denn jeder steht vor der Krankheit und weiß fast nicht. egal ob     Betroffener, Angehöriger, Kollege oder Freund. Da steht man wie der Ochs vorn neuen Tor.
Selbst einige Hausärzte scheinen Probleme damit zu haben bei all der Vielfältigkeit von Schlaganfällen und deren Auswirkungen die richtige Diagnose zu stellen.

Am besten gleich die 112 wählen, bei:

Die Zeichen eines Schlaganfalles können plötzlich, und je nach Schweregrad können auch gleichzeitig, mehrere Symptome auftreten,

Update

Wenn ich fast zwei Wochen nichts geschrieben habe so liegt es vor allem daran, dass ich was anderes zu tun hatte.
Ich bin darüber neun Internetseiten zu bauen.
Wir betreuen als Verein VITAL e.V. acht Selbsthilfegruppen und eine ist im Aufbau. Jede dieser Gruppen bekommt dann eine eigene Internetseite.
Alles läuft zusammen bei der Stammseite, der vom Verein. www.vital-vogtland.de/gruppenangebote

Nebenher ist der Support für Joomla 2.5 ausgelaufen und das Update ist nicht so einfach. Das hat nur bei einer Seite gleich funktioniert. Also muss ich mir was einfallen lassen für fünf Seiten. Darunter ist auch die Internetseite vom Verein Vital e.V. Bei der Seite wäre ein Facebook liken   schön.

Gesundheitlich gehts mir nicht so besonders, aber das scheint normal zu sein. Es ist eben Winter.

Spastik – Beschreibung am Einzelfall

Ich merke, dass der Winterartikel noch nicht vollständig ist. Es fehlt noch eine Beschreibung der Spastik.
Wie ich schon geschrieben habe ist die Spastik eine Schädigung des Gehirns.
Die Symptome, also die Auswirkungen geschehen aber an der Muskulatur. Gegen  die Schädigung des Gehirns kann man nichts ausrichten.
Spastik ist nicht heilbar. Doch gegen die Symptome kann man etwas machen.
Es gibt je nach Anwendungsgebiet lokal wirkende Medikamente wie Botox oder Medikamente die auf den ganzen Organismus wirken, wie Tolperizin oder Baclofen. Sie lähmen die Nervenenden  der Muskulatur und machen die Glieder beweglich.
Bei Spastik geschieht nämlich folgendes: die betroffene Muskulatur bekommt eine höhere grundspannung dadurch zieht der Muskel an oder der gegenziehende Muskel, weil jedem Muskel den wir haben einer entgegen zieht, damit das ganze System funktioniert. Bei spastischen Krämpfen geschieht das Ganze anfallartig.
Das Beste gegen die Symptome der Spastik ist physiologisches dehnen und entspannen eines betroffenen Muskels. Und zwar passiv. Bei mir funktioniert das, dazu habe ich das Motomed, mit dem ich über  die Jahre, schon fast 24000km gefahren bin. Fast jeden Tag 10 Kilometer, nur eben passiv. Das gegen die spastischen Symptome im Unterschenkel.
Die andere bei mir betroffene Muskulatur, die Psoasspastik ist es nicht so einfach
Der Psoas, das ist der große Beinheber. Der zieht sich vom Oberschenkel bis zum Rücken hoch.
Bei jedem Betroffenen sind die Symptome anders, Symptome an anderen Muskeln und in anderer Stärke. Auf jeden Fall kann man sie nicht wirklich vergleichen.
Auch Medikamente wirken immer anders. Auf jeden Menschen anders und auf die Art der Krankheit anders.
Vor allem haben Medikamente nicht nur eigene Nebenwirkungen, sie reagieren auch mit anderen Medikamenten und bilden neue Nebenwirkungen.
Also kann eine Kombination die Wirkung beeinflussen und unter Umständen sogar gefährlich sein.

Es ist Winter und das Schmerzaufkommen ist hoch.

Es ist Winter, die Temperaturen sind gefallen und ne Menge Isobaren sind über uns hinweg gezogen. Der Winter hat uns in seinen Fängen. Dem entsprechend ist das Schmerzaufkommen ziemlich hoch.
Das mit dem Schmerz ging vor über neun Jahren ganz leicht mit einem Ziehen los, da  hatte ich an der gesamten rechten Seite noch eine schlaffe Lähmung.
Mit den Jahren ist der rechte Arm soweit gekräftigt, dass er Halteaufgaben erledigen kann.
Er wurde seit ich gemerkt habe, dass ich auf die Nerven Zugriff habe mit Ergotherapie  und Physiotherapie trainiert. Leider kann ich den Arm nicht vollständig gebrauchen, da er sensibel gelähmt blieb.
Die Nervenschmerzen sind mit den Jahren immer weiter gewachsen, je mehr Kraft der Arm tankte.
Dagegen gibt es Medikamente, eins davon Lyrica habe ich in wachsender Menge welche ich aber nicht weiter steigern möchte.
Man denkt immer der Schmerz könne sich nicht weiter steigern doch dann geht es doch noch ein Stück.
Zwischen der Therapie und den Medikamenten gibt es einen Wettlauf, die Therapie baut auf und kräftigt und Medikamente wie Baclofen machen die Muskulatur weich, Auch die zweite Sache, die den Schmerzen zuträglich scheint,  dies ist die Spastik. Das ist ein Fehler im Gehirn, der seine Wirkung in der Muskulatur zeigt, eine Art Krampf verursacht und Nervenschmerzen.
Der Ganze Schmerz hat mich sehr geplagt und wir sind von einem Arzt zum anderen gezogen, bis ich gelernt habe den Schmerz als einen Teil von mir zu betrachten und zu akzeptieren, dass er zu mir dazu gehört. Seit dem ist er einigermaßen erträglich.
Nur beim Aufwachen und wenn das Licht aus ist greift er in hoher Intensität zu. Da fehlen dann andere Reize. Aber der Schmerz ist eben auch nur ein Gefühl, nur intensiver. Und wird im Allgemeinem als negativ empfunden.
Der ganze Vorgang ist eng mit der Krankheitsverarbeitung verbunden.
Trotzdem nimmt mich die ganze Sache im Winter mehr in Anspruch als im Sommer.
Eine Ausnahme gibt es. Immer Montags habe ich Wassertherapie und das warme Wasser entspannt.
Doch nur eine Stunde.

Vor dem Westvogtländischen Wandertag

Uli Wenzel und ich waren gestern wieder im alten (Grenzgebiet gewesen um uns um zwei Dinge zu kümmern. Einmal um den WestvogtländischenWandertag dem Motto „Grenzerfahrung zwischen 3-Freistaatenstein und Reuther Linde“.
Und um einige alte  Grenzwege für unsere Arbeit für barrierefreie Wanderwege, unter:
http://vogtland-mobil-rolli.de/
Am 18. Oktober findet wieder der Westvogtländische Wandertag statt. Diesmal in Misslareuth, im ehemaligen Grenzgebiet.
Es gibt außer den langen Touren auch eine kurze Tour für Wanderer mit Einschränkungen. Sie ist ca. 2 Km lang, über eine wenig befahrene Straße, die an diesem Tag vielleicht noch gesperrt ist.
Es wird einen Verpflegungspunkt geben und an einer Scheune am Dorfausgang ist das Ziel. Dort werden alle Wege zusammenführen mit einem Beisammensein mit Musik.
Das letzte Mal waren wir ca. 60 Personen.