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Es ist Zeit …

Ja, ist Zeit dass ich wieder mal was Neues (bei mein Blog rein) schreibe. Die  Zeiten sind hart und arbeitsam.
Ich hab jede Menge Dinge angedacht und langsam trägt es Früchte.

So weit so rätselhaft.

 

Jetzt ist es fast 13 Jahre her, dass ich eine Hirnblutung hatte. Konfuzius, weisester aller Chinesen hatte schon recht als er sagte: „Ist ein Kranker lange genug krank wird er selbst zum Arzt“. Nun, etwas ist schon anders. Ich befasse mich damit nicht so wie ein medizinischer Doktor, sondern befasse ich mich mit den psychosozialen Auswirkungen und mit Teilhabe. Immer noch.

Wenn auch zu mir mal jemand gesagt hat. „Ich will an nichrs teilhaben!“

Dem entgegne ich immer noch: Mein Freund das geht nicht. Denn, Kommunikation ist soziale Interaktion und soziale Interaktion ist Teilhabe.

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Der Sachse und die Medien

Jetzt wird´s aber Zeit, dass ich mich wieder mal zu Wort melde.

Der größte Teil der Mainstream-Medienlandschaft fängt mir seit langem an, neben den Knallköpfen von PEGIDA und Ablegern, mir gehörig auf den Docht zu gehen.
Stellen die doch uns Sachsen als ausnahmslos, zumindest braun angehaucht und „Das wird man doch wohl mal sagen dürfen“ Rufer dar.

Dem ist nicht so!

Sachsen ist auch vielschichtig. Die Mehrzahl der Sachsen macht nur einfach ihre Arbeit. Auch in Flüchtlingshilfe  und sozialem Bereich. Und auch im Ehrenamt. Ohne sie funktioniert das Ganze nicht.

Aber mal eine andere kapitalistische Wahrheit. Zeitungen werden gemacht um Werbung zu verkaufen. Weicher Pressemacher da nicht mitmacht hat verloren er hat das Recht verloren Meinung zu transportieren. Denn auch Zeitungen unterliegen der Privatwirtschaft. Wer das nicht glaubt der lese mal eine Zeitung unter dieser Maßgabe und verfolge mal den Eigentümerstammbaum irgendeiner Provinzzeitung bis hin zu einem der großen Medienkonzerne.

Dieser Beitrag kann nicht allumfassend sein, dazu fehlt mir ganz einfach die Bildung. Doch wenn jeder nur das sagt was er selbst genau weiß und hinterfragt hat, also nicht nur glaubt zu wissen, wird es in unserem Land sehr ruhig.
Zeitungen werden leer. Da gibt´s nicht mal Werbung und Soziale Medien verlieren ihre Funktion.

Ich glaube  ein alter Griechischer Denker hat zwei einfache Dinge herausgefunden:

Der Mensch ist ein soziales Wesen und ich denke, also irre ich, oder so.

04.06.2016 Mitteldeutsche Regionalbahn stellt sich vor

Heute sind wir dem Ziel: „Öffentlicher Personennahverkehr für alle“ etwas näher gekommen.
Es ist auf dem Oberen Bahnhof ein Zug der Mitteldeutsche Regionalbahn vorgestellt worden der nicht nur gut aussieht, sondern es auch ist.
Es hat sich das Unternehmen Mitteldeutsche Regionalbahn vorgestellt
Dabei waren, neben Geschäftsführern und Gesellschaftern der Mitteldeutschen Regionalbahn auch der Landtagsabgeordnete Stephan Hösl, der Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung des Kreises Dagmar Nauruhn, auch Mitglieder des Verein VITAL e.V. aus Plauen und Reichenbach.

Der Zug ist auf das modernste ausgestattet. Eine Toilette, die man auch als Rollstuhlfahrer benutzen kann, viel Platz, so dass auch zwei E-Rollis und ein Kinderwagen in einem Eingangsbereich nebeneinander hinpassen und überall gibt es Steckdosen an denen man auch mal einen Laptop anschließen kann. Den Zugbegleiter gibt es wieder, der Auskunftei, helfende Hand und vieles Mehr sein kann und ein begrenztes Cathering gibt es.

Diese Züge verkehren auf der Strecke von Dresden bis Hof. Das Streckennetz reicht von Leipzig über Dobeln und mit den Partnern bis Magdeburg, Berlin und in den Harz.

Nachdenklich wird mein Gedankengang dann, wenn ich daran denke dass ein barrierefreies Nahverkehrskonzept nur so gut ist, wie es dicht genug ist und nutzbar für alle.  Und es ist überaus schwierig das zu Gewährleisten.
Wir sind im Vogtland eine ländliche Region. Das heißt, viele kleine Orte, die durch ein Nahverkehrsnetz verbunden werden wollen.
Es ist nicht nur dazu da, die Menschen irgendwohin zu bringen, sondern auch her.

[Und schon macht es Sinn, dass zB. ein Gert Müller überregional Werbung für ein fast barrierefreies Schaubergwerk mitten in Plauen [Wer hat das schon?] macht, denn es erhöht den Nahverkehrswert der Region.]

Der Einbau einer barrierefreien Toilette wird sich bei einer Gaststätte nicht sofort in klingende Münze umwandeln, aber sich langfristig bezahlt machen, im Hinblick auf die demografische Entwicklung der kommenden Jahre.

Wir haben seit fast 5 Jahren Erfahrungen  mit barrierearmen Wanderwegen und selten kommt es vor, dass wo ein barrierearmer Wanderweg ist, auch barrierefrei nutzbare Gastronomie ist. (Und barrierefreier Zugang  ohne barrierefreie Toilette, dann ist das ganze Objekt nicht barrierefrei Nutzbar.)

Die Lebenden … zum Tod von Roger Cicero

Viele haben gestern die Nachricht vom Tod von Roger Cicero durch einen Schlaganfall geteilt.
Auch mich berühren solche Nachrichten.
Doch ich muss auch an die weit über Zweihunderttausend anderen Schlaganfallopfer jedes Jahr allein in Deutschland denken deren Leben weitergeht.
Ich kenne viele, mich eingeschlossen, die vor dem fünfzigsten Lebensjahr einen Schlaganfall oder eine andere Hirnschädigung hatten. Meist werden ganze Familien aus ihrem gewohnten Leben gerissen.
Beziehungsprobleme und finanzielle Probleme lassen da, angesichts von Lähmungen und anderen Einschränkungen nicht lange auf sich warten.
Ganze Familien bräuchten dann Therapie. Auch auf psychosozialen Ebenen.
Häufig reicht es wenn jemand zum Reden da ist. Selbsthilfegruppen sind Knotenpunkte für Kommunikation, meistens vor Ort. Informationen holt man sich am besten bei denen die alles schon mal durch haben.
Vereine wie unserer sind dazu da, gemeinsam mit Betroffenen und ihren Angehörigen Wege zu finden um ein neues Selbstverständnis und eine neue Lebensperspektive zu finden.

Wie gesagt, auch mir gehen die Toten nahe, doch, ich muss auch an die Lebenden denken.

Vortrag von Gert Müller über die Dobeneck Burganlage

An dem Hauptthema im Februar hat Frank Marquardt den größten Anteil, denn er hatte den Einfall wir könnten einmal den Gert Müller vom Bergknappenverein einladen mit einem Vortrag über Plauens Unterwelt. Weil man nun keinen dreistündigen Vortrag machen können, hat er es auf die Burg Dobeneck begrenzt.
Und da mussten wir lernen, dass das auch ganz interessant sein kann und dass 20 min beim Gerd über eine Stunde geht.
Auf jeden Fall waren alle sehr leise und haben zugehört. Dass auf dem Dobeneck Felsen mal eine Burganlage stand wissen die meisten. Dass das aber schon im 11Jahrhundert gewesen sein muss ist nicht so bekannt. In späteren Jahrhunderten gab es dort auch etwas. Zuerst die St.Wolfgang Kapelle, eine Außenstelle des Plauner Klosters. Im 16. Jahrhundert wurde dort Bergbau betrieben. Er zeigte Bilder die bewiesen wie eng diese Schächte waren. Darunter auch eins, dass man nie wieder sieht weil der Gang mit Beton verfüllt wurde. Später gab es am Fuß des Felsens das Gut Dobeneck. Das stand bis zum letzten Krieg.
Und jetzt haben die Bergknappen das Meiste wieder freigelegt und Mauern gesichert.
Und zusammen mit Archäologen und Kartografen aus Dresden haben sie die Funde gesichert und alles vermessen. Gerd Müller erzählte auch viele Begebenheiten rund um die Schachtarbeiten und Ausgrabungen.
Dass Plauen viele unterirdische Gänge hat wusste ich. Dass sie so verzweigt sind jedoch nicht. Dabei. Es sind auch viele Entwässerungsstollen, einer fast vom Oberen Bahnhof bis zum Bergwerk “Ewiges Leben” in der Ortsmitte darunter.
Ein Gang geht vom Zollkeller unter der Sparkasse in der Neundorfer Straße bis ungefähr zur Druckerei Baumgärtel an der Friedensbrücke, also in Richtung der Burg. Es könnte einen Fluchttunnel gegeben haben. Das müsste schon um das 13. Jahrhundert gewesen sein.
Es würde mich nicht wundern wenn Gert Müller in der Zukunft in einem Atemzug mit dem Heimatforscher Ferdinant Moor (1834 – 1929) und dem Museumskonservator Amandus Haase (1886 – 1946) genannt wird.
Steffen Marquardt

Das Kartoffel-Strom-Projekt

So, nun komm ich auch endlich einmal dazu auch hier etwas über die Erlebnisse vom Dienstag zu schreiben. Wir haben im Verein Vital e.V. ein Projekt, das bezeichnen wir als Kartoffel-Strom-Projekt. Dort beschäftigen sich Grundschüler mit LRS Syndrom und Betroffene von uns mit Kartoffeln. Damit ist das Legen, Ernten, und Kochen und ein Zusatzpunkt, zu dem komm ich aber später, gemeint.
Heut ging es weiter, in der vierten Runde, mit dem Kartoffel-Strom-Projekt „Voneinander lernen – Miteinander lernen“ was durch die „Stadtwerke Strom Plauen“ über „DEINE Energie für DEINEN Verein“ gesponsert wird.
Dabei waren wir in einer sehr schön ausgebauten „Hufeland Schule“.
Wir durften dort die Lehrküche benutzen und mit den Grundschülern der „Astrid Lindgreen Schule“ die Kartoffeln, die im Vorjahr im Mai gelegt wurden und im Herbst geerntet zubereiten
Als Chefkoch hatten wir Ditter Stein vom Haus Vogtland in Syrau eingeladen.
Der Ditter Stein ist sowas wie der regionale Chefkoch. Er hat ein gut besuchtes Lokal auf einem Dorf in der Nähe, dass er inzwischen an seinen Sohn weitergegeben hat, hat ein paar Kochbücher geschrieben und hat auch ein Talent mit Kindern umzugehen.
Es gab einen würzigen Toast, Ungarische Kartoffelsuppe, ein Kartoffelauflauf mit Cabanosi und einen vegetarischen Kartoffelauflauf.
Der Uli Wenzel hat inzwischen mit der zweiten Gruppe einen Kartoffelkuchen gebacken.
Wie man auf den Bildern sehen kann war das eine Arbeit bei der die Schürzen recht angebracht waren.
Das war dann schon ein gewusel zwischen den Schneidebrettern. Ich gesellte mich auch dazu und versuchte mit einem Kartoffelschäler für Rechtshänder als ungeübter Linkshänder eine Kartoffel zu schälen und das mit einer linken Hand ohne Oberflächensensibilität. Gut gehen ist was anderes. Nach der Hälfte gab ich dann auf. Zum Eier schälen war ich dann zu gebrauchen.
Die Hufeland Schule ist barrierefrei ausgebaut, also konnten einige vom Verein Vital e.V. auch ohne weiteres mitmachen.
Auch Mandy Wolf von den „Stadtwerke Strom Plauen“ ließ es sich nicht nehmen dabei zu sein.
Zum Schluss wurde das zusammen zubereitete auch zusammen gegesse

Das nächste Mal ist eine Ausfahrt zu FRIWEIKA, das ist der regionale Kartoffelverarbeiter dran. Dann ist das Projekt nach einem Jahr abgeschlossen. Vieleicht können wir das wiederholen, wenn wir jemanden finden der das fördert. So hangeln wir uns von einem Projekt zum Nächsten.

Das nächste Projekt mit den Stadtwerken Strom Plauen ist auch in Vorbereitung. Wenn wir damit in die engere Auswahl kommen, wie in den letzten zwei Jahren, kann man auch hier wieder dafür Voten.

Workshop Barrierefreiheit

Gestern ( jetzt schon wieder vorgestern, den gestern konnte ich den Text nicht fertig schreiben) war ich den ganzen Tag bei einem sogenannten Workshop in Leipzig.
Das Thema war Barrierefreiheit.
Eigentlich ein Thema mit dem ich mich auch sonst beschäftige, doch es ging auch darum neue Blickwinkel zu finden, Gesetzesgrundlagen kennenzulernen und um barrierefreies Internet.
Ausgerichtet wurde der Workshop vom sächsischen Antidiskriminierungsbüro.
Gebracht hat es aus diesen Sichten wirklich sehr viel. Jetzt geht es darum das umfangreiche Material, zu dem neben Aufzeichnungen auch Drucksachen gehören zu sichten und auf Anwendbarkeit zu prüfen.
Und dann kommt ein Haufen Arbeit auf uns zu. Ein der Referentinnen war selbst blind. Und es ist was anderes selbst zu erleben wie sie den Laptop beherrschte.
Da kommt man sich vor, wie wenn man nur selbst müde mit der Maus herumstochert.
Auch im Internet, wenn die Seiten barrierefrei aufgearbeitet sind.
Das kann man selbst prüfen wenn man ein Vorleseprogramm installiert.
Strukturierungsgrundlagen wie das Arbeiten mit Formatvorlagen, Linksbündigkeit und das Arbeiten mit Alternativtext bei Bildern.
Wie gesagt, viele Dinge die für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen wichtig sind und für alle anderen das Leben etwas angenehmer machen.