Archiv der Kategorie: plötzlich Anders

Weltschlaganfall Tag

Weltschlaganfall Tag
eine inklusive Veranstaltung des Vereins Vital e. V Vogtland und der Fachschule für Wirtschaft und Soziales „ Anne Frank“ in Plauen
Gemeinsam mit Auszubildenden des 2. Ausbildungsjahres Heilerziehungspfleger/innen gestalten wir den Weltschlaganfalltag einmal anders.
Motto: Richtig Handeln nach einem Schlaganfall, Symptom und Notfallwissen nach einem Schlaganfall “ Sicherheit für Zu Hause und unterwegs“
Termin 30.10.2015
Beginn: 13.00 Uhr / Ende gegen 18.00 Uhr
Ort: Aula der Fachschule für Wirtschaft und Soziales „Anne Frank“ Plauen
Reißiger Straße 44 bis 46 : Eingang Rähnisstraße
• Vortrag der HEP Schüler / Auszubildende des 2. Ausbildungsjahres
Thema: „ Sicher und mobil-richtig handeln nach Schlaganfall“
Diskussion mit Moderation: Was benötigen Betroffene von Therapeuten und Ärzten? Was können und sollten Betroffene selbst tun?
• Vortrag Fahrschule Marscheider zum Thema: Auto fahren nach Schlaganfall.
• Selbsthilfe/ Stationsbetrieb:
Kreativ Station / Arbeiten mit Naturmaterial
Leseecke / Birgit Klemm stellt ihr Buch und das Buchprojekt des Vereins Vital e. V. vor
Aktivstation / u.a. Dart ; Zielwerfen
• Vortrag / Vorführung und Ausprobieren von Spezialfahrrädern
• Rumba Zumba aktiv vor dem Abendessen mit Frau Steiner
• Gemeinsames Abendessen / Ausklang

Zur besseren Planung bitten wir um eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme so bald als möglich unter 03741 / 71 90 96 oder über info@vital-vogtland.de

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barrierefreies Wandervergnügen im Vogtand

Hallo Freunde,

Das ist ein Aufruf mitzuhelfen.
Wo ein Barrierefeier Weg ist, ist keine Barrierefreie Gastronomie verzeichnet und umgekehrt. Es ist keine annähernd barrierefreie Infrastruktur dokumentiert.
Am günstigsten wäre es wenn auch nier Ideen über das was noch fehlt kämen.

Wir haben mit dem Schloss Leubnitz und  Teppichmuseum Oelsnitz angefangen Sehenswürdigkeiten auzuzeichnen.
Bitte helft uns solche Orte und Wege zu finden.

Alle getesteten Orte werden auf unserer Internetseite www.vogtland-mobil-rolli.de/ von der einige Touren auf der Seite des Tourismusverbandes Vogtland und im Geoportal des Vogtlandkreises verzeichnet sind sowie auf der Europaweiten Karte von Weelmap.org für Rollstuhlgerechte Orte verzeichnet und selbstverständlich auf unserer Internetseite www.vital-vogtland.de im Bericht erwähnt. Das gleiche betrifft auch die Sehenswürdigkeiten.

Die Veranstaltung zum 5. Jubiläum des Verein VITAL e.V.

Heute ist es wieder soweit.
Ich veröffentliche hier aus Zeitgründen den gleichen Artikel den ich ihn schon auf der Internetseite unseres Vereins veröffentlicht habe:

Nun haben wir auch die Feier zum 5Jährigen Jubiläum des Vereins Vital e. V. absolviert.
Ein mit seiner Stimme am Ende, (nach der Woche) gewesener Ralf Sengewald hat die Veranstaltung aufs feinste moderiert.
Einen kulturellen Beitrag haben wir auch im Programm  gehabt.
Die Kinder der „Astrid Lindgren“ Schule, fast genau die welche bei  unserem Stadtwerke Strom Plauen Projekt „miteinander lernen, voneinander lernen“ dabei sind hatten einen Chor gebildet und  brachten unseren Mitgliedern, Gästen und Freunden ein Ständchen.
Davor war die Präsentation der fünfjährigen Vereinsarbeit durch den Vorsitzenden Steffen Marquardt und dessen Begrüßungsworte dran.
Danach kamen noch einige Wortmeldungen wie vom Vorsitzender des Stadtmarketing Plauen e. V. unserem langjährigen Freund Frank Tritschka, der aus seiner Tasche die Mitgliedschaft im Verein Stadtmarketing bezahlte. Das ist Spende und Verpflichtung uns in die Gestaltung der Stadtentwicklung mit einzubringen und gibt dem Gedanken der Vernetzung neue Impulse. Danach meldete sich noch die Verwaltungsdirektorin der Klinik in Obergöltzsch Frau Liebold zu Wort die eine Spende und die Zusicherung aller möglichen Unterstützung überbrachte.
Die Geschäftsführerin der Elterninitiative Hilfe für Behinderte und ihre Familien
Vogtland e.V.Frau Roth mit der wir eine kompetente Partnerin gefunden haben. Herr Dr. Rieger, der ehemalige Vorsitzende hatte sich telefonisch aus Würzburg gemeldet und mit einem Mitarbeiter des Vereins ein ziemlich langes Gespräch geführt, in dem er sich mit Hinblick auf die Entfernung entschuldigte, sich über den Stand der Vereinsarbeit erkundigte und alles Beste und viel Erfolg in der Zukunft wünschte.  

Nach dem kulturellen Teil gab es noch ein kleines Buffet und ein Zusammensein mit vielen Gesprächen, bevor sich die Veranstaltung auflöste.

Die Mitglieder der Hobbygruppen hatten eine kleine Ausstellung ihrer Exponate vorbereitet, einen Teil dessen was wir demnächst in einer Vitrine in der Sparkassenfiliale Bahnhofstraße ausstellen dürfen. Vielen Dank auch an die Leitung der Kolpingschule und an das Küchenpersonal für ihren Einsatz am Freitagnachmittag.

Danke auch an unseren Mitarbeiter Uli Wenzel.

Ich persönlich wünsche uns, dass in Zukunft mehr Mitglieder sich bereit erklären Aufgaben zu übernehmen und es dann auch machen und noch viele erfolgreiche Jahre.

Steffen Marquardt

Das Pinguin Prinzip

Hätte mich bis gestern jemand nach dem Pinguin Prinzip gefragt hätte ich passen müssen.
Obwohl ich dauernd mit diesen Zusammenhängen zu tun hab hab ich das unter dem Namen bewusst noch nie wahrgenommen.
So richtiig anschaulich kann das Dr. Eberhard Von Hirschhausen erklären.

Danke für den Denkanstoß @Dendendertraum auf WordPress

Letztendlich geht es aber um eine besondere Form.
Es geht darum das Beste herauszufinden was noch da ist und es zu fördern.
Eigentlich ist es total egal was passiert ist, irgendwann ist es Zeit zusammenzurechnen und darüber Bestandsaufnahme zu machen was da ist und damit seinen eigenen Pinguin zum schwimmen zu bringen.

Andere gibt´s genug.
Ist dieser Satz mit dem Prinzip „Inklusion“ vereinbar? Individualität bewahren und das Beste fordern und in die Gesellschaft einbringen ist Inklusion, also:

„Andere gibt´s genug“.

Durchblutung bis Schlaganfall

An was denkt man wenn man die Worte Schlaganfall, Herzinfarkt und Lungenembolie hört?

An Durchblutungsstörungen.
Alle haben die gleichen Ursachen. Eine Ader ist verschlossen oder geplatzt, demzufolge kann kein Sauerstoff in die nachfolgenden Blutgefäße kommen und demzufolge werden sie geschädigt oder sterben ab, wenn nicht schnellstens behandelt wird, wenn es überhaupt noch möglich ist.

Es bildet sich im Vorfeld ein Thrombus oder ein Stückchen Kalk löst sich und je nachdem wo es sich ablöst oder verklumpt und wo sich das Teil dann festhängt da passiert es dann.

Ich hab letztens erst bei einem Vortrag gesehen wie  Stents und Bypässe aussehen und wo die Eingebaut werden. Hab mal sowas in der Hand gehabt.

Doch eigentlich geht es mir jetzt nur darum :

Leute die nach  Unfällen mit den Auswirkungen von Hirnschädigungen zu kämpfen haben verstehen oft nicht dass sie mit den gleichen Problemen kämpfen wie Schlaganfallpatienten.

Bei dem einen ist das Gehirn mechanisch geschädigt, beim anderen durch einen Schlaganfall. In jedem Fall ist ein Teil des  Gehirns geschädigt. Und je nachdem welcher Teil wie stark geschädigt ist sind die Auswirkungen und Therapiemöglichkeiten andere.
Da spielt es keine Rolle welches die Ursachen sind.

Die Risikofaktoren ist dann wieder eine noch andere Sache.

Doch die hat man stark gesenkt wenn man den Blutkreislauf intakt hält. Also auch die gewollten Ungleichmäßigkeiten zwischen dünnflüssigkeit des Blutes und Blutgerinnung.Das bedeutet manchmal nur seine Medikamente regelmäßig nehmen und den Blutdruck kontrollieren.
Und wenn der Blutdruck ideal ist kann man nicht weniger Medikamente nehmen. Das bedeutet, daß die Dosis stimmt.

Den Blutdruck unter Kontrolle zu halten gehört in jedem Fall dazu.

Irgendwie ist es eigenartig. Wenn einer einen Herzinfarkthatte bekommt er einen Stent wird zur Reha geschickt und dann wieder auf Arbeit. Nach einem Schlaganfall dagegen brauch es in den meisten Fallen jahrelange Therapie .

Die ist nun wirklich. von dem  abhängig was kaputt ist. Denn wenn im  Gehirn was kaputt ist kann sich das wieder erholen. Denn das Gehirn ist das einzige Organ, dass Sich in grenzen wiederherstellen kann. Man nennt das Neuronale Plastizität. Jedoch dauert das sehr lang. Doch je früher man anfängt zu Therapieren um so besser

Nun werden viele sagen, das ist doch nix neues. Doch für den der noch nichts davon gehört hat, dort wo ein Angehöriger einen frischen Schlaganfall hatte, können diese Grundlagen erhellend und beruhigend sein.

Für diese Menschen gibt esauch viele Selbsthilfegruppen in Deutschland. Und ich als Betroffener gehe heue auch zu einer.
www.plauen.vital-vogtland.de/

Krankheitsbewältigung

Krankheitsbewältigung aus psychologischer Sicht

von Magister Franz Wendtner, Klinischer und Gesundheits-Psychologe und Psychotherapeut, Landeskrankenhaus Salzburg, Österreich

Im Verlauf schwerer, langwieriger oder chronischer Erkrankungen und den damit einhergehenden Auswirkungen auf das körperliche, psychische und soziale Leben der Patienten wird ein angemessener Umgang mit der Erkrankung und ihrenFolgen – die Krankheitsbewältigung – entscheidend für die Lebensqualität.

Was ist Krankheitsbewältigung?

Eine sehr treffende Definition versteht unter Krankheitsbewältigung – auch Krankheitsverarbeitung oder „Coping“ (von englisch: to cope = fertig werden mit etwas) „das Bemühen, bereits bestehende oder erwartete Belastung durch die Krankheit innerpsychisch (emotional, kognitiv) oder durch zielgerichtetes Handeln aufzufangen, auszugleichen, zu meistern oder zu verarbeiten“.
Nun erfolgt die Bewältigung der Probleme und Veränderungen, welche eine Krankheit mit sich bringt, aber nicht auf einmal, sondern ist ein prozesshaftes Geschehen, das sich sowohl in zeitlich und inhaltlich unterscheidbare Verarbeitungsmodi, als auch unterschiedliche Stile differenzieren läßt.

Krisen-/Krankheitsbewältigung

Jede schwere Erkrankung stellt eine temporär krisenhaft erlebte Zeit im Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen dar.
Ihre Bewältigung in eine regelhafte Abfolge zu gliedern, ist nicht möglich, da die einzelnen Phasen in der Regel nicht schrittweise aufeinander folgen, sondern einander überspringen, sich abwechseln, sich wiederholen können oder auch parallel zueinander laufen.
Daher ist das folgende Phasenmodell als eine Art „Roter Faden“ durch den Verlauf einer Erkrankung zu verstehen, der ein Verständnis der Krankheitsverarbeitung erleichtern soll, nicht als Fahrplan.

1. Phase: Schock/Verleugnung

Die Konfrontation mit der Diagnose einer schweren Erkrankung, die womöglich mit körperlichen Funktionseinbußen und Schmerzen einher geht und einen sich verschlimmernden Verlauf erwarten lässt, führt häufig zu einem „Sturz aus der Wirklichkeit“, zu einem Schock, zu Unruhe und Angst.
Kognitive (intellektuelle) Fähigkeiten zeigen sich dann oft (vorübergehend) eingeschränkt. Häufig wird versucht, die Bedrohung durch die Diagnose mittels Verleugnung zu reduzieren
Dieses „Nicht-wahrhaben-wollen“ hat eine Pufferwirkung, die es dem Patienten günstigenfalls ermöglicht, die Tatsache, wirklich krank zu sein, nach und nach annehmen zu können.
Es kann aber auch zu unrealistischen Verhaltensweisen kommen wie: Glauben an eine Fehldiagnose oder Verwechslung bis hin zur Verzögerung oder sogar Verweigerung der notwendigen Behandlung. In dieser Phase brauchen die Patienten vor allem menschliche Wärme, Verständnis und Verlässlichkeit in menschlichen Beziehungen.

2. Phase: Aggression

„Warum gerade ich?“ Die Patienten sind wütend, gekränkt und enttäuscht über den Einbruch der Krankheit in ihr Leben, sie hadern mit Gott und der Welt. Oft wird diese Wut und Aggression nicht offen geäußert, sondern unbewusst auf die Bezugsperson (Familie, Pflegepersonen …) projiziert, was sich dann durchaus in Form von Vorwürfen und Kritik – sogar beleidigend – äußern kann. Die Patienten erscheinen häufig ungeduldig, gereizt, ungerecht und uneinsichtig.
Wichtig – vor allem für die Angehörigen – ist jetzt, dieses Verhalten nicht persönlich zu nehmen, denn die Aggression der Patienten gilt im Grunde der Krankheit, nicht ihnen.
Die Patienten brauchen jetzt trotz des ablehnenden Verhaltens Geduld und ein kontinuierlich aufrechterhaltenes Kommunikationsangebot.

3. Phase: Depression

„Was bin ich noch wert?“ Durch die vielfach mit der Erkrankung verbundene zunehmende Funktionseinschränkung von Gliedmaßen, durch Schmerzen, Rollenverluste (z. B. als Familienversorger), durch Veränderungen des Körperbildes etc. kommt es zu einem Einbruch des Selbstwertgefühls bis hin zu einer existentiellen Verzweiflung der Patienten. Ihre Verletzlichkeit hat zugenommen.
Jetzt scheinen die Patienten ständig Hilfe zu fordern, sind aber nicht in der Lage, diese auch anzunehmen. Das frustriert – und somit besteht die Gefahr eines „gekränkten Rückzugs“ seitens der Familie. Aber gerade jetzt brauchen die Patienten eine kontinuierlich aufrechterhaltene Beziehung, so dass sie spüren können, dass ihre Depressivität als Reaktion auf die Erkrankung verstanden und auch akzeptiert wird.

4. Phase: Verhandeln

In dieser Phase versuchen die Patienten durch das Erbringen von Opfern (Wallfahrten, Spenden, Hinwendung zu unbewiesenen Behandlungsmethoden und Aufbringen großer Geldsummen dafür etc.) einen „Handel mit dem Schicksal“ zu schließen und dieses Schicksal dadurch hinauszuzögern, abzuwenden.

5. Phase: Akzeptanz

In dieser Phase der Krankheitsverarbeitung haben die Patienten ihre Erkrankung angenommen, neue Rollendefinitionen für sich gefunden und somit auch ihren Platz im Leben wiedergefunden.
Leider ist das Erreichen dieser Phase nicht selbstverständlich, sie wird nicht immer erlangt. Der zeitliche Verlauf der Bewältigung einer Erkrankung sowie die Wichtigkeit und Dauer der einzelnen Phasen sind eng an die Persönlichkeit des Patienten, seine Erfahrungen im Umgang mit Krisen, seine Erwartungen und an sein soziales Umfeld gebunden. Sie prägen entscheidend den Bewältigungsstil (also die Grundausrichtung der Krankheitsbewältigung) mit.

Bewältigungs-Stile

Die von verschiedenen Wissenschaftlern mit unterschiedlichen Schwerpunkten untersuchten Ausrichtungen der Krankheitsbewältigung lassen sich komprimiert in vier Bewältigungs-Stilen beschreiben:

  1. Verleugnender Bewältigungsstil
  2. Sinnsuchender Bewältigungsstil
  3. Aktiver, zupackender Bewältigungsstil
  4. Suche nach sozialer Einbindung, sozialer Unterstützung
I. Verleugnender Bewältigungsstil

Der zuerst angeführte Bewältigungsstil, der Verleugnung, Vermeidung und Ablenkung als führende Strategien nutzt, findet sich verbreitet auch schon im Vorfeld der Erkrankung. Er äußert sich in einem verleugnenden, abwehrenden Umgang mit Schmerzen, Unbehagen, Krankheitsanzeichen und Hinweisen.
Man geht nicht zum Arzt, denn „…das vergeht schon wieder. Man darf nicht auf jede Kleinigkeit achten! Ich habe keine Zeit für jedes Wehwehchen! usw.“
Diese an und für sich sehr positive Einstellung kann sich am Beginn einer Krankheit als problematisch herausstellen, da sie das Erkennen und wirksame Behandeln des Problems in seiner Frühphase verhindert. Dasselbe gilt beim Auftreten von Rückfällen.
Allerdings erleichtert ein angemessener Umgang mit solchen Verhaltensweisen im Verlauf der Erkrankung die auftretenden Belastungen durch die Grundhaltung „Ich lasse mich nicht unterkriegen!“ und führt zu einer besseren psychischen Befindlichkeit und zur Hinwendung zu nicht krankheitsbezogenem Verhalten.
Alltag, Arbeit, Freizeit und Partnerschaft werden so „normal“ wie möglich gelebt, krankheitsbezogene Belastungen so weit als möglich ausgeblendet. So wird das oft berichtete Gefühl des Ausgeliefertseins und der Hilflosigkeit von Anfang an reduziert und die Lebensqualität gesteigert.

II. Sinnsuchender Bewältigungsstil

Dieser Bewältigungsstil zeichnet sich durch Grübeln und die Suche nach einem Sinn, einem Inhalt, der „Botschaft“ der Erkrankung aus, sowie durch die Frage nach Schuld und Strafe.
Antworten auf diese Fragen und das Finden eines Sinnsund von Zusammenhängen sind überwiegend vom Glaubenssystem und den Überzeugungen der Betroffenen abhängig und daher notwendigerweise subjektiv. Sie sind oftmals die „Direttissima“ (der schnellste Weg) in die Depression und Resignation. Das kann diesen Bewältigungsstil gefährlich machen.
Am zielführendsten kann es in diesem Kontext sein, die Erkrankung als eine Lebenskrise zu begreifen und den bisherigen Lebensstil und das bisherige Selbstverständnis zu hinterfragen, verbunden mit der Bereitschaft, gegebenenfalls seine bisherige Lebenssicht und Lebensweise zu ändern. Mögliche Fragen sind: „Habe ich mir selbst genug Raum gelassen? Habe ich nur gearbeitet und eigene Bedürfnisse unterdrückt? War ich nur für andere da und habe mich selbst vergessen? Habe ich alles zu genau genommen? Wie ist das Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit?“
Im übrigen kann man aus der Religion, dem Glauben viel Kraft und Trost schöpfen!

III. Aktiver, zupackender Bewältigungsstil

Dieser Bewältigungsstil zeichnet sich dadurch aus, dass der Betroffene die Krankheit als bewältigbare Herausforderung ansieht und sich problemorientiert und informiert mit seiner Krankheit auseinandersetzt. Er gibt nicht auf, sondern sucht und findet Möglichkeiten, sein Leben selbst zu gestalten. Er achtet darauf, dass er die Krankheit und ihre Auswirkung auf sein Leben beherrscht und nicht umgekehrt.
Das bedeutet durchaus eine Änderung des bisherigen Lebensstils und Selbstverständnisses und eine Änderung im Umgang mit Anderen. Das heißt z. B. auch, sich mit dem Arzt als mündiger Patient zusammenzutun und mit ihm zusammen nach Lösungen zu suchen. Das bedeutet ebenfalls, sich auch mit anderen als ausschließlich schulmedizinischen Heilweisen und Wegen auseinanderzusetzen und eigenverantwortlich Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung, und die Lebensqualität zu nehmen.

Die Ärzte konnten mir nich helfen. Also dacht' ich, gehste mal zu nem anerkannten Scharlatan ...; Copyright: Christian BOB Born, Freiburg
Die Ärzte konnten mir nich helfen. Also dacht‘ ich, gehste mal zu nem anerkannten Scharlatan …; Copyright: Christian BOB Born, Freiburg
IV. Suche nach sozialer Einbindung und Unterstützung

Als vierter, überaus wichtiger und wirksamer Bewältigungsstil ist die Suche nach sozialer Einbindung und sozialer Unterstützung anzuführen.
Wir alle leben in sozialen Netzwerken d. h. wir stehen mit anderen Menschen in Kontakt und sozialem Austausch. Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht „die Anderen“. Wesentliche Bedürfnisse wie: dazuzugehören, sich aussprechen zu können, Rat zu erhalten, gebraucht zu werden etc. lassen sich nur in der Begegnung mit dem Du, mit anderen Menschen, befriedigen.
Das macht soziale Kontakte gerade im Krankheitsfall besonders wichtig. Jetzt können Nachbarn, Freunde und Arbeitskollegen „soziale Unterstützung“ geben, dem Patienten und seinen Angehörigen beistehen, ihnen unter die Arme greifen z. B. durch Zuhören, durch das Abnehmen von Wegen (Einkäufen, Erledigungen etc.) und Arbeit.
Diese „soziale Unterstützung“ ist aber nicht unbedingt so ohne weiteres zu erhalten. Wenn man sich zu „hilflos“ präsentiert („Es ist so schlimm, ich schaffe das wirklich nicht!“) oder umgekehrt zu „stark“ („Kein Problem! Ich komme schon allein zurecht“), wird man eher allein dastehen. Zeigt man dagegen, daß die Belastung durch die Erkrankung zwar sehr hoch ist, man aber die Verantwortung für die Bewältigung dieser Belastung in erster Linie selbst übernimmt, kann man soziale Unterstützung in der Regel nicht nur mobilisieren, sie wird sogar gerne gegeben.

Lebensqualität

Es liegt auf der Hand, dass Bewältigungsphasen und der Bewältigungsstil einen großen Einfluss auf den Alltag, die Partnerschaft, die Sexualität und damit auf die Lebensqualität insgesamt haben.
Weil dieser Einfluss ganz enorme Ausprägungen erreichen kann, ist es wichtig, miteinander zu reden – für Betroffene und Angehörige.
Man neigt als Patient dazu, sich in Zeiten, in denen die Erkrankung stärker spürbar wird (Wetter, Krankheitsschub), zusammenzunehmen, um den Partner, die Familie nicht stärker als unbedingt nötig zu belasten. Partner bemerken das in der Regel und bemühen sich häufig, mehr Rücksicht zu nehmen, ohne das ausdrücklich anzusprechen. Man schont sich gegenseitig. Eine scheinbar bewährte Strategie, aber auch eine Quelle gewaltiger Missverständnisse! Denn wenn man nicht miteinander redet, schluckt man das eine oder andere – bis der berühmte Tropfen das „Faß zum Überlaufen“ bringt.
Wenn man Liebe, Angst, Kummer, Sorgen, Groll nicht mitteilen darf, weil man fürchtet, den Partner zu kränken, dann entladen sich diese Emotionen irgendwann explosiv und verletzen, wo es nicht sein müsste.
Abgesehen davon pendelt ein gesundes Gefühlsleben sowieso zwischen Höhen und Tiefen – die Ausprägungen sind unter Belastung oft nur stärker.
Wenn es nicht möglich ist, miteinander zu reden, kann es sinnvoll sein, einen Psychologen oder Psychotherapeuten aufzusuchen. Oft lassen sich in wenigen Beratungsgesprächen Missverständnisse, ungeeignetes Kommunikationsverhalten und ähnliche Probleme klären oder zumindest Wege finden, damit umzugehen.

Es gibt verschiedene Methoden in der Psychotherapie, die helfen können, im Zuge einer Erkrankung deutlich gewordene zwischenmenschliche Probleme in den Griff zu bekommen. Entsprechende Beratung, welche Therapie im Einzelfall die richtige ist, erhält man z. B. bei den Krankenkassen.
Depressionen, Hilflosigkeit, Schmerzen etc. werden vielfach durch die Aktivierung eigener Fähigkeiten bewältigbar. Denn psychologische oder psychotherapeutische Arbeit ist in erster Linie „Hilfe zur Selbsthilfe“.
Vor allem bei Schmerzen haben sich Entspannung, Visualisierung (bildhafte Vorstellungen) und Imagination (Wahrnehmung unbeabsichtigter innerer Bilder) als hilfreiche eigene Ressourcen bewährt. Entspannung und Visualisierung sind relativ einfach zu erlernen, wirksam und selbständig durchführbar.
Imagination – der Umgang mit inneren Bildern – sollte jedoch in Zusammenarbeit mit einem Psychotherapeuten durchgeführt werden, da sie oft seelische Ursachen und Probleme aufdecken und konkretisieren und dies Laien oft überfordert.

Wie immer das Problem gelagert sein mag: es gilt, Körper, Geist und Seele optimal zu unterstützen, um ein möglichst zufriedenstellendes Leben führen zu können. Mit anderen Worten:

Alle Ressourcen aktivieren – für ein Plus an Lebensqualität

Anschrift des Verfassers: Landeskrankenhaus Salzburg, Medizinische Abteilung III, Müllner Hauptstraße, A-5020 Salzburg, Österreich

Quelle: Vortrag bei den vom Forschungsinstitut Gastein-Tauernregion, der Universität Salzburg und dem Österreichischen Schmerzinstitut veranstalteten Sommergesprächen 1996,

Ich geb mir nicht die Kugel, ich lass sie mir geben

Wie gesagt waren wir gestern bowlen, muss feststellen das geht auch im Rollstuhl. Wenn man herausbekommen hat wie. Allerdings sollte man sich die Bahn nach barrierefreien Gesichtspunkten aussuchen. Wo wir gestern waren geht das nur sehr bedingt.

In der ganzen Einrichtung sind kleine Stufen angebracht, es gibt keine Behindertentoilette, in den anderen Toiletten sind die Türen sehr eng und ein Fahrstuhl ist ausser Betrieb und der andere, offenbar vom Nachbarhaus schlecht ausgeschildert. Aber sonst sehr schön und der Service gut.

Nach einer Fahrstuhlodyssee sind wir rein gekommen, die Bahn war auch gleich frei und los ging es.
Wenn die Kugel einem zugereicht wird geht auch das.