Archiv der Kategorie: Spastik

Der Schlaganfall-Hilfe Bus auf dem Klostermarkt in Plauen

Wir hatten heute das Glück mit Mitgliedern der Ärztegenossenschaft Vogtland am Plauner Klostemarkt zu stehen. Gemeinsam mit der Ärztegenossenschaft und der AOK, die auch informierte, hatten wir den roten Doppelstockbus der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH + Co. KG mit dem die Stiftung Schlaganfall-Hilfe quer durch Deutschland tourte, unter dem Motto Herzenssache Schlaganfall über Schlaganfallrisiken wie hohen Blutdruck und Vorhofflimmern aufklärte, sowie unter Beteiligung der Ärzte umfassende individuelle Beratung Messungen von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker vollführte.

Die Ärztegenossenschaft war im und am Bus tätig und wir informierten über die Möglichkeiten der psychosozialen Rehabilitation, also über das Selbsthilfesystem, den Verein Vital e.V. und dessen Aktivitäten.
Mitglieder aus Plauen,  Syrau und Reichenbach waren dabei und so war es am Nachmittag wie eine kleine Selbsthilfegruppenveranstaltung bei uns an Stand.
Der Kultur und Sozialbürgermeister Uwe Teschner begrüßte im Namen der Stadt Plauen und informierte über deren Aktivitäten, auch gegenüber der Presse, für die eine kleine Pressekonferenz gegeben wurde.
Das Ganze dauerte nur vier Stunden, eigentlich viel zu wenig Zeit um umfassend zu informieren, Schlaganfallprävention zu betreiben, aber auch Wege vorzustellen wie es nach einem Schlaganfall weiter gehen kann.
Denn es geht auch darum nach einem Schlaganfall die Nachsorgekette nicht abreißen zu lassen und auch die Angehörigen nicht alleine zu lassen.
Der Bus fuhr weiter nach Chemnitz und wir bleiben im Vogtland und machen weiter.

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… ach ja.

Dass ich jetzt hier schreibe habt ihr nur meinem Freund Rüdi zu verdanken.
Der hatte sich schon Sorgen gemacht weil ich paar Tage nichts geschrieben habe und hat bei mir angerufen. Mir gehts ganz brauchbar,  den Umständen entsprechend.
Es ist eben Winter, die Spastik wirkt etwas mehr und die Schmerzen sind etwas höher.
Nur ist zur Zeit ziemlich viel zu tun, so dass ich wenig Zeit finde eben keine um etwas im Blog zu schreiben.

Ich werde also aus drei angefangenen Artikeln einen vierten schneidern, den ich dann veröffentliche.

Die letzten drei Tage waren ziemlich anspruchsvoll. Der eine gegen mein Temperaturempfinden und die anderen wegen der Zeit Anspannung.

Am Montag hatten wir die kunterbunten Bude auf dem Weihnachtsmarkt. Dass heißt der Verein Brücke e.V. hat eine Bude auf dem Plauner Weihnachtsmarkt, in der jeden Tag ein anderer Verein sich präsentiert.
Am Montag waren wir dran.
Montags ist auch mein Therapietag. Also Ergotherapie und Wassertherapie, dann auf den elektrischen Rollstuhl und auf den Weihnachtsmarkt gedüst.
Dort waren schon einige Vereinsmitglieder und Freunde des Verein Vital e. V. um die Bude versammelt um die Verkäufer zu unterstützen. Zum Verkauf wurde auch einiges angeboten.
Exponate unserer Hobbygruppen, von Mitgliedern gestiftete Ergebnisse aus Workshops und extra für diese Gelegenheit hergestellte Sachen.
Es kam der eine und der andere, so richtig weihnachtlich war die Stimmung auch nicht. Es fehlte der Schnee, es war aber nach ein paar Stunden schon so ziemlich kalt.
Und so machte ich mich nach ein paar Stunden wieder auf den Weg. Über den Weihnachtsmarkt und dann nach Hause.

Gestern ging unsere letzte Veranstaltung in diesem Jahr über die Bühne.

Ja es war wieder einmal eine Bildungsveranstaltung für unsere Mitglieder. Wir konnten uns über vogtländische Weihnachtsbräuche informieren und austauschen.

Eigene Erfahrungen wurden miteingebracht und so manche lustige Geschichte erzählt. Die Referenten Sebastian Wildgrube nebst Mutter, hatten erstaunliches zu bieten. So erfuhren wir zum Beispiel, das Ein Ring im Stollenteig schon mal zu Ostern erst wieder zum Vorschein kommt und Weihnachtsbaumklau schon sehr früh verboten war.Jahresende14092

Auch die Geschichte mit dem verkleideten Weihnachtsmann brachte unsere Mitglieder zum Lachen. Und darum ging es uns auch vor allem. Fröhlich mit unseren Handicaps umgehen und wieder einmal zusammen zu sein. Ca. 50 Teilnehmer fanden sich im Speisesaal der Kolping Schule Plauen ein. Hier hatten wir optimale Bedingungen und eine gute Versorgung. Vielen Dank noch mal an Frau Wobst, (ASG Hauswirtschaft) Herrn Schmidt (Leiter der ASG) und Frau Hildebrandt (Direktorin der Kolpingschule), für die Unterstützung.

Natürlich nahmen wir die Veranstaltung zum Anlass unseren Geburtstagskindern Herr Dr. Erler und Simone zu gratulieren und Frau Gruber und Frau Rauh für ihre intensive Unterstützung in Bezug auf die Vereinsfinanzen zu danken.

Für alle war es ein inhaltsreiches und unvergessliches Erlebnis. Danke den Organisatoren und allen Teilnehmern, denn gemeinsam ist man weniger einsam.

Spastik – Beschreibung am Einzelfall

Ich merke, dass der Winterartikel noch nicht vollständig ist. Es fehlt noch eine Beschreibung der Spastik.
Wie ich schon geschrieben habe ist die Spastik eine Schädigung des Gehirns.
Die Symptome, also die Auswirkungen geschehen aber an der Muskulatur. Gegen  die Schädigung des Gehirns kann man nichts ausrichten.
Spastik ist nicht heilbar. Doch gegen die Symptome kann man etwas machen.
Es gibt je nach Anwendungsgebiet lokal wirkende Medikamente wie Botox oder Medikamente die auf den ganzen Organismus wirken, wie Tolperizin oder Baclofen. Sie lähmen die Nervenenden  der Muskulatur und machen die Glieder beweglich.
Bei Spastik geschieht nämlich folgendes: die betroffene Muskulatur bekommt eine höhere grundspannung dadurch zieht der Muskel an oder der gegenziehende Muskel, weil jedem Muskel den wir haben einer entgegen zieht, damit das ganze System funktioniert. Bei spastischen Krämpfen geschieht das Ganze anfallartig.
Das Beste gegen die Symptome der Spastik ist physiologisches dehnen und entspannen eines betroffenen Muskels. Und zwar passiv. Bei mir funktioniert das, dazu habe ich das Motomed, mit dem ich über  die Jahre, schon fast 24000km gefahren bin. Fast jeden Tag 10 Kilometer, nur eben passiv. Das gegen die spastischen Symptome im Unterschenkel.
Die andere bei mir betroffene Muskulatur, die Psoasspastik ist es nicht so einfach
Der Psoas, das ist der große Beinheber. Der zieht sich vom Oberschenkel bis zum Rücken hoch.
Bei jedem Betroffenen sind die Symptome anders, Symptome an anderen Muskeln und in anderer Stärke. Auf jeden Fall kann man sie nicht wirklich vergleichen.
Auch Medikamente wirken immer anders. Auf jeden Menschen anders und auf die Art der Krankheit anders.
Vor allem haben Medikamente nicht nur eigene Nebenwirkungen, sie reagieren auch mit anderen Medikamenten und bilden neue Nebenwirkungen.
Also kann eine Kombination die Wirkung beeinflussen und unter Umständen sogar gefährlich sein.

Es ist Winter und das Schmerzaufkommen ist hoch.

Es ist Winter, die Temperaturen sind gefallen und ne Menge Isobaren sind über uns hinweg gezogen. Der Winter hat uns in seinen Fängen. Dem entsprechend ist das Schmerzaufkommen ziemlich hoch.
Das mit dem Schmerz ging vor über neun Jahren ganz leicht mit einem Ziehen los, da  hatte ich an der gesamten rechten Seite noch eine schlaffe Lähmung.
Mit den Jahren ist der rechte Arm soweit gekräftigt, dass er Halteaufgaben erledigen kann.
Er wurde seit ich gemerkt habe, dass ich auf die Nerven Zugriff habe mit Ergotherapie  und Physiotherapie trainiert. Leider kann ich den Arm nicht vollständig gebrauchen, da er sensibel gelähmt blieb.
Die Nervenschmerzen sind mit den Jahren immer weiter gewachsen, je mehr Kraft der Arm tankte.
Dagegen gibt es Medikamente, eins davon Lyrica habe ich in wachsender Menge welche ich aber nicht weiter steigern möchte.
Man denkt immer der Schmerz könne sich nicht weiter steigern doch dann geht es doch noch ein Stück.
Zwischen der Therapie und den Medikamenten gibt es einen Wettlauf, die Therapie baut auf und kräftigt und Medikamente wie Baclofen machen die Muskulatur weich, Auch die zweite Sache, die den Schmerzen zuträglich scheint,  dies ist die Spastik. Das ist ein Fehler im Gehirn, der seine Wirkung in der Muskulatur zeigt, eine Art Krampf verursacht und Nervenschmerzen.
Der Ganze Schmerz hat mich sehr geplagt und wir sind von einem Arzt zum anderen gezogen, bis ich gelernt habe den Schmerz als einen Teil von mir zu betrachten und zu akzeptieren, dass er zu mir dazu gehört. Seit dem ist er einigermaßen erträglich.
Nur beim Aufwachen und wenn das Licht aus ist greift er in hoher Intensität zu. Da fehlen dann andere Reize. Aber der Schmerz ist eben auch nur ein Gefühl, nur intensiver. Und wird im Allgemeinem als negativ empfunden.
Der ganze Vorgang ist eng mit der Krankheitsverarbeitung verbunden.
Trotzdem nimmt mich die ganze Sache im Winter mehr in Anspruch als im Sommer.
Eine Ausnahme gibt es. Immer Montags habe ich Wassertherapie und das warme Wasser entspannt.
Doch nur eine Stunde.

Ranch,Verein Vital e. V. und der Ich

Wir, und damit meine ich das ganze Team der Ranch danken mal allen die es bei diesen Temperaturen am letzten Samstag auf sich genommen haben in die heiligen Hallen zu pilgern statt irgendwo im Grünen zu sitzen. Ich hoffe ihr habt es nicht bereut.

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Das nächste mal gibt es am 8. August Gelegenheit.
Denn da gibt es Andy Frasco zu erleben.
Der Plan für das zweite Halbjahr ist fast fertig, wird auch hier veröffentlicht und die ersten Termine für das erste habe Jahr 2015 sind auch schon da.
Was den Chef, was es ja weiterhin ist, betrifft gibt es nicht viel Neues zu berichten.
So eine Hirnschädigung ist eine sehr langwierige Angelegenheit. Es geht aufwärts und abwärts.
Mir geht es auch nicht immer gleich, doch ich muss das nicht zeigen. Bei ihm ist das anders.
Wenn wir bei diesen Temperaturen sind taucht meistens die Frage auf wie es mir geht. Und da darf ich sagen, erstaunlich gut.
Es ist die Frage des Empfindens.
Wärme tut mir ja wegen der Spastik sowieso gut, weil sich die Muskulatur entspannt wie in warnen Wasser während der Wassertherapie.
Dazu kommt noch, dass ich warme Temperaturen nicht sonderlich spüre.
Bei vielen Anderen wirken sich diese Temperaturen als negative Empfindungen wie Kraftlosigkeit oder gar zusätzliche Schmerzen aus.
Bei mir ist es das Gegenteil.
Was wohl auch etwas damit zu tun hat, dass wir in dieser Erdgeschosswohnung wohnen und die ganze Schule über uns haben.

Heute geht es wieder los mit dem Baustellenlärm in dem Haus in dem unser Verein Vital sein Büro hat. Ich war vorige Woche mal da drin und hab während der Arbeitszeit fast manchmal nichts verstanden.
Umso schöner wird es wohl werden wenn alles fertig ist.

Wiedermal Thema: die Spastik

Wenn ich wie jetzt meinen rechten Fuß spüre, muss ich immer an das denken was ich gelesen habe über das Thema Spastik. Nämlich dass man sie als Krankheit nicht heilen kann, nur die Symptome verändern.
Man empfindet von der Spastik nur die Symptome. Die Krankheit selbst empfindet man gar nicht. Es ist auch der Ort verschieden, wenn man sie auch zB. In der Wade spürt findet sie doch im Kopf statt.
Und diese Symptome empfindet man als einen Ziehenden Schmerz. so wie ich jetzt. Dagegen gibt es Medikamente, das berüchtigte Botox, man merkt schon dass ich kein Freund davon bin. Das ist ein Nervengift, allerdings hat es den Vorteil nur lokal zu wirken. Das Baclofen, welches auf den gesamten Organismus wirkt. Es gibt viele Wirkstoffe an Muskelrelaxanzien. Nur ist seine Verträglichkeit für den Organismus eine andere.
Auf der anderen Seite hilft gehen die Symptome Therapie der betroffenen Muskulatur. Immer passives anspannen und entspannen in physiologisch richtigen Bewegungen. Bei mir geht das jetzt schon fast zehn Jahre so.
Das Ganze unter Anleitung eines erfahren Therapeuten, denn schnell ist etwas falsch gemacht und das wieder zu richten dauert eine sehr lange Zeit.
Ich zwinge mich jeden früh ein paar Schritte zu laufen. Die Belastung durch das Gewicht meines Körpers reicht um nach einiger Zeit höchst unphysiologisch auf der Außenkante des rechten Fußes zu stehen.
Sowas hab ich in einem Vortrag von Prof. Reichelt aus Zwickau auf Bildern gesehen, nur viel extremer.
Da waren Extremitäten drauf die schon in den Fuß bzw. die Hand eingewachsen waren. Mit Botox (Botulinustoxin) sind die gelöst worden. Dass heißt, das Botox ist in die Nervenbahnen gespritzt worden, die wurden dadurch blockiert und die Kontraktur wurde aufgehoben. Botox hat den Vorteil, dass es nur lokal wirkt.
In dem Fall macht das Zeug dann doch Sinn.
Doch zur Zeit spüre ich ein starkes Ziehen in meinem rechten Fuß und seit einiger Zeit auch in meiner rechten Hand, weil die gesamte Muskulatur miteinander verbunden ist und somit ein geschlossenes System bildet.

Mit der Allgemeinsituation unzufrieden

Es ist wieder mal ein Update zu schreiben, denn das Gefühl hat mich wieder mal in der Angelegenheit des rechten Knies total in die Irre geführt.

Ich hatte doch gemutmast der Grund liegt darin das etwas kaputt kaputt darin ist, doch die Ursache scheint wieder mal in der Spastik zu liegen.

Ich kann wieder nur schreiben scheint weil man das bei einer solchen neurologischen Krankheit eben nie genau mit Sicherheit sagen kann. Zu viel scheint anders zu sein als es letztendlich ist. Das hat seine Ursache darin, dass das Gehirn nur das abbildet was es von den Antennen, den Sinnen aufnimmt. Und die lassen sich überlisten. Nur so ist zu erklären, dass e zB. optische Täuschungen möglich sind.

In diesem Fall ist es so, dass vom Mittelfinger bis zum mittleren Fußzeh eine Angelsehne gespannt scheint,  die immer straffer gespannt wird.

Also eigentlich ist es so, dass es mir wirklich nicht gut geht. Und das trifft allgemein zu.
Wassertherapie war heute ne Katastrophe.Alles in allem bin ich mit der Allgemeinsituation unzufrieden.