Archiv der Kategorie: Wahrnehmung

Schizophrenie? oder was?

Irgendwie bin ich über Veränderungen in der Internetenzyklopädie-Tätigkeit verwundert, nachdem ich verlangsamte Wahrnehmung eingegeben habe.
Früher gab es da noch die Wahrnehmungsstörung. Doch jetzt werde ich direkt auf Denkstörung geleitet. Und da les ich was von psychischen Störungen und Schizophrenie.
Da sagt doch ein Teil von mir: Buuu…

Aber im Ernst, ich Urteile hier nicht über richtig und falsch. Ich sage es ist eben auch eine Wikipedia nicht unbedingt vollständig.
Eben auch subjektiv.

Nicht dass mir der Dunhill-Kruger Effekt auf die Füße fällt.

Dass beim Denken nur der Faktor Zeit abweicht von einer gewissen Normalität, was ja von Norm kommt, entzieht sich der Möglichkeit?

Dabei gilt als bewiesen, dass das Gehirn, anders als ein normaler Computer nicht mit einer festen Taktfrequenz arbeitet, also unterschiedlich schnell arbeitet, wobei ich hoffe, dass es dabei nicht noch ein paar Bugs einbaut.

Das ganze Internet ist und bleibt eine Kommunikationsmaschine und die semantische Form ist von der Kommunikation nur ein Teil.
Jemand schreibt was …und dann?

Ich denke wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht gemäß dem Dunning-Kruger-Effekt nicht unter die Räder kommen.

Es scheint als momentan behalten die was wissen ihr Wissen für sich und unter Verschluss und die nichts wissen schreien alle durcheinander.

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Mein Leben ist ziemlich kompliziert.


Das geht schon bei der normalen Kommunikation los.
Nehmen wir nur das Phänomen der verlangsamten Wahrnehmung.
Wenn ich jemanden angucke in sehe wenn er sich anschickt zu sprechen, dann schaltet mein Gehirn auf Empfang und ich bekomkomme das erste Wort gleich mit.  Wenn er aber außerhalb meines Sichtfeldes ist vergehen zwei bis drei Millisekunden.
Ein Mensch spricht aber in drei Millisekunden schon zwei drei Wörter. Also bekomme ich den Anfang des Satzes nicht mit. Resultat ist entweder, dass ich mir den Anfang des Satzes aus dem Folgendem zusammen reine, was den Sinn verändern könnte oder ein “Wie bitte”.
Das häufige wie bitte geht aber einigen Leuten schon auf den Keks, deshalb versuche ich da gleich auf die Vervollständigung Methode zu setzen.

Im Straßenverkehr ist das anders, denn da erwarte ich unerwartetes wie Signale.
Unwichtige Dinge wie Gesichter werden ausgeblendet. Das heißt ich sehe dass da jemand ist, jedoch meistens nicht wer das ist.

Das nächste was das Leben schwer macht sind Höreinschränkungen in geschlossenen Räumen.
Denn durch Geräuschreflexionen fällt mir manchmal schwer zu orten woher ein Geäusch gekommen ist. Wenn ich wieder den Straßenverkehr entgegenstelle, so ist es da auch kein Problem weil es kein geschlossener Raum ist.
Einfach ist es auch wenn ich Kopfhörer aufhabe. Dann kann ich die Signalquelle mittels einer Simulation im Raum bewegen, also wie ich will. Also im Schnittpunkt von vier Punkten, doch da wird es noch komplizierter…

Wenn das so kompliziert ist wie soll man da einfach denken…

Und dann ist da noch dieses blöde Problem mit dem Reinreden.
Weil ich zusätzlich zu sehr mit dem beschäftigt bin was ich selbst sagen möchte hören ich nicht auf das was andere sagen wollen (das ist wie eine Art Tunnelblick).
Was mich dazu bringt kurz nachdem sie selbst angefangen haben, ihnen ins Wort zu fallen.

Und das geht mir selbst auf den Keks.

Am 30.9.2015 Verkehrstag für Senioren im Quartier 30

Fast hätte ich geschrieben und alle die es mal werden wollen. Die mit Einschränkung sind ja fast alle Rentner. In soweit stimmt es. Also gehen wir mit.
Verkehrsteilnehmer Schulung gibt es, Schnupperfahrt mit einer neuen Straßenbahn (Niederflurbahn) und der Fahrkartenautomat in der Vogtlandbahn wird erklärt.
Das baut Berührungsängste ab und ein paar Fragen wird man auch noch los.
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Alles dreht

Zu meinen unwissentsten Zeiten, als ich überaus viel zu lernen  hatte sagte man: „schütt ner nei, Hauptsache es dreht. Heut früh stand ich im Bad (also sitzenderweise), die sich drehende elektrische Zahnbürste in der Hand als neben mir ein Bohrhammer drehend losdröhnte.
Da nahm das Wort eine neue Bedeutung an. Ich spürte wie sich in jedem Atom die Elektronrn um den Kern drehten und unter mir, tief im Erdinneren drehte sich ein Eisenkern und schleppte das Magnetfeld hinter sich her, während die Erde sich mit einer mittleren Bahngeschwindigkeit von 107.208 km/h um die Sonne drehte.
…………….Nanü, dachte ich.
Dermaßen turning around. Halt!!!………………………………………………………Nur nicht Durchdrehen .

Aufreger des Tages

Samuel Koch nimmt Monica Lierhaus in Schutz

Wenn ich das lese geht mir das Messer in der Tasche auf.
Die Medien müssen kapieren, dass es die vielfältigsten individuellen Ansichten seiner Krankheit und damit der Krankheitsverarbeitung gibt.
Nur hätten sie dann über sowas nichts mehr zu berichten
Genaugenommen wird über zwei Dinge gesprochen die nur mittelbar zusammenhängen.
Das eine ist Krankheitsverarbeitung und die kann psychologisch viele Schattierungen haben. Und das andere ist Behinderung.
Doch Behinderung ist keine Eigenschaft von Menschen, Behinderung ist eine Eigenschaft von Barrieren.

Wahrnehmung im künstlichen Koma

Ich hab mir in letzter Zeit ein paar Gedanken gemacht, im Zug in dem ich einige Vorträge vorbereiten durfte. Auch über das künstliche Koma, was wirklich ein künstlicher Tiefschlaf ist. Ich wurde nämlich letztens gefragt ob ich da was gefühlt oder gesehen hab. Nein.

Man stelle sich die Verbindung vom Bewusstsein, also der Wahrnehmung des Ich,  zur Außenwelt verschließbar durch eine Art Augenlid, wie bei einem Auge. Das Wahrnehmungsfeld   ist verschieden groß, bei einem erwachsenen gesunden Menschen ist das Lid fast ganz geöffnet, im künstlichen Tiefschlaf oder im Koma geht das Lid ein kleines bisschen auf.
Das alles nur in übertragenem Sinne. Der Patienten bekommt dabei ein sogenanntes Sedierungsmttel verabreicht, wahrscheinlich  vom Tropf, dass die Wirkung nicht nachlässt. Und während das abgesetzt  wird durchläuft  der Patient ein sogenanntes Durchgangssyndrom, eine Aufwachphase. In der „träumt“ er denk ich.
Meiner  Erfahrung nach Projiziert das Gehirn dann ein Gemisch von Hören, Sehen, Fühlen, riechen Gedankenimpulsen fast aus dem ganzen Gehirn, weil das Gehirn  ständig  das Wahrgenommene mit gespeicherten Informationen vergleicht und zumindest  im künstlichen Tiefschlaf die wenigen wahrgenommenen Informationen mit welchen aus dem Gedächtnis offenbar auffüllt. Nur so  lassen sich die von mir die erlebten Irrealen Erlebnisse während des künstlichen Tiefschlafs erklären. Das waren richtige kleine Filmchen, nur der Inhalt war irreal. Die Handlungen einiger hab ich später hier aufgeschrieben.

(Das sind Ruckschlüsse von mir und keine wissenschaftlichen Erkenntnisse).

Barrierefreier Tourismus, oder der Trip nach Dresden

Gestern war ich bei einer Tagung „Barrierefreier Tourismus in Sachsen“ der TMGS in Dresden gewesen und jetzt habe ich endgültig begriffen dass Barrierefreiheit nicht nur auf Menschen mit Behinderung bezogen ist sondern auf alle.
Denn was für einen mit Behinderung gut ist, kann für einen ohne Behinderung nicht schlecht sein.
Es geht auch nicht darum ein bisschen Wandern zu gehen, sondern darum die Kette vom Ankommen bis zum Abreisen nicht abreißen zu lassen.
Unter den Dingen die mich besonders beeindruckt haben der Auftritt des Sportlers und Buchautors Florian Sitzmann und seine Abenteuer am Fahrkartenschalter der deutschen Bahn, obwohl er schon die ganze Welt bereist hat und auch von unter dem Blätterdach des Amazonas erzählte.
Wir hörten von einem Reiseveranstalter aus Wiesbaden dessen Kundschaft zu 5% über neunzig Jahre ist. Das und weiteres was von den zahlreichen Rednern kam wird berufenen und bezahlten Ohren leider entgehen, denn vom Tourismusverband  Vogtland war niemand da. Das Gehörte hat dann wenigstens unseren Horizont erweitert.
Dafür haben wir alte Bekannte vom Landschulheim Limbach getroffen oder die Behindertenbeauftragte des Erzgebirgskreises.
Barrierefreiheit ist eben nicht alles, aber ohne Barrierefreiheit ist alles nichts.